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Frankfurt am Main - Die Unruhe im Umfeld von Eintracht Frankfurt ist nach der Klatsche in Gladbach groß. Hält Adi Hütter bis zum Saisonende durch?

Es schien, als hätte Adi Hütter nach der 0:4-Niederlage bei seinem künftigen Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach völlig den Fokus verloren. 

Eintracht Frankfurts Trainer geriet beim ZDF-Gespräch plötzlich ins Schwärmen: "Hier gibt es auch ein schönes, tolles Stadion. Es ist so schön wie das Frankfurter Stadion. Die Farben und der Verein verändern sich aber. Ich habe mich auf Marco Rose und das Spiel gefreut. Aber ich bin sehr enttäuscht, dass wir als 0:4-Sie... äähh... 0:4-Verlierer vom Platz gegangen sind."

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Hütter-Aussage verärgert Fans

Rumms! Die Reaktionen? Ein großer Teil der Fans in den sozialen Netzwerken und Vereinsforen forderte die sofortige Entlassung, nach SPORT1-Informationen hat dieses Interview des Österreichers auch intern für Verstimmung gesorgt.

Auf SPORT1-Nachfrage, ob er sich noch vollständig auf seine Aufgabe in Frankfurt fokussiere, entgegnete Hütter: "Ich kann jegliche Enttäuschung verstehen. Aber es ist gefährlich, wenn man nun in jede Aussage etwas hineininterpretiert. Man muss aufpassen, dass nicht alle Diskussionen von Emotionen geleitet werden."

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Er versicherte: "Ich werde bis zum Schluss alles für die Eintracht geben." Ob dieses Bekenntnis zur Beruhigung der Gemüter beiträgt? Fraglich.

Erreicht Hütter noch die Mannschaft?

Es ist ein Pulverfass, auf dem der 51-Jährige aktuell sitzt. Kann das gut gehen?

Erreicht der frühere Profi noch die Mannschaft? Das Duell gegen den FC Augsburg wird somit zum Charaktertest. Die Rollen sind klar verteilt, gegen den bieder auftretenden Gast sind drei Punkte für die historische Chance auf die Champions League Pflicht. (Service: Tabelle der Bundesliga

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Doch in den vergangenen sieben Tagen beschäftigten sich Umfeld und Mannschaft ausschließlich mit dem Hütter-Abgang Richtung Gladbach. Kann die für ihre Mentalität bekannte Eintracht den Schalter umlegen? Die Beispiele Niko Kovac und Marco Rose zeigten in der Vergangenheit das Gegenteil, es setzte zunächst Niederlagenserien. Plötzlich war es zweitrangig, welche Qualität der Gegner mitbringt oder auf welchem Tabellenplatz er steht. Es fehlten die nötigen Prozentpunkte, der vollständige Fokus auf die Aufgabe.

Keine interne Alternative

Für die Eintracht ergibt sich eine durch und durch brisante Konstellation. Sollte die favorisierten Frankfurter auch gegen Augsburg enttäuschen und nicht gewinnen, droht das Team einen eigentlich komfortablen Vier-Punkte-Vorsprung leichtfertig wegzuwerfen. Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen drängen von hinten, konnten den Abstand schon verkürzen. Hütter wäre nur noch schwer tragbar, der Knacks im Verhältnis zur Mannschaft könnte dann tatsächlich zu groß werden.

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Andererseits sind den Hessen aber in gewisser Weise die Hände gebunden. Aktionismus hatte selten Erfolg, in den eigenen Reihen mangelt es (noch) an Qualität. Die U-Trainer Thomas Broich, Jerome Polenz, Alex Meier oder Ervin Skela gehen ihre ersten Schritte in diesem Bereich, Jürgen Kramny scheiterte im Profibereich beim VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld. Andreas Möller, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, stand zwar schon am Seitenrand, doch seine Teams hießen Viktoria Aschaffenburg und Ungarn (Co-Trainer).

Muss Hütter bei einer Niederlage um seine Zukunft bangen?

Augen zu und durch also? Bei einer Niederlage gegen Augsburg werden die Verantwortlichen jedenfalls die Köpfe zusammenstecken und genauestens beraten müssen, ob mit Hütter aus einer bislang überragenden eine historische Saison werden kann.

Die Eintracht steht vor einem echten Schlüsselspiel in dieser Saison. (Service: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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