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Dortmund und Madrid - Der BVB besiegt im Achtelfinalhinspiel der Champions League Paris Saint-Germain. Thomas Tuchel hadert, Hans-Joachim Watzke ist begeistert. Die Stimmen.

Der BVB feiert einen Sieg im Achtelfinalhinspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain. Erling Haaland brachte sein Team mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße im Duell mit Thomas Tuchel.

Außerdem glänzten die Dortmunder mit Ausnahme des Gegentreffers mit einer starken Abwehrleistung. (Die Ergebnisse der Champions League) Für das Rückspiel in Paris verschafften sich die Dortmunder eine ordentliche Ausgangsposition. Ein Remis reicht bereits für das Weiterkommen.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke lobte nach dem Spiel die starke Leistung seines Teams. Zudem stichelte er gegen die Pariser. PSG-Trainer Tuchel haderte mit der hohen Belastung seiner Mannschaft. (Die Ergebnisse der Champions League)

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SPORT1 hat die Stimmen von Sky, DAZN und aus der Mixed Zone zusammengefasst.

Hans-Joachim Watzke (Vorstandschef BVB):

… über die schwache Leistung von Mbappe und Neymar:

"Wir haben es so gut verteidigt, dass sie sich nicht durchsetzen konnten. Das war ja im Prinzip gegen den FC Barcelona genau das Gleiche. Zuhaus haben wir 0:0 gespielt, hätten das Spiel auch gewinnen müssen. Auch damals haben wir die Barca-Topspieler nicht zur Entfaltung kommen lassen. Die Mannschaft hat es heute einfach toll gemacht, das muss man sagen. Für die Zuschauer war es ein großer Abend."

... über Haaland:

"Er ist schon eine Naturgewalt, das merkt man. Er hat unfassbar Spaß, einen unglaublichen Willen. Beim Tor sieht man ja wie er anläuft und schießt, dass er ihn auch machen will. Er ist ein richtiget Torjäger, insofern sind wir froh, dass wir ihn haben."

… über ein Handshake mit Tuchel:

"Bisher ging das nicht, er hat ja die Mannschaft vorbereitet, ich hatte heute eher repräsentative Dinge zu tun. Vielleicht laufen wir uns ja gleich noch einmal über den Weg, dann wird es den geben, das ist gar keine Frage. Ich habe schon einhundertmal gesagt, Tuchel ist ein guter Trainer, wir haben eine gemeinsame Zeit gehabt, dann haben sich die Wege getrennt, aber es trägt keiner mehr was nach."

… über das Rückspiel:

"Ich glaube, dass wir gute Chancen haben. Wir wissen natürlich, Paris wird auch da sehr stark sein. Sie haben wahrscheinlich immer noch das Déjà-vu von Manchester vom letzten Jahr im Kopf. Für sie bricht ja die Welt zusammen, wenn sie ausscheiden. Von daher sind wir psychologisch ein bisschen im Vorteil."

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Lucien Favre (Trainer BVB):

... über die Leistung seiner Spieler: "Meine Mannschaft hat das defensiv und offensiv sehr gut gemacht. Das Spiel war aber insgesamt sehr gut."

... über Erling Haaland: "Er ist im Strafraum immer bereit. Seine Bewegung beim 2:1, sein Tempowechsel, das ist einfach gut."

... über die Chancen fürs Rückspiel: "Das ist natürlich ein gefährliches Ergebnis. Aber wir haben erst einmal gewonnen und deshalb sind wir zufrieden."

… über die nächsten Spiele in der Bundesliga: "Wir nehmen die Stimmung heute mit. Wir haben alles gegeben. Man hat gesehen, dass das gesamte Publikum sehr zufrieden war und nicht nur die gelbe Wand (die Südtribüne, Anm. d. Red.)."

Erling Haaland (BVB):

… über seine Leistung:

"Ich weiß, dass mich noch verbessern muss. Das hat man heute gesehen, ich arbeite weiter."

... über die Torjägerkanone in der CL:

"Ich muss weiterarbeiten. Ich will vorne in der Torjägerliste stehen."

... über das 2:1: "Ich habe nicht viel darüber nachgedacht, sondern den Moment genossen. Das sind die Momente, auf die du hinarbeitest. Das ist fantastisch."

… über die Leistung des BVB:

"Wir haben ein Tor reingelassen. Wir müssen uns verbessern und sehen dann, was in Paris dabei herauskommt."

Emre Can (BVB):

"Es gibt kein perfektes Spiel. Es war sein sehr gutes Spiel, wir haben extrem gut verteidigt. Man hat uns immer vorgeworfen, dass wir das nicht können. Ein großes Kompliment an die Mannschaft."

.. über die  Körperlichkeit

"Die hat nie gefehlt. Wenn wir als Mannschaft verteidigen, jeder seinen Teil dazu beiträgt, dann können wir das, egal gegen welche Mannschaft. Heute haben wir das bewiesen, Paris hatte nur ein oder zwei Chancen. Das muss man gegen so eine Mannschaft erst einmal schaffen."

