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Am 6. Spieltag der Champions League hat Borussia Mönchengladbach beim FC Barcelona keine Chance. Arda Turan fertigt die Fohlen fast im Alleingang ab.

Borussia Mönchengladbach hat sich mit einer deutlichen Niederlage aus der Champions League verabschiedet. Am letzten Spieltag der Gruppe C verlor das Team von Trainer André Schubert beim FC Barcelona mit 0:4 (0:1). (DATENCENTER: Die Tabelle der Gruppe C)

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Superstar Lionel Messi (16.) brachte die Katalanen in Führung, ehe Ardan Turan mit einem lupenreinen Hattrick (50./53./67.) den Sieg der Katalanen fast im Alleingang perfekt machte.(Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die hoffnungslos unterlegene Mannschaft von Trainer André Schubert konnte damit nach acht Ligaspielen ohne Sieg auch auf internationalem Parkett kein Selbstvertrauen für den Jahresendspurt tanken.

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Lupenreiner Hattrick binnen 18 Minuten

Schon vor der auch in dieser Höhe verdienten Niederlage bei einem der Titelanwärter in der Königsklasse hatte die Borussia keine Chance mehr auf das Achtelfinale. Im neuen Jahr geht es für den fünfmaligen deutschen Meister in der UEFA Europa League weiter (LIVE im TV auf SPORT1).

Der spanische Champion stand schon vor der Begegnung als Sieger der Gruppe C fest und feierte den fünften Sieg im sechsten Spiel.

"Es war ein typisches Barcelona-Spiel. Wir hatten zu viel Respekt vor dem Gegner und haben nicht mutig genug gespielt. Du musst gut organisiert sein und darfst nicht zu passiv sein. Wir sind zu tief gefallen und sind nicht mehr richtig rausgegangen. Es hängt natürlich auch mit der Qualität des Gegners zusammen. Man muss es natürlich schon besser verteidigen, aber der Qualität des Gegners waren wir nicht gewachsen. Da muss man sagen, dass Barca besser war", erklärte Schubert die deutliche Niederlage.

"Ich will jetzt hier raus und nach Hause"

Für die Borussia geht es nun am Sonntag gegen den FSV Mainz 05 darum, die Talfahrt zu stoppen. Schon vor der Partie im legendären Camp Nou hatten Schubert und seine Spieler betont, dass Mainz wichtiger als Barcelona sei.

Sportdirektor Max Eberl war nach der Partie dennoch bedient: "Ich will jetzt hier raus und nach Hause. Wir haben verloren und sind ein Stück weit in Ehrfurcht erstarrt. Das ärgert mich und muss die Jungs auch ärgern. Barcelona soll kein Maßstab sein. Sie sind nicht die Kragenweite von Gladbach. In meiner Bewertung spielt das keine Rolle. Wir sind in Europa weiter dabei, das darf man nicht vergessen. Für uns zählt es jetzt, uns auf die kommenden drei Bundesligaspiele vorzubereiten", sagte er nach der Partie bei Sky.

Barca mit B-Elf

Angesichts der sportlichen Bedeutungslosigkeit warfen beide Trainer die Rotationsmaschine kräftig an. Schubert, der auf den gesperrten Kapitän Lars Stindl verzichten musste, ließ unter anderem Raffael, Oscar Wendt und Weltmeister Christoph Kramer auf der Bank. Barcelona bot in Messi, Andres Iniesta und Javier Mascherano nur drei Stammkräfte auf. Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen stand gegen seinen Ex-Klub nicht einmal im Kader.

Die Gastgeber übernahmen vor den Augen von Teammanager Jürgen Klopp und seiner kompletten Mannschaft des FC Liverpool ungeachtet aller Umstellungen in gewohnt dominanter Art das Kommando und drängten die Gladbacher tief in die Defensive. Die Borussia verteidigte engagiert, die Fünfer- wurde auch schon mal zur Sechserkette. Doch immer wenn Messi oder Iniesta das Tempo anzogen, wurde es gefährlich. 

Vor der Führung spielte Weltfußballer Messi einen gekonnten Doppelpass mit Turan. Gladbachs Torhüter Yann Sommer war beim platzierten Abschluss des Argentiniers ohne Chance. Zwei Minuten später parierte der Schweizer gegen Messi dann stark (18.), auch gegen Turan war Sommer zur Stelle (27.).(SERVICE: Die Statistiken des Spiels)

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Angetrieben von rund 7000 mitgereisten Gladbacher Fans waren die Gäste zwar bemüht, Nadelstiche zu setzen, doch der Weg in die Spitze war weit. André Hahn hatte als einziger Stürmer einen schweren Stand. Wenn sich dann doch einmal Räume boten, agierte die Borussia im Spiel nach vorne viel zu unpräzise. Mit dem knappen Rückstand zur Pause waren die Gladbacher bei ihrem ersten offiziellen Pflichtspiel im Camp Nou noch gut bedient, 28 Prozent Ballbesitz hatten die Gäste im ersten Durchgang lediglich. 

Auch nach dem Wechsel änderte sich nichts: Barca spielte, Barca kombinierte und Gladbach schaute zu. Besonders auf der linken Abwehrseite wurden die Lücken immer größer. Nico Elvedi und Nico Schulz hatten erhebliche Probleme.

Die Gastgeber nutzten dies eiskalt aus. Erst köpfte Turan nach Hereingabe von Denis Suarez ein, dann traf der türkische Nationalspieler nach Vorarbeit von Aleix Vidal und schließlich machte er den Hattrick binnen 18 Minuten perfekt.

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