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Javi Martínez und Lucas Hernández verletzen sich in der Champions League bei Olympiakos Piräus und müssen ausgewechselt werden. Die Bayern-Sorgen werden immer größer.

Den FC Bayern plagen immer größere Personalprobleme in der Innenverteidigung:

Nach dem Kreuzbandriss von Niklas Süle am Samstag gegen den FC Augsburg verletzten sich in der Champions League bei Olympiakos Piräus (3:2) Lucas Hernández und Javi Martínez.

Der Spanier musste in der Halbzeit mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden, Hernández zog sich Mitte der zweiten Halbzeit womöglich eine Blessur am Knöchel zu.

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"Es wird über mehrere Wochen gehen"

"Lucas hat starke Schmerzen an der Knöchelinnenseite", erklärte Trainer Nico Kovac nach der Partie bei Sky, Bayerns Ärzte fürchten nach einer ersten Diagnose eine Bänderverletzung beim Franzosen. Das Stadion verließ der Weltmeister auf Krücken.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic fügte hinzu: "Es ist sicher ein Band angerissen. Dr. Müller-Wohlfarth hat jetzt die erste Diagnose gestellt, es wird über mehrere Wochen gehen." Der Bayern-Manager gab gleichzeitig den Verantwortlichen der französischen Nationalmannschaft eine Mitverantwortung an der Hernández-Verletzung.

"Karl-Heinz-Rummenigge hat in der vergangenen Woche interveniert, bevor der Spieler zur Nationalmannschaft gegangen ist. Dass er trotzdem gespielt hat, hat mir nicht gefallen. Dr. Müller-Wohlfahrt ist ein Experte, was das betrifft. Das ärgert mich schon. Ich will keinem die Schuld geben, aber man muss Leuten wie Dr. Müller-Wohlfahrt vertrauen."

Der französische Fußball-Verband hatte Hernández zur Nationalmannschaft eingeladen, obwohl Bayerns Mannschafts-Arzt sein Veto eingelegt hatte. Nachdem Hernández im ersten Spiel noch pausiert hatte, setzte Nationaltrainer Didier Deschamps den Innenverteidiger beim 1:1 gegen die Türkei in Paris über 90 Minuten ein. 

Auch am vergangenen Samstag wurde der frühere Atlético-Star beim 2:2 in Augsburg eingesetzt und bekam dort bereits einen Schlag von Marco Richter ab.   

Nur noch drei gesunde Innenverteidiger im Kader

Der schon zu Saisonbeginn verletzte Neuzugang hielt sich nach einem Zweikampf das rechte Sprunggelenk und wurde gestützt von zwei Betreuern vom Platz gebracht. Für den Franzosen kam Jérôme Boateng in die Partie, Martínez wurde von Corentin Tolisso ersetzt.

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Kovac erklärte, er habe den Spanier wegen muskulärer Probleme vorsorglich aus der Partie genommen. "Martínez hatte in der ersten Halbzeit muskuläre Probleme, da wollten wir kein Risiko eingehen. Daher haben wir reagiert."

Die Verletzung sei aber "nicht so schlimm." Leichte Sorgen gibt es auch um Serge Gnabry. Der Nationalspieler habe "auch etwas gespürt", so Salihamidzic.

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Mit Benjamin Pavard, Boateng und Talent Lars Lukas Mai stehen dem FCB nur noch drei gesunde Innenverteidiger zur Verfügung, zur Not könnte auch noch David Alaba innen aushelfen. Nach der Verletzung von Süle hatte FCB-Präsident Uli Hoeneß eine Neuverpflichtung noch kategorisch ausgeschlossen.

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