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Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach meldet sich im Kampf um die Europapokal-Plätze zurück und fegt Arminia Bielefeld vom Platz. Ein Startelf-Rückkehrer trifft doppelt.

Die Fohlen melden sich zurück im Kampf um Europa!

Angeführt von Doppelpacker Breel Embolo hat Borussia Mönchengladbach seine Mini-Chance auf einen Startplatz im internationalen Geschäft mit einer Tor-Show am Leben gehalten.

Beim 5:0 (3:0) gegen einen viel zu zaghaft agierenden Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld führte das Team von Noch-Trainer Marco Rose bereits nach 18 Minuten mit 3:0. (Der Spielverlauf zum Nachlesen)

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Ginter: Wollen Europa League erreichen

"Wir hatten die Kontrolle über das Spiel, haben schöne Tore gemacht und verdient gewonnen", sagte Matthias Ginter bei Sky. "Es wäre für alle hier schön, nächstes Jahr wieder international zu spielen. Die Europa League ist für uns das Maximum, das wollen wir unbedingt erreichen." Der weitgehend beschäftigungslose Borussen-Keeper Yann Sommer erklärte: "Es sind noch drei Endspiele. Wir sind die Jäger."

Startelf-Rückkehrer Embolo (6.), Marcus Thuram (15.) und Ramy Bensebaini (18.) per Handelfmeter sorgten im Borussia-Park schon frühzeitig für klare Verhältnisse.

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Rose freut sich für Matchwinner Embolo

Erneut Embolo (69.) erhöhte nach der Pause und schnürte seinen ersten Doppelpack seit Dezember 2019, Alassane Plea (84.) setzte den Schlusspunkt gegen am Ende völlig überforderte Bielefelder.

"Breel hat einen unglaublichen Körper, er ist ein Riesentyp, aber auch sehr sensibel", sagte Rose über den Matchwinner, der nach 15 torlosen Sipelen seine Durststrecke beendete. "Es ist wichtig für ihn, nachdem er ein bisschen länger auf eine Startelf-Nominierung müsste, dass er heute die Leistung gebracht, sich mit Toren belohnt hat und ein Tor vorbereitet hat. Das freut mich sehr für ihn und das ist auch wichtig für uns in der Endphase."

Gladbach auf Europa-Kurs, Arminia in Not

Während die Fohlen Rang sieben verteidigten, steckt Aufsteiger Bielefeld auf Tabellenplatz 15 weiter in Not. (Tabelle der Bundesliga)

"Das war ein gebrauchter Tag für uns und eine schmerzhafte Niederlage. Nach 18 Minuten war das Spiel eigentlich durch", schimpfte Bielefelds Coach Frank Kramer. "Jedes Tor ärgert mich ganz besonders. Wie die gefallen sind, war ein Stück zu einfach. Bei fünf Gegentoren kann das Defensivverhalten nicht sonderlich überzeugend gewesen sein." (Das Restprogramm im Abstiegskampf)

Trotz des dritten Heimsiegs in Folge hängt Gladbachs Rückkehr nach Europa weiter am seidenen Faden, da der Rückstand auf Rang sechs vier Punkte beträgt. Bielefeld wiederum hat nur noch einen Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. (Spielplan/Ergebnisse der Bundesliga)

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Startelf-Rückkehrer Embolo trifft direkt

Gladbach wirkte von der ersten Minute an hellwach, stand defensiv kompakt - und nutzte gleich den ersten Angriff eiskalt zur Führung.

Der in die Startelf gerückte Embolo, der schon beim 1:0 im Hinspiel das Siegtor erzielt hatte, verwertete eine Hereingabe von Stefan Lainer mit einem abgefälschten Flachschuss.

Geste an erneut verletzten Doucoure

Embolo feierte das Tor mit einer besonderen Geste: Der Schweizer hielt das Trikot seines Teamkollegen Mamadou Doucoure in die Kamera, der wegen eines Achillessehnenrisses zum wiederholten Male lange ausfällt.

"Man kann gar nicht in Worte packen, was dieser Junge verkraften muss", hatte Sportdirektor Max Eberl vor dem Anpfiff bei Sky gesagt.

Bensebaini verwandelt Handelfmeter

Auf dem Rasen ging es weiter nur in eine Richtung: Erst flankte der starke Hannes Wolf auf Thuram, der den Ball durch die Beine von Schlussmann Stefan Ortega ins Netz beförderte. Wenig später nutzte dann Bensebaini einen von Christian Gebauer verursachten Handelfmeter.

Die Arminia, die zuvor dreimal in Folge ohne Gegentor geblieben war, ließ Tempo und Intensität vermissen und leistete kaum Gegenwehr.

Schon zur Pause hätte die Borussia deutlich höher führen müssen. Nach dem Seitenwechsel schaltete das Rose-Team einen Gang zurück, Embolo erhöhte dennoch auf 4:0.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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