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München und Budapest - Das Wunder in der Champions League bleibt aus. Borussia Mönchengladbach ist nach einem Fehlstart gegen Manchester City chancenlos. De Bruyne trifft traumhaft.

Die Champions-League-Sensation ist ausgeblieben, für Borussia Mönchengladbach ist im Achtelfinale der Königsklasse Endstation.

Die kriselnden Gladbacher von Trainer Marco Rose unterlagen im Rückspiel in Budapest Manchester City verdient mit 0:2 (0:2), nachdem sie bereits im Hinspiel mit dem gleichen Ergebnis verloren hatten. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Gladbachs Horrorserie fand damit ihre Fortsetzung: Seit der Bekanntgabe von Roses Wechsel zu Borussia Dortmund Mitte Februar hat Gladbach nun sieben Spiele in Serie verloren. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

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"Der Gegner war heute einfach bärenstark, das muss man neidlos anerkennen. Manchester war heute eine Nummer zu groß für uns", sagte Rose bei Sky. Ähnlich äußerte sich Kapitän Lars Stindl: "Wir haben gegen die momentan beste Mannschaft der Welt gespielt. Wir haben uns viel vorgenommen, aber nach dem 0:1 war es schwierig. Sie haben uns regelrecht aufgefressen im Pressing." (Gladbachs Spieler in der Einzelkritik)

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De Bruyne und Gündogan treffen für City

Der Ex-Wolfsburger Kevin De Bruyne hatte City nach zwölf Minuten mit einem traumhaften Schlenzer aus 17 Metern auf die Siegerstraße gebracht, sechs Minuten später stellte Ilkay Gündogan bereits auf 2:0. 

Für Gündogan war es insgesamt bereits sein neunter Treffer in der Champions League für City - damit hat er laut Opta sogar Lukas Podolski als erfolgsreichen deutschen Torschützen für ein ausländisches Team überholt. Zudem ist der Nationalspieler nun auch der treffsicherste Deutsche in den fünf besten europäischen Ligen.

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Nach nicht einmal 20 Minuten war damit der Stecker gezogen. In der Folge ließ es die Startruppe von Teammanager Pep Guardiola lockerer angehen, hatte aber stets alles im Griff.

Rose voller Hoffnung vor Anstoß

"Mit einem 1:0 im Rücken kann noch was gehen", hatte Rose vor Anstoß voller Hoffnung gesagt und angekündigt, "ins Risiko gehen" zu wollen. Der bullige Embolo ersetzte den zuletzt glücklosen Alassane Plea und griff im Verbund mit Marcus Thuram und Kapitän Lars Stindl die City-Defensive früh an. Der Ertrag war allerdings überschaubar.

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Doch von einer Führung war die Borussia von Beginn an weit entfernt. Manchesters Passmaschine um Nationalspieler Gündogan lief auf Hochtouren und leistete sich gegen die auf Konter lauernden Gladbacher fast keine Fehler.

Der 20 Jahre alte Phil Foden zwang Yann Sommer (7.) zu einer ersten Parade, auf der Gegenseite sorgte Breel Embolo mit einem abgefälschten Schuss immerhin für etwas Gefahr (8.).

Gündogan weiter in Topform

Kurz darauf ging es es dann für die überforderte Borussia-Abwehr viel zu schnell - und für City viel zu einfach.

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Erst hämmerte De Bruyne den Ball mit links zur Führung unter die Latte, wenig später düpierte Foden mit einem klugen Pass auf Gündogan die Defensive des fünfmaligen deutschen Meisters. Der seit Wochen stark aufspielende Gündogan schob ein, die Gladbacher Chancen sanken quasi auf Null.

ManCity schaltete nun einen Gang zurück, behielt aber stets die Kontrolle. Immerhin: Gladbach steckte nicht auf und hatte kurz vor der Pause die Chance zum Anschluss, als der agile Embolo knapp am rechten Pfosten vorbeischoss (41.).

Gladbach kommt kaum an den Ball

In den ersten 45 Minuten verzeichnete die in der Bundesliga auf Rang zehn abgerutschte Borussia nur 22,2 Prozent Ballbesitz, aber immerhin drei Schüsse aufs Tor - mehr als im gesamten Hinspiel.

Nach der Pause fehlte es der Begegnung sowohl an Spannung als auch an Tempo. Gladbach war angesichts der ständigen Positionswechsel bei City überfordert, verhinderte aber zumindest eine höhere Pleite.

Sollte die Borussia am Samstagabend im Krisen-Gipfel bei Schlusslicht Schalke 04 Pleite Nummer acht kassieren, wäre dies die Einstellung des Vereinsrekords aus dem Jahr 1989 und würde wohl die ohnehin erzürnten Fans endgültig auf die Barrikaden bringen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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