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Liverpool - Der FC Liverpool dreht einen 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel und zieht durch den Erfolg gegen den FC Barcelona ins Finale der Champions League ein. Die Stimmen zum Spiel.

Was für ein Abend! Der FC Liverpool siegt im Rückspiel des Champions-League-Halbfinales gegen den FC Barcelona mit 4:0 und steht im Finale - und das ohne Mohamed Salah und Roberto Firmino. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

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Georgino Wijnaldum und Divock Origi trafen jeweils doppelt und brachten Anfield damit zum Explodieren. Die Reds treffen nun am 1. Juni auf den Sieger des Duelles der Tottenham Hotspur gegen Ajax Amsterdam.

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SPORT1 fasst die Stimmen von SkyDAZN und der Mixed Zone zusammen:

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Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Einer Mannschaft, die gar nicht dran glaubt, kannst du nicht vermitteln, was möglich ist. Meine Mannschaft hat nach dem Spiel in Barcelona schon das Gefühl gehabt, dass noch etwas drin ist. Es ist ein bisschen schwer zu kommunizieren, wenn du in Barcelona 0:3 verlierst. Aber intern haben die Jungs schon das Gefühl gehabt, wir können nochmal etwas probieren. Ich hab ihnen heute vor dem Spiel gesagt: 'Normalerweise ist es unmöglich, aber weil ihr es seid, haben wir eine Chance.'"

… auf die Frage, ob er an das Weiterkommen geglaubt hat: "Ja, an die Chance auf jeden Fall - nicht daran, dass es klappt. Das muss ich auch sagen. Aber das brauchst du vor dem Spiel auch gar nicht. Du musst nicht mehr tun, als an die Chance glauben. Und im Spiel musst du daran arbeiten, dass es eine bleibt. Ich habe vor dem Spiel gesagt, selbst wenn es 0:0 steht nach 80 Minuten, in zehn Minuten können verrückte Sachen passieren, da kann man drei, vier Tore schießen. Deshalb war für uns wichtig, dass wir auf der einen Seite sehr wild sind, aber uns zwischendurch auch beruhigen. Wir müssen nicht die ganze Zeit bei denen im Strafraum stehen und auf das Tor schießen. Wir müssen in den richtigen Momenten da sein. Unser Pressing in der ersten Halbzeit war sensationell. Dennoch haben wir offensiv ein paar Sachen übersehen, unsere Außenverteidiger übersehen. Das wollten wir auch noch besser machen in der zweiten Halbzeit. Ansonsten war es eine tolle erste Halbzeit. 1:0 vorne und die Emotionen im Stadion waren Wahnsinn."

… über das 4:0: "Das war eine Idee von Trent Alexander-Arnold, 20 Jahre alt, in Liverpool geboren. Das ist ein Kerl. Standardsituationen sind bei uns mittlerweile ein großes Thema. Die Jungs machen da einen sensationellen Job, wir verwenden viel Zeit darauf. Die Idee ist in dem Moment entstanden. Wir wollten schnelle Standardsituationen haben. Bei Ecken ist das etwas schwieriger. Da waren genau zwei Leute. Trent sieht ihn. Es ist unglaublich. Ich habe draußen gestanden, habe noch mit irgendjemandem gequatscht, ich sehe nur einen Ball ins Tor fliegen. Ich drehe mich um, Ben Woodburn, unser anderer Jungstar guckt mich an und sagt: 'What happened?' Ich habe den Ball nicht kommen sehen und habe auch nicht gesehen, wer das Tor geschossen hat."

"Wir mussten zu aller Mentalität und dem Kampf auch frech sein. Das war wichtig. Sich aufzuraffen, wenn du 0:3 hinten liegst, ist schwer. Aber die Jungs haben es gemacht. Das sind einfach Mentalitätsgiganten, das ist nicht anders zu sagen."

