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Barcelona - Der FC Barcelona siegt deutlich gegen den FC Liverpool und darf mehr denn je vom Finale der Champions League träumen. Lionel Messi und Marc-André ter Stegen überragen.

Jürgen Klopp und dem FC Liverpool droht nach einer Bruchlandung in Camp Nou sowohl in der Meisterschaft als auch in der Champions League zum Saisonende ein böses Erwachen.

Nach einer 0:3 (0:1)-Niederlage des Bayern-Bezwingers im Gigantentreffen beim FC Barcelona benötigt der Tabellenzweite der Premier League im Halbfinal-Rückspiel am kommenden Dienstag an der heimischen Anfield Road fast schon ein Wunder, um das Team von Superstar Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-André ter Stegen zu eliminieren.

Messi erzielt 600. Tor für Barca

Luis Suarez (26.) und Messi (75. und 82.) mit seinem 599. und 600. Barca-Treffer erzielten die Tore für den alten und neuen spanischen Meister, der weiter vom Triple träumen darf. Klopp konnte indes auch im neunten Anlauf als Trainer auf spanischem Boden nicht gewinnen.

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Im Vorjahr war der frühere BVB-Coach mit den Reds erst im Endspiel um den Henkelpott an Rekordsieger Real Madrid gescheitert. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

"Es geht darum, Tore zu schießen und keine zu kriegen. Das haben wir nicht so gut hinbekommen, aber wir haben gut gespielt", sagte Klopp nach dem Spiel bei Sky. "Das war ein geiles Fußballspiel. Ich habe Spaß an dem Spiel gehabt, außer dem Ergebnis fand ich alles gut."

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Vidal überraschend in der Startelf

"Es war ein sehr intensives Spiel. Unabhängig vom Resultat war es fantastisch anzuschauen. Ich glaube, wir haben es ordentlich gemacht, gut verteidigt. Daran müssen wir anknüpfen. Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen, aber das heißt nichts. Das wird ein harter Kampf", sagte ter Stegen mit Blick auf das Rückspiel und hatte ein Sonderlob für Messi parat: "Natürlich, wenn er solche Tore macht, ist er sehr entscheidend."

Klopp hatte in seiner Startelf auf den früheren Hoffenheimer Roberto Firmino verzichtet, der nach überstandenen Leistenproblemen zunächst auf der Bank saß. "Wir müssen mutig auftreten", hatte Klopp kurz vor dem Anpfiff gefordert.

Die LFC-Profis kamen vor 98.299 Zuschauern dem Wunsch ihres Coaches nach und machten von Beginn an Dampf. Der ägyptische Superstar Mohamed Salah wagte sich bereits in der zweiten Minute aus der Deckung, sein Schuss wurde aber geblockt.

Kurz darauf hatte der frühere Bundesligaprofi Ivan Rakitic die erste Möglichkeit für die Hausherren, bei denen etwas überraschend der frühere Bayer-Profi Arturo Vidal (31) in der Anfangsformation stand und dazu beitrug, dass Barcelona die älteste Startelf seiner Champions-League-Geschichte (29 Jahre und 210 Tage) aufs Feld schickte.

Suarez mit Premierentor

In der Folge entwickelte sich eine rasante Partie, in der Messi erstmals mit einem Fernschuss nach einer Viertelstunde auf sich aufmerksam machte. Ansonsten hatte die von Virgil van Dijk angeführte Liverpool-Defensive den fünfmaligen Weltfußballer bis zur Schlussphase gut im Griff. Pech hatten die Gäste, dass der ehemalige Leipziger Naby Keita nach einem Zusammenprall mit Rakitic bereits in der 24. Minute ausgewechselt werden musste.  

  

Zwei Minuten später verhinderte der für Keita eingewechselte Jordan Henderson das Zuspiel von Jordi Alba nicht, Luis Suarez erzielte seinen ersten Treffer im laufenden Wettbewerb. Es war zugleich das 500. Tor für Barcelona in der Königsklasse.

Liverpool ließ sich von diesem Gegentreffer aber nicht aus dem Gleichgewicht bringen und agierte weiter auf Augenhöhe. Sadio Mane vergab in der 36. Minute eine große Chance zum Ausgleich.

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Ter Stegen überragend - Messi unnachahmlich

Nach der Pause riss Liverpool nach und nach die Partie an sich. Die Gäste waren nah am Ausgleich, aber ter Stegen verhinderte einen Tag nach seinem 27. Geburtstag zunächst gegen Salah (53.) und kurz darauf gegen James Milner (59.) einen Treffer der Reds.

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Auf der Gegenseite machte es Messi besser: Erst musste der Argentinier nach einem Lattentreffer von Suarez nur noch einschieben, kurz darauf setzte er einen Freistoß zauberhaft in den Winkel. Es waren seine Tore elf und zwölf in dieser Champions League. Salah traf zwei Minuten später aus kurzer Distanz nur den Pfosten.

In der Schlussphase hatten beide Teams noch große Möglichkeiten, ein Tor fiel jedoch nicht mehr.

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