Robert Lewandowski erklärt Interview-Boykott
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München - Robert Lewandowski begründet das monatelange Schweigen in diesem Sommer mit der seiner Meinung nach falschen Berichterstattung. Er habe Ruhe haben wollen.

Robert Lewandowski hat sein monatelanges Schweigen in diesem Sommer begründet.

"Ende der letzten Saison und am Anfang dieser Saison habe ich viele Gerüchte und Blödsinn über mich gehört. Das war der Moment, wo ich nichts mehr sagen, sondern mich auf dem Platz auf Fußball fokussieren und Tore schießen wollte", erklärte der Stürmer des FC Bayern nach seinem Doppelpack beim 2:0 gegen AEK Athen auf SPORT1-Nachfrage.

"Wenn man manchmal sieht, was da steht und gar nichts stimmt, tut das weh. Dann muss man sich auf dem Platz zeigen. Das war meine Entscheidung. Ich wollte Ruhe haben. Für mich war es keine perfekte Zeit. Es gab viele Artikel über mich, die waren kompletter Blödsinn. Deswegen habe ich es so entschieden."

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Kovac überredet Lewandowski zum Bleiben

Um Lewandowski hatte es in der Sommer-Transferperiode Gerüchte gegeben, er habe einen Wechsel erzwingen wollen. In einem Sport-Bild-Interview hatte der Pole im August erklärt, dass er sich im Frühjahr mit Angeboten anderer Klubs beschäftigt habe, weil er sich von Bayerns Bossen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß nicht wertgeschätzt fühlte. Er habe sich dann aber doch von einem Verbleib überzeugen lassen, unter anderem vom neuen Coach Niko Kovac.

Anschließend schwieg der Torjäger bis Oktober erneut. In seiner polnischen Heimat meinte er dann im Gespräch mit Sportowe Fakty, dass die Bayern bis zu seinem Vertragsende 2021 nicht um seine Loyalität fürchten müssen. Dennoch übte er auch Kritik an seinem Arbeitgeber.

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"Mir hat einiges nicht gepasst"

"Ich hatte einige Angebote von verschiedenen Vereinen", sagte Lewandowski damals. "Als ich festgestellt hatte, dass eine seltsame Politik betrieben wird, entschloss ich mich dazu, offen über die Angebote zu sprechen. Ich habe damit signalisiert: Wenn so vielen Leuten bei mir was nicht passt, kann ich auch gehen."

Das Kuriose dabei: "Ich wusste aber, dass die Antwort - egal, bei welchem Angebot - heißen wird: 'Nein, nein und nein.'" Dennoch sah er sich genötigt, den Mund aufzumachen. "Mir hat bei Bayern einiges nicht gepasst, und ich musste das ansprechen."

Robben steigt ins Training ein

In dieser Saison hat der 30-Jährige in 15 Pflichtspielen 13 Tore erzielt. Beim Reservisten-Training am Donnerstagmorgen fehlte Lewandowski wie auch die anderen Spieler, die tags zuvor gegen Athen in der Startelf standen.

Dafür mischte Arjen Robben wieder auf dem Platz mit, zumindest teilweise. Der Holländer verpasste das Spiel gegen die schwachen Griechen wegen einer Knieblockade, absolvierte aber unter den Augen von Kovac Teile des Vormittagstrainings mit. Auf dem Programm standen unter anderem koordinative Übungen und Passformen.

Vor einer Spielform auf engem Feld (Ballhalten) und nach einem kurzen Gespräch mit Kovac und Fitness-Chef Holger Broich ging Robben um 11.35 Uhr jedoch vorzeitig in die Kabine. Sollte der 35-Jährige für den BVB-Knaller rechtzeitig fit werden, könnte er für den zuletzt formschwachen Franck Ribery in die Startelf rutschen - und Lewandowski mit Zuspielen füttern.

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