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Die Tottenham Hotspur müssen gegen Ajax Amsterdam bereits in der ersten Halbzeit wechseln. Jan Vertonghen wird bei einem Zusammenprall hart erwischt.

Schlimme Szenen um Jan Vertonghen von den Tottenham Hotspur.

Der benommen wirkende Verteidiger der Spurs musste in der ersten Halbzeit gegen Ajax Amsterdam (0:1) nach einem heftigen Zusammenprall ausgewechselt werden. Von zwei Betreuern gestützt, wurde er vom Feld geleitet. 

Nach dem Spiel gab Vertonghen selbst trotz des bösen Crashs Entwarnung. Der Abwehrspieler schritt durch die Mixed Zone, nur ein kleines Pflaster zierte seine Nase. "Keine Gehirnerschütterung, nichts gebrochen", wird Verthongen von Journalist Kristof Terreur bei Twitter zitiert. Dass der Spurs-Profi die Kollision tatsächlich so unbeschadet überstanden haben soll, verwundert mit Blick auf die TV-Aufnahmen. 

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Blutiger Zusammenprall bei Verthongen

Der 32-Jährige war in der 31. Minute zu einem Kopfballduell mit Teamkollege Toby Alderweireld und Ajax-Keeper Andre Onana hochgestiegen, dabei traf er mit seiner Nase den Hinterkopf des Teamkollegen. Vertonghen musste minutenlang auf dem Platz behandelt werden, blutete stark aus der Nase und spuckte sogar Blut.

Jan Vertonghen ist nach seiner schweren Kopfverletzung gegen Ajax weiter in neurologischer Behandlung
Auch Trainer Mauricio Pochettino musste Jan Vertonghen stützen © Getty Images

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Nachdem die Ärzte die Blutung stillen konnten und Vertonghen sein Trikot gewechselt hatte, betrat er zwar wieder das Spielfeld. Nicht einmal eine Minute später taumelte der Belgier jedoch und schaffte es gerade noch an die Seitenlinie, wo er sichtbar benommen in die Kabine geführt wurde.

Für den Routinier wurde nach 39 Minuten Moussa Sissoko eingewechselt, es bestand der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung. Tottenhams Trainer Mauricio Pochettino erklärte, er habe die Entscheidung, Vertonghen weiter spielen zu lassen, nicht getroffen. "Die medizinische Abteilung folgte dem Protokoll und ich war nicht involviert. Aber jetzt ist er okay, er geht wieder und ist entspannter. Ich hoffe, dass es kein großes Problem ist. Wir werden ihn weiter beobachten, weil es ein harter Treffer war." 

Experte macht Spurs-Ärzten Vorwürfe

Der ESPN-Experte Taylor Twellman verurteilte das Verhalten der Spurs-Ärzte derweil aufs Schärfste: "Vertonghen durfte UNTER KEINEN UMSTÄNDEN zurück aufs Feld kommen…ABSCHEULICHE und ERBÄRMLICHE Entscheidung der medizinischen Abteilung von Tottenham", twitterte der ehemalige US-Nationalspieler.

Twellman hatte sich bei einem Zusammenstoß auf dem Feld einst selbst eine Kopfverletzung zugezogen. Die Gehirnerschütterung, die er damals erlitt, wurde nicht richtig diagnostiziert. Nach dem Crash absolvierte er nur noch wenige Spiele. 

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