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Hans-Joachim Watzke hofft auf einen Liga-Neustart so schnell wie möglich
Hans-Joachim Watzke hofft auf einen Liga-Neustart so schnell wie möglich © Getty Images
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München und Dortmund - Vor dem Achtelfinale in der Champions League gegen Paris spricht BVB-Boss Watzke über das Wiedersehen mit Tuchel und den Schlüssel zum Erfolg für seine Mannschaft.

Für Borussia Dortmund geht es nun auch in der Champions League in die entscheidende Phase der Saison.

Am Dienstag empfängt der BVB den französischen Serienmeister Paris Saint-Germain im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse. Dabei kommt es nicht nur zur Begegnung mit einer der besten Offensivreihen Europas, sondern auch mit Ex-Trainer Thomas Tuchel. (Champions League: Borussia Dortmund - Paris Saint-Germain, Di. ab 21 Uhr im LIVETICKER)

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erinnert sich mit gemischten Gefühlen an das Wiedersehen mit dem Coach, der nicht unbedingt in Freundschaft den Verein verlassen hat. "Wir haben zwei Jahre gut zusammengearbeitet, und zum Schluss wurde es etwas zäh. Aber das ist drei Jahre her", sagte Watzke bei DAZN.

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Watzke: Tuchel ein großartiger Trainer

Dennoch sei Tuchel ein großartiger Trainer, "und wenn ich ihn sehe, werde ich ihn sicherlich begrüßen und denke, dass er das auch tun wird", erklärte der 60-Jährige.

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Im Achtelfinal-Duell sieht er die Franzosen als favorisiert an, vor allem wegen der Offensive. "Was Thomas Tuchel in der Offensive für Möglichkeiten hat - so etwas gibt es vielleicht kein zweites Mal im europäischen Fußball. Das ist schon der Wahnsinn", sagte Watzke über Kylian Mbappé, Neymar und Co. 

Allerdings stünden die Gäste auch auch unter größerem Druck, ist sich Watzke sicher: "Gleichzeitig ist in Paris Druck auf dem Kessel. PSG und die Investoren aus Katar wollen mehr als das Achtelfinale erreichen."

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Watzke trauert Alcácer nicht nach

Wenn seine Mannschaft aber zwei gute Tage erwische, "haben wir die Chance, Paris auszuschalten". Zumal man nun in Erling Haaland auch einen außergewöhnlichen Spieler habe. "Es gibt nicht viele, die 1,94 Meter groß und so schnell sind. Eigentlich fällt mir da sonst niemand ein", so Watzke. 

Der mit der Haaland-Verpflichtung einhergehende Abschied von Paco Alcácer hat beim BVB nach Empfinden des Bosses keine großen Spuren hinterlassen. "Es ging nicht um einen zweiten Stürmer, sondern um einen anderen Stürmer-Entwurf. Die Rolle von Paco können bei uns auch andere Spieler übernehmen. Aber einen Typen wie Erling hatten wir vorher nicht", erklärte Watzke. 

"Die Entscheidung, Paco abzugeben, war einfach. Ein Mittelstürmer, der nicht spielt, ist schnell unzufrieden. Sein großes Ziel ist die Europameisterschaft 2020, und die hätte er bei einem Verbleib wohl verpasst. Die wirtschaftliche Komponente war beim Verkauf von Paco nicht entscheidend. Das Geld hätten wir auch im Sommer bekommen."

Liverpool als großes Vorbild

Um dies zu schaffen, sei es aber unabdingbar, dass das Team vorne wie hinten an seine Grenzen gehe. "Wir müssen gieriger sein, unser Tor zu verteidigen. Und nicht nur gierig sein, das nächste Tor zu erzielen. Das ist der entscheidende Punkt", erklärte der BVB-Boss und sieht in diesem Punkt den FC Liverpool als Vorbild: "Wenn ich mir anschaue, wie Mane, Salah und Firmino beim FC Liverpool nach hinten mitarbeiten, ist das schon beispielhaft."

Um auch in Sachen Defensivstärke so nah wie möglich ans Team des ehemaligen Dortmunder Trainers Jürgen Klopp heranzukommen, haben die Westfalen Emre Can - einen ehemaligen Liverpooler - verpflichtet. "Wenn ein Emre Can als Nationalspieler mit einer gewissen Mentalität auf den Markt kommt, denkt man darüber nach", sagte Watzke: " Bei Can waren und sind wir überzeugt, dass er uns im Gesamtpaket weiterhelfen kann."

   

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