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Liverpool - Der FC Liverpool schafft gegen den FC Barcelona ein historisches Comeback und zieht ins Finale der Champions League ein. Ein ehemaliger Wolfsburger wird zum Helden.

Jürgen Klopp stand Arm in Arm mit seinen Helden vor dem "Kop" und lauschte der Fußball-Hymne schlechthin: Die Fans des FC Liverpool schmetterten "You'll never walk alone" in ohrenbetäubender Lautstärke und feierten ihr Team. 

Neben Klopp lauschte der verletzt fehlende Mohamed Salah, der mit seinem T-Shirt-Aufdruck "Never give up" den Glauben an ein historisches Comeback vorlebte.

Statt dem erwarteten ersten Knockout in der Woche der Wahrheit dürfen die Reds plötzlich vom Double träumen.

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Am Sonntag entscheidet sich das dramatische Meister-Rennen in der Premier League, im Zweikampf mit Manchester City muss Liverpool jedoch auf einen Patzer der Citizens hoffen. Ganz in eigener Hand hat Liverpool aber einen anderen Titel: Die Champions League.

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Origi schwärmt von "unglaublichem Abend"

Nach einer magischen Nacht an der Anfield Road hat der deutsche Teammanager das Wunder geschafft und die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel gegen den FC Barcelona gedreht. Dank der Doppel-Torschützen Georginio Wijnaldum und Divock Origi und einer unglaublichen Energieleistung schafften die Reds zum zweiten Mal in Folge den Einzug ins Finale der Königsklasse.

Der 18-malige englische Meister setzte sich im Halbfinal-Rückspiel vor eigenem Publikum mit 4:0 (1:0) gegen Barca um Superstar Lionel Messi durch, das als klarer Favorit auf die Insel gereist war. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Origi (7., 79.) sowie der zur Halbzeit eingewechselte Wijnaldum (54., 56.) sorgten dafür, dass Liverpool zum vierten Mal ins Endspiel der Königsklasse einzog und weiter vom zweiten Champions-League-Titel nach 2005 träumen darf. Für Klopp ist es das dritte Endspiel im wichtigsten Klubwettbewerb der Welt.

"Das kann man nur schwer in Worte fassen, das war ein unglaublicher Abend. Von meinen Toren werde ich ein Leben lang träumen", sagte ein überglücklicher "Matchwinner" Origi bei Sky, nachdem er zuvor in den Armen von Klopp gelegen hatte.

Salah und Firmino müssen passen

Liverpool trifft im Finale der Königsklasse am 1. Juni im Estadio Metropolitano in Madrid auf Ajax Amsterdam oder Tottenham Hotspur.

Ajax hatte das Hinspiel in London 1:0 gewonnen und ist damit im Rückspiel am Mittwoch in Amsterdam im Vorteil.

Vor 55.212 Zuschauern im ausverkauften Hexenkessel Anfield Road versuchten die Hausherren auch ohne ihre verletzten Ausnahmestürmer Salah und Roberto Firmino von Beginn an, das Unmögliche möglich zu machen. Der ehemalige Wolfsburger Origi, der Salah ersetzte, und der frühere Bayern-Profi Xherdan Shaqiri stürmten an der Seite von Sadio Mane und setzten die Katalanen früh unter Druck.

Alisson rettet gegen Messi

Nachdem ter Stegen den Ball nach einem Schuss von Liverpools Kapitän Jordan Henderson noch abwehren konnte, war Origi zur Stelle und erzielte seinen ersten Champions-League-Treffer der Saison. Beflügelt von der Führung und dem fantastischen Publikum blieb Liverpool im Vollgas-Modus und schnürte Barcelona in der ersten Viertelstunde am eigenen Strafraum ein.

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Messi, im Hinspiel zweifacher Torschütze der Spanier, gab nach einer Viertelstunde den ersten Warnschuss der Gäste ab, die sich nach und nach aus der Umklammerung befreiten und bei Kontern vor allem durch ihren Kapitän brandgefährlich waren. In der 19. Minute verhinderte LFC-Keeper Alisson gegen Messi Schlimmeres. Auf der Gegenseite rettete ter Stegen (24.) gegen den starken Andrew Robertson.

Ter Stegen sieht unglücklich aus

Nach der Pause erhöhte Liverpool das Risiko, wurde dadurch aber bei Kontern noch anfälliger. Barcelona blieb durch Messi und Luis Suarez jederzeit gefährlich.

Nachdem ter Stegen zunächst gegen Virgil van Dijk (51.) retten konnte, machte er beim 0:2 durch Wijnaldum keine gute Figur.

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Barca pennt vorm 0:4

Nur 120 Sekunden später verwandelte der Niederländer mit seinem zweiten Champions-League-Treffer in dieser Saison die Arena in ein Tollhaus, ehe Origi die Sensation perfekt machte.

Dabei profitierten die Reds von einer unglaublichen Schläfrigkeit der Gäste. Liverpools Trent Alexander-Arnold brachte blitzschnell eine Ecke in den Strafraum, Origi war zur Stelle und Barcelona k.o. Zuvor war der Rechtsverteidiger noch abgedreht, drehte sich dann jedoch schnell und passte auf Origi, der im Fünf-Meter-Raum komplett allein war. Gegenspieler Gerard Piqué hatte sich die Schuhe gebunden.

Für die Katalanen war es das zweite Waterloo nach 2018, als man im Viertelfinale nach einem 4:1-Heimsieg bei AS Rom 0:3 verlor und ebenfalls ausschied.

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