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München - Lucas Hernández bekommt gegenüber Alphonso Davies aktuell den Vorzug. Genau aus den Gründen, weshalb der FC Bayern für den Franzosen eine Rekordsumme bezahlt hat.

Vor 58 Tagen war Alphonso Davies einer der umjubelten Triple-Helden beim FC Bayern. Furios und spektakulär beackerte er die linke Seite der Münchner und verdrängte Lucas Hernández selbst im Finale der Champions League auf die Bank.

Knapp zwei Monate später hat sich das Blatt überraschend schnell gewendet. 

SPORT1 fragte bei Cheftrainer Hansi Flick nach: Warum ist Hernández derzeit gesetzt und Davies vorerst außen vor? 

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"Lucas sieht sich eher als Innenverteidiger, aber spielt die Position des Außenverteidigers sehr gut. Er bringt uns eine gewisse Qualität, auch im Spiel gegen den Ball. Ich bin sehr zufrieden. Er hat in der Endphase der letzten Saison gezeigt, wo er seine Stärken hat. Er zeigt die jetzt auch von Anfang an in dieser Saison", erklärt der Cheftrainer vor dem ersten Gruppenspiel der Münchner, das trotz der Corona-Infektion von Serge Gnabry wie geplant stattfinden kann (Champions League: FC Bayern - Atlético Madrid ab 21 Uhr im LIVETICKER). 

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Nach SPORT1-Informationen ist der 24-Jährige auch deshalb gesetzt, weil er in das Spiel der Bayern eine gesunde Portion Aggressivität reinbringt. Hernández‘ körperbetonter und galliger Spielstil unterscheidet sich von dem seiner Defensiv-Kollegen um Niklas Süle, David Alaba, Jérôme Boateng, Bouna Sarr und Benjamin Pavard. Zudem ist der Weltmeister von 2018 schnell und wirkt auch am Ball sicherer als in der Vorsaison.  

Hernández ist endlich richtig fit

Auffällig: Der 85-Millionen-Rekordtransfer ist nach seiner Innenband- und Sprunggelenks-OP endlich fit! "Letzte Saison hatte er nach seiner Verletzung noch eine Verletzung und kam schwer rein", sagt auch Flick. 

"Es war ein schwieriges Jahr. Ein neuer Ort, eine neue Sprache. Ich bin allein ohne meine Familie gekommen. Ich konnte aber die Zeit nutzen, um zu reflektieren. Ich habe hier für fünf Jahre unterschrieben und will mich beweisen", sagt Hernández. Das tut er derzeit, denn "ich fühle mich gut".

Dass er noch nicht in der Innenvereidigung spielt, sei ihm "eigentlich egal". "Phonzie (Davies, Anm. d. Red.) und ich sind Super-Spieler, die beide spielen könnten. Im Moment vertraut der Trainer mir vielleicht ein bisschen mehr und das möchte ich auch rechtfertigen", sagt er.  

Steckt Davies im Tief? 

Frische und Leichtigkeit zeichnen Hernández derzeit aus, Davies nicht. "Alphonso hatte vielleicht ein Tief, aber er bekommt all unsere Unterstützung", sagt Flick.

"Allein durch seine Schnelligkeit und seine Dynamik tut er unserem Spiel sehr gut. Daher ist es wichtig, dass er wieder in die Spur kommt. Im Abschlusstraining hat er mir sehr gut gefallen. Da war er viel präsenter als in den Spielen zuvor. Das ist bei so einem jungen Spieler nach so einer überragenden Saison auch ein bisschen normal. Das muss er verarbeiten. Wir müssen ihn unterstützen und helfen.”

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Sehr wahrscheinlich ist, dass Hernández auch am heutigen Mittwochabend den Vorzug vor Davies auf der Position des Linksverteidigers erhält. Für Hernández gewissermaßen eine Ironie des Schicksals, denn ausgerechnet zum Champions-League-Auftakt gegen seinen Ex-Verein Atlético Madrid ist er beim FC Bayern endlich gesetzt.  

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"Wenn man gegen Atlético spielen muss, ist das immer schwer", warnt Hernández. "Hinten stehen sie sehr gut und können mit den guten Einzelspielern vorne weh tun. Wir müssen aufpassen." 

Bayerns Rekordtransfer hat Großes vor 

Schlusswort Hernández, der mit den Münchnern in seinem ersten Jahr das Triple gewann: "Wir zählen sicher wieder zu den Favoriten. Bei uns herrscht ein guter Konkurrenzkampf und wir wollen die Erfolge der Vorsaison wiederholen." 

Aus Sicht von Hernández als Stammspieler und Aggressive-Leader, nicht als Reservist.  

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