... über die Bedeutung des Abends: "Ich hoffe, dass ich mich in 50 Jahren noch daran erinnern kann, das wäre richtig cool. Das war der Plan vor dem Spiel, dass wir ein paar Geschichten kreieren, die wir unseren Enkeln noch erzählen können. Ich habe Divock gesagt: ‚Jetzt musst du nur noch dafür sorgen, dass du Kinder machst und die dann auch noch produktiv werden. Es ist eine außergewöhnliche Nacht. Ich habe Spieler auf dem Platz nach dem Spiel gehabt, die haben geweint. Das haut dich hier um. Es war sehr speziell und ich bin glücklich, dass ich dabei sein durfte."

Divock Origi (FC Liverpool): "Es ist schwierig, das in Worte zu fassen. Es war ein absolut unglaublicher Abend. Natürlich haben auch die Fans ihren Teil dazu beigetragen. Von diesen Toren werde ich noch ein Leben lang träumen."

… über das 4:0: "Vor dem Spiel habe ich lange mit meiner Familie gesprochen. Sie sagten, es wird mein Moment. Es ist schwierig, das mit anderen Momenten aus meiner Karriere zu vergleichen. Aber es ist natürlich einer der schönsten Momente."

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… über Klopp: "Nicht nur Klopp, sondern alle haben ihren Teil dazu beigetragen."

 … über die Ecke zum 4:0: "Ja, die war einstudiert. Klopp sagt im Training, wir müssen schnell reagieren können, wenn es die Räume gibt bei so einer Ecke. Ich habe gesehen, dass Barcelona unaufmerksam war und habe den Ball gefordert."

Jordan Henderson (FC Liverpool): "Unglaublich. Ich glaube nicht, dass viele uns noch eine Chance gaben. Wir wussten, es wird schwer, aber möglich. Der Glaube, den wir in der Kabine hatten, war unfassbar. Wir wussten, dass es etwas Besonderes in Anfield werden kann. Wir wollten schnell beginnen, das frühe Tor half uns. Doch es war nicht nur das Tor, wir konnten sie unter Druck setzen. Wir wussten, wenn wir Persönlichkeit und Herz zeigen, haben wir eine Chance."

Luis Suarez (FC Barcelona): "Es ist undenkbar, dass wir als Barcelona zwei Tore in etwas mehr als einer Minute bekommen. Das vierte Tor haben wir wie Kinder verteidigt. Wir müssen sehr selbstkritisch die Geschehnisse analysieren. Es ist das zweite Mal, dass das passiert. Wir können nicht die selben Fehler zwei Jahre in Folge machen. Wir sind richtig sauer und wir fühlen den Schmerz."

Ernesto Valverde (Trainer FC Barcelona): "Es tut uns leid für die Fans. Wir spielen, um sie stolz zu machen. Jeder erwartet, dass wir immer gewinnen, aber wir haben verloren - auf sehr schmerzhafte Art und Weise. Dass ist das erste Spiel, das wir in dieser Saison in der Champions League verlieren, aber wir sind raus. Das Schmerzhafteste ist aber, dass wir die Geschehnisse von Rom (Barca schied nach einem 4:1-Sieg im Heimspiel bei der AS Rom aus, d. Red.) wiederholt haben. Es passierte letzte Saison und es ist jetzt wieder passiert. Aber wenn du 0:4 verlierst, hast du keine Entschuldigungen. Sie waren besser als wir und das müssen wir akzeptieren."

... über seine Zukunft: "Ich weiß nicht, wie das meine Zukunft beeinflusst. Wir hatten noch keine Zeit, um darüber nachzudenken. Aber jetzt sind wir hier und der Trainer muss die Verantwortung übernehmen."

Josep Maria Bertomeu (Präsident FC Barcelona): "Wir müssen jetzt wieder in die Spur kommen, weil wir spielen noch ein Pokalfinale. Es liegen schwierige Tage vor uns, aber wir müssen weitermachen. Es wird die Zeit kommen, um darüber nachzudenken, was falsch lief. Das Gleiche ist in Rom im vergangenen Jahr passiert. Es ist schwer zu erklären, wir werden es intern klären."

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