Schalke schwärmt von "bestem Spiel seit dem Sommer"
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Gelsenkirchen - Schalke macht durch einen Sieg gegen Galatasaray einen wichtigen Schritt Richtung Achtelfinale der Champions League. Burgstaller und Uth treffen für Königsblau.

Dank der glänzend aufgelegten Guido Burgstaller und Mark Uth hat der FC Schalke 04 seinen Aufwärtstrend auch in der Champions League fortgesetzt und einen Riesenschritt in Richtung Achtelfinale gemacht. Die Königsblauen siegten am 4. Spieltag gegen Galatasaray Istanbul mit 2:0 (1:0) und bleiben in der Königsklasse ungeschlagen. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Der Österreicher Burgstaller hatte die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco vor 54.740 Zuschauern schon in der 4. Minute nach einem bösen Patzer von Gäste-Torwart Fernando Muslera in Führung gebracht. Der emsige Nationalspieler Uth belohnte überlegene Schalker mit seinem zweiten Saisontor für die Knappen (57.) nach Vorlage von Burgstaller und machte den dritten Pflichtspielsieg binnen sieben Tagen perfekt. (SERVICE: Die Tabelle der Gruppe D)

"Von Burgi war das ein super Tor, den muss man erst einmal so machen mit dem Linken. Auch Mark macht ihn super rein. Es ist schon gut, wenn die Jungs treffen und sich belohnen. Sie reiben sich schon die ganze Zeit auf", fand Tedesco bei Sky lobende Worte für seine beiden Torschützen.

Zugleich rief er das Ende der S04-Krise aus: "Wir wissen, woher wir kommen. Die Phase ist trotzdem jetzt so langsam abgehakt. In der Liga wird man es logischerweise tabellarisch noch ein bisschen mitschleppen."

Auch Manager Christian Heidel war "sehr, sehr zufrieden." Man merke, dass "nun alles mit etwas mehr Leichtigkeit geht", sagte Heidel und fügte mit Blick auf das Ziel K.o.-Runde an: "Ich habe noch nicht gerechnet, aber wir sind der Sache ein gutes Stück nähergekommen." (Die Stimmen zum Spiel)

Mit acht Punkten hat Schalke in der Gruppe D nun glänzende Aussichten auf das Achtelfinale. Ein Sieg im vorletzten Gruppenspiel beim portugiesischen Meister FC Porto am 28. November würde schon den Einzug in die K.o.-Phase bedeuten.

Galatasaray-Keeper Muslera patzt

"Galatasaray ist auswärts aus meiner Sicht gefährlicher. Sie können sich da auf das Wesentliche fokussieren", hatte Tedesco vor der Partie gewarnt. Zumindest Gäste-Torwart Muslera misslang diese Konzentration gleich zu Spielbeginn völlig: Bei einem Ausflug an den Strafraumrand ließ er den eigentlich schon abgefangenen Ball wieder aus den Händen rutschen. Burgstaller reagierte blitzschnell und zirkelte den Ball aus spitzem Winkel ins verwaiste Tor. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan)

Tedesco hatte seine Startaufstellung im Vergleich zum 3:1 in der Bundesliga gegen Hannover 96 am Samstag auf zwei Positionen verändert und bewies mit der Hereinnahme von Rudy und vor allem Burgstaller ein glückliches Händchen. Kapitän und Stammtorwart Ralf Fährmann stand nach auskurierten Adduktorenproblemen erstmals seit fünf Pflichtspielen wieder im Kader, nahm aber auf der Bank Platz.

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Galatasaray mit schlampigem Konterspiel

Da Galatasaray nach der frühen Schalker Führung geschockt wirkte, war dessen Ersatzmann Alexander Nübel erst nach 17 Minuten gefordert. Einen gefährlichen Konter der Türken entschärfte der U21-Nationaltorwart geistesgegenwärtig vor dem eigenen Sechzehner. Elf Minuten später verzog Garry Rodrigues knapp, ansonsten spielte Galatasaray seine Konter oft zu schlampig aus.

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Die größeren Spielanteile in einer temporeichen Partie hatten die Schalker, doch ließen diese beste Chancen liegen. Nach 21 Minuten hatte Amine Harit das 2:0 auf dem Fuß, doch der Marokkaner drosch den Ball aus acht Metern über das Tor. Auch Rudy mit einem Pfostenschuss aus der Distanz (38.) und kurz darauf Burgstaller (39.) verpassten das zweite Tor, das schon zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen wäre.

Auch nach dem Seitenwechsel behielt die Partie ihre intensive, aber faire Gangart. Die Türken kamen entschlossen aus der Kabine, doch Schalke hielt dagegen und erwischte Galatasaray in der 57. Minute kalt: Burgstaller bediente Uth von der rechten Seite, dieser vollendete aus elf Metern. In der Folge war die Gegenwehr der Gäste endgültig gebrochen.

 

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