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München - Ist Marco Roses Wechsel von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund bereits fix? Max Eberl nimmt in einem Interview Stellung.

Max Eberl hat im Poker um Marco Rose bestätigt, dass der Trainer eine Ausstiegsklausel besitzt.

"Mit Marco Rose haben wir einen großartigen Trainer vor eineinhalb Jahren mit einer Klausel bekommen", sagte der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach der Rheinischen Post.

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Er hätte damals "die Alternative gehabt, Marco Rose nicht zu holen. Ohne die Klausel wäre Marco nicht hier". (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan Bundesliga)

Entscheidung bei Rose gefallen? Das sagt Eberl

Eberl ergänzte in dem Kontext aber, dass er der Klausel prinzipiell wenig Bedeutung beimesse: "Wenn jemand wegwill, ist das auch im Prinzip egal. Denn ich will niemanden behalten, den ich zwingen muss."

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Eine Entscheidung für Borussia Dortmund sei bei Rose aber noch nicht gefallen. "Nein, alles andere sind Spekulationen. Das ist auch okay", erklärte Eberl.

"Blödsinn": Eberl widerspricht Bruchhagen

Damit widersprach der 47-Jährige den Aussagen von Heribert Bruchhagen im CHECK24 Doppelpass.

Der frühere Vorstandsvorsitzende von Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV hatte bei SPORT1 erklärt: "Rose geht nach Dortmund. Eberl und er haben längst einen Deal getroffen, das ist geklärt. Die Entscheidung ist vor Monaten getroffen worden."

Eberl dazu: "Ich rede immer im Konjunktiv, weil es eben keine Entscheidung gibt, auch wenn manch ein Experte sagt, die Verträge lägen schon in den Schubladen. Das ist Blödsinn."

Eberl kämpft um Rose

Ähnlich hatte sich Eberl am Freitag zu Spekulationen um einen möglichen Abschied von Nationalspieler Florian Neuhaus geäußert: "Zu Florian habe ich doch ein engeres Verhältnis als andere Menschen um uns herum. Das ist Blödsinn, ganz einfach."

Zu Rose sagte der frühere Abwehrspieler in der Bild: "Ich kämpfe um ihn! Ich bin immer noch überzeugt, dass wir mit Marco hier noch eine längere Zukunft haben. Und ich bin grundsätzlich Optimist."

Dass der Coach ein Treuebekenntnis vermeide, sei "absolut" in Ordnung: "Ich bin froh, dass ich hier keinen Trainer habe, der erst die Raute küsst und dann doch am Ende abhaut."

Bis wann Rose seine Klausel ziehen müsse, wollte der Sportdirektor nicht sagen.

Eberl wünscht sich "mehr Glaubwürdigkeit"

Eberl "hatte gehofft, dass der Verein Borussia Mönchengladbach sich mehr Glaubwürdigkeit erarbeitet hat. Mich stört eher, dass sie uns ein wenig abgesprochen wird. Sobald wir eine Entscheidung haben, werden wir sie kommunizieren, so wie es bei Dieter Hecking gewesen ist." (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Der Erfolgsmanager drängt nicht auf eine Entscheidung, wünscht sich diese aber "so schnell wie möglich. Marco weiß auch, dass wir verantwortungsvoll für den Verein handeln müssen. Deshalb werde ich auch nicht müde, zu betonen, dass er ein totaler Empath ist und ein Verfechter von Borussia Mönchengladbach."

Rose selbst sagte auf der Pressekonferenz am Freitag nur, er würde mit Eberl "sprechen, es gibt nichts Neues".

Kramer: Rose-Thema "kannst du nicht ausblenden"

Mittelfeldspieler Christoph Kramer betonte im SPORT1-Interview, das Thema "kannst du gar nicht ausblenden. Wir registrieren das schon, es ist aber nicht so, dass wir in der Kabine großartig darüber sprechen."

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Er sehe es allerdings positiv, wenn unsere Akteure bei anderen Vereinen im Gespräch sind. Neben dem Trainer haben wir ja noch ein paar andere Spieler, bei denen wir nicht wissen, ob sie bleiben oder gehen. Aber das gehört dazu. Solche Dinge beeinträchtigen uns als Mannschaft in unserer Leistung nicht. Die Uhr wird sich auch im Mai oder Juni weiterdrehen – egal mit welchem Trainer, egal mit welchem Personal."

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