Beim Gegentor haben wir einen Fehler gemacht. Das passiert gegen Paris. Wir haben das Spiel gewonnen, es ist aber erst Halbzeit. Wir haben noch ein Spiel in Paris, das extrem schwer wird. Aber wir können es schaffen, wenn wir genauso als Mannschaft zusammenhalten.

... über seine Zukunft:

"Ich freu mich, hier zu sein. Es ist geil, hier im Stadion zu spielen, es macht einen Riesenspaß. Ich hoffe, dass wir eine sehr erfolgreiche Zeit zusammen haben werden."

Thomas Tuchel (Trainer Paris Saint-Germain):

"Man hat uns ein bisschen angemerkt, dass wir doppelt so viele Spiele im Januar und Februar hatten. Durch unsere Verletzten mussten einige ein paar Spiele zu viel machen. Außerdem hatten wir heute ein paar Jungs drauf, die nicht im Rhythmus sind. Ich fand, das hat man uns angemerkt. Dazu hatten wir zu wenig Ballbesitz und zu viele Fehler. Wir waren nicht schlau genug, haben zu viele Bälle verloren und hatten keine Struktur für das Gegenpressing. Das Spiel war zu offen. Dann hatten wir in einer Phase, in der ich das Gefühl hatte, das Dortmund ein bisschen ins Schwimmen kommt, und uns mehr Räume bietet, das Tor bekommen.Es ist natürlich schwierig für uns, aber es steht 2:1 und es ist Halbzeit. Jetzt gibt es ein paar Spiele dazwischen, um Rhythmus zu kriegen....

über die Probleme von Neymar und Mbappé: "Gerade für 'Ney' ist es nicht einfach, er hat 16 Tage kein Spiel gemacht, musste vier, fünf Spiele auslassen. Gerade für ihn ist es wichtig, im Rhythmus zu bleiben. Ney wiederum ist unendlich wichtig für Kylian (Mbappé), weil es zwischen ihnen eine Symbiose gibt. Wenn bei Ney ein paar Steine im Getriebe sind und er sich schwer tut, dann merkt man das sofort. Es ist wie ein Uhrwerk, wo ein Sandkorn das Ganze ein bisschen stören kann."

… über Erling Haaland: "Dieser Junge ist ein Tier. Er hat eine Präsenz und eine Energie und ist einfach schwer zu stoppen. Ich fand aber, dass wir ihn eigentlich gut und auch hart verteidigt haben. Das erste Tor war ja ein Abstauber."

… über die Chancen fürs Rückspiel: "Wir müssen in den richtigen Momenten sauberer spielen, so dass die Physis in dieser Partie weniger Gewicht bekommt. Wenn wir es schaffen, präziser, schneller und mehr in die Tiefe in der gegnerischen Hälfte zu spielen, dann gibt es auch weniger Konter, weil dann die Wege weiter sind. Dazu müssen wir strukturierter und disziplinierter agieren und es muss klarer sein, wo wir das Risiko nehmen. Da müssen wir ein besseres Gefühl für entwickeln, denn nur dann ist auch ein gutes Gegenpressing möglich."

Meistgelesene Artikel

Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool):

"Wir haben erst Halbzeit und jetzt eine sehr lange Pause, in der wir uns vorbereiten können. Die zweite Halbzeit dürfen wir dann glücklicherweise in Anfield spielen. Da wird es dann anders aussehen. Atlético hat in der Box überragend verteidigt. Dadurch haben wir keine klaren Situationen gehabt. Unser Gegenpressing war höchstes Level. Gegen einen Gegner mit so einer Spielanlage ist es das Dümmste, was dir passieren kann, wenn du eine Kiste kassierst."

über die falsche Einwurf-Entscheidung vor dem Gegentor

"Ich kenne meine Jungs jetzt schon lange. Wenn sie sich so aufregen, dann ist es hundertprozentig richtig, was sie sagen. Die Lautstärke hat eben doch kurz mal die Richtung beeinflusst. Das hat natürlich das Spiel ein bisschen entschieden, weil daraus das Tor entstanden ist."

über die Auswechslung von Sadio Mané

"Sadio ist aus dem Spiel genommen worden. Nicht ich habe ihn rausgenommen, sondern sein Gegenspieler. Die erste Gelbe Karte in so einem Spiel bekommt ein Offensivspieler von uns. Das ist an sich schon mal witzig. Dann steht er kurz vor der Gelb-Roten. Da muss man natürlich reagieren." 

Virgil van Dijk (Liverpool):

über die falsche Einwurf-Entscheidung vor dem Gegentor

"Jeder hat gesehen, dass Morata da zuletzt am Ball war. Er hat ihn zuletzt berührt. Ich habe dann die Abwehr irgendwie organisiert. Das war aber schwierig, weil ich nicht mit einem Einwurf für Atlético gerechnet habe. Dann habe ich den Ball blöd zur Ecke geklärt, plötzlich lag der Ball vor den Füßen von Saul. Und dann ist es passiert."

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