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München und Freiburg - Die TSG Hoffenheim erledigt sich um ein Haar allen Abstiegssorgen. Ein Elfmeter nach Videobeweis rettet Freiburg. Kapitän Günter bricht eine Lanze für Gräfe.

Die TSG Hoffenheim hat einen wichtige Dreier, der alle Abstiegssorgen vergessen gemacht hätte, durch ein spätes Gegentor verpasst.

Die Kraichgauer holten am 31. Spieltag der Bundesliga aber zumindest ein 1:1 (1:0) im badischen Duell beim SC Freiburg und haben damit sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. (Bundesliga: Die Tabelle)

"Es war ein gerechtes Unentschieden. Beide Mannschaften hatten ihre Chancen", sagte der Freiburger Kapitän Christian Günter, der bei Sky auch seine EM-Chancen thematisierte: "Es ehrt mich, dass ich im Gespräch bin. Ich lasse mich überraschen."

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Der kroatische Vize-Weltmeister Andrej Kramaric (40.) traf für die TSG, die zuvor dreimal in Folge gegen den Sport-Club verloren hatte. Erst ein Elfmeter nach Videobeweis bescherte enttäuschenden Freiburgern noch einen Punktgewinn. 

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Elfmeter nach Videobeweis - Loblied auf Gräfe

Hoffenheims Kevin Vogt hatte zuvor beim Versuch den Ball wegzuschlagen, Freiburg-Profi Ermedin Demirovic getroffen, der sein Bein zwischen Gegner und Ball platziert hatte. (Bundesliga: Ergebnisse und Spielplan)

Schiedsrichter Manuel Gräfe griff zunächst nicht ein, der Videobeweis informierte ihn jedoch, sich die Szene auf dem Bildschirm anzuschauen. Nach mehrmaliger Betrachtung der Bilder entschied Gräfe schließlich doch auf Elfmeter.

Angesprochen auf die Szene wurde Günter deutlich: "Der Herr Gräfe ist einer der besten, wenn nicht der beste, Schiedsrichter in Deutschland. Den soll man ruhig weitermachen lassen. Ich möchte da eine Lanze brechen: Bitte lasst ihn weitermachen. Solange jemand fit ist, warum muss jemand aufhören? Bei den Spielern ist das auch nicht so."

Der DFB hatte wenige Tage zuvor bekanntgegeben, dass er an seiner umstrittenen Altersgrenze für Bundesliga-Schiedsrichter festhält und ein Trio um Manuel Gräfe in die Schiedsrichter-Rente schickt.

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Kuntz und Keller sehen wenig Action

Beim Geisterspiel im Schwarzwaldstadion war in den ersten Minuten wenig bis nichts passiert.

Unter den Augen von DFB-Präsident Fritz Keller und U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz ließen es beide Teams relativ ruhig angehen, echte Chancen gab es keine - lediglich Nicolas Höfler sorgte für ein wenig Gefahr vor dem Hoffenheimer Tor (12.). (Der Spielverlauf zum Nachlesen im TICKER)

Nach knapp 20 Minuten übernahmen die Freiburger, bei denen der gesperrte Baptiste Santamaria fehlte, dann die Initiative. Die gesteigerten Bemühungen führten allerdings auch nicht zu Tormöglichkeiten. Die Partie hatte auch Mitte der ersten Hälfte kaum Höhepunkte zu bieten.

Die Gäste, die ohne Ermin Bicakcic, Benjamin Hübner, Denni Geiger, Konstantinos Stafylidis, Kevin Akpoguma, Sebastian Rudy, Mijat Gacinovic und Marco John auskommen mussten, erwachten erst in der 24. Minute aus ihrer Lethargie. Der Distanzschuss des Dänen Robert Skov klatschte aber an die Latte.

Hoffenheim wird stärker und trifft zur Führung

Im Anschluss wurden die Hoffenheimer stärker, die TSG-Führung lag in der Luft.

Florian Grillitsch (30.) und Kramaric (31.) konnten die sich bietenden Gelegenheiten aber nicht nutzen. Neun Minuten später musste Kramaric nach guter Vorarbeit von Ihlas Bebou den Ball per Kopf nur noch über die Linie drücken. Es war der 17. Saisontreffer des besten TSG-Torschützen der Geschichte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs erhöhten die Freiburger die Schlagzahl und gingen offensiver zu Werke. Der vermeintliche Ausgleich durch Ermedin Demirovic (53.) zählte allerdings nicht, weil Lucas Höler bei der Vorarbeit im Abseits gestanden hatte.

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Freiburg-Profi Demirovic scheitert an Baumann

Das erhöhte Risiko der Gastgeber eröffnete den Kraichgauern Konterchancen.

Sargis Adamjan vergab zwei gute Möglichkeiten (57./59.). Auf der Gegenseite hatte Demirovic den Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber an TSG-Torwart Oliver Baumann (69.).

Kurz vor Schluss traf der eingewechselte Grifo vom Punkt und rettete Freiburg zumindest einen Punkt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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