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Karl-Heinz Rummenigge meldet sich in der Causa Manuel Neuer vs. Marc-André ter Stegen zu Wort. Der Bayern-Boss macht dem DFB deutliche Vorwürfe.

Karl-Heinz Rummenigge hat in der schwelenden Debatte um die Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft den Umgang des DFB mit Manuel Neuer scharf kritisiert.

"Was mir nicht gefällt in der Geschichte, ist ganz einfach das irritierende Verhalten des DFB. Da wird nie so richtig Klartext gesprochen", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern vor der Champions-League-Partie der Münchner gegen Roter Stern Belgrad bei Sky:

"Man lässt das Thema in der Öffentlichkeit wabern. Und es wird zum Teil schon auf dem Rücken von Manuel ausgetragen. Und das finde ich nicht fair."

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Rummenigge vermisst "Dankbarkeit gegenüber einem Mann, der 90 Mal für Deutschland gespielt hat und für dieses Land alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt."

Zwar bescheinigte der Ex-Nationalspieler auch Neuers Konkurrent Marc-André ter Stegen "Weltklasseformat", für den FCB-Torhüter spreche allerdings seine "überragende Erfahrung".

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Rummenigge schließt Neuer-Rücktritt nicht aus

Daher sei es an der Zeit, "einem Spieler wie Manuel ganz einfach den Rücken zu stärken". Geschieht das nicht, hält Rummenigge einen im Raum stehenden Rücktritt Neuers aus dem DFB-Team nach der EM 2020 nicht für ausgeschlossen.  

"Das ist mir nicht bekannt, aber wenn das stimmen sollte, wird das unter anderem auch das Resultat solcher Geschichten sein", machte der 63-Jährige deutlich. "Der EM-Titel ist für uns alle und für micht ein großer Traum, aber ich stehe im Hier und Jetzt. Ich denke nicht über den Sommer hinaus," hatte Neuer vor wenigen Tagen in Hamburg auf SPORT1-Nachfrage erklärt.

Bei den Bayern hingegen wird Neuer wohl noch länger zwischen den Pfosten stehen. "Ich weiß nur, dass wir einen Vertrag mit ihm haben, der darüber hinausgeht (über die EM 2020, d. Red.). Und ich glaube, dass wir diesen auch nochmal verlängern werden", erklärte Rummenigge.

"Wir wissen, welche Qualität er hat. Wir fühlen diese Dankbarkeit und ich würde mir wünschen, dass Deutschland oder die Nationalmannschaft das auch ein bisschen mit einbringen würde", schloss der Bayern-Boss.

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