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München - Auch Gladbach kann den Lauf von Ilkay Gündogan nicht stoppen. Pep Guardiola zeigt sich begeistert. Der Coach ermöglicht die neue Torgefährlichkeit von Gündogan.

Die überragenden Leistungen von Ilkay Gündogan in den vergangenen Monaten haben sogar City-Trainer Pep Guardiola ins Schwärmen gebracht.

"Er ist einer der intelligentesten Spieler, die ich je trainiert habe, die ich je gesehen habe. In dieser Saison läuft es für ihn einfach. Er hatte immer diese Qualitäten, mit Ilkay bin ich rundum zufrieden", lobte Guardiola, nachdem seine Truppe zuvor den Einzug ins Viertelfinale der Champions League perfekt gemacht hatte. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Wie bereits im Hinspiel setzte sich Manchester City im Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:0 durch. Und wie so häufig in dieser Spielzeit befand sich auch Gündogan unter den Torschützen. (EINZELKRITIK: 5 x Note 5 für Gladbach)

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"Er hatte immer diesen Torinstinkt. Er ist ein unglaublich netter Typ. Ich werde die gemeinsame Zeit mit Ilkay mein Leben lang nicht vergessen", sagte Ex-Bayern-Trainer Guardiola über den deutschen Nationalspieler. (Die Stimmen zum Gladbach-Aus)

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Gündogan trifft besser als beim BVB

Den Torinstinkt mag Gündogan immer gehabt haben - doch deutlich sichtbar wurde er erst in dieser Saison. So war es wettbewerbsübergreifend schon sein 15. Saisontreffer, womit er der beste Torschütze von Manchester City ist - als Mittelfeldspieler.

Damit ist der 30-Jährige nun der treffsicherste Deutsche in den fünf besten europäischen Ligen vor Monaco-Angreifer Kevin Volland (14). Mit seinem insgesamt neunten Treffer in der Champions League für City hat er laut Opta zudem sogar Lukas Podolski als erfolgreichsten deutschen Torschützen für ein ausländisches Team überholt.

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Bei Borussia Dortmund werden sie sich fragen, wo dieser Torinstinkt zu seinen BVB-Zeiten versteckt war. Denn dort brauchte Gündogan fünf Jahre und 157 Spiele, um ebenfalls auf 15 Tore wettbewerbsübergreifend zu kommen.

Doch auch in den vier Spielzeiten in Manchester zuvor waren ihm lediglich 22 Treffer geglückt. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

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Wie Guardiola ihn so torgefährliche machte

Woher kommt also plötzlich diese neue Torgefährlichkeit Gündogans?

Die Antwort lautet Pep Guardiola beziehungsweise die offensivere Rolle, die Gündogan in dessen aktuellem System einnimmt. In seiner neuer dauerhaften Rolle als Achter ist er viel öfter und schneller im Strafraum, um die guten Vorlagen seiner Mitspieler zu verwerten.

"Er hatte immer viel mehr zu bieten als nur ein Abräumer zu sein, und jetzt zeigt er es. Er kann Tore schießen, er kann Tore vorbereiten, und wenn man sich das Timing seiner Läufe in den Strafraum ansieht, ist er auch sehr intelligent - und er ist ein Teamplayer", sagte bereits Ex-City-Spieler Micah Richards über ihn.

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Manchester City spielt ohne Mittelstürmer

Zudem hilft es Gündogan, dass bei City keine Mittelstürmer mehr den Strafraum besetzen. Da die einzigen echten Mittelstürmer im Kader - Sergio Agüero und Gabriel Jesus - verletzt oder krank lange Zeit fehlten, hatte sich der Katalane ein neues System überlegt.

Das zeigte er auch gegen Gladbach. Mit Ausnahme von Flügelangreifer Riyad Mahrez standen nur Mittelfeldspieler, Abwehrmänner plus Torwart Ederson auf dem Platz. Aber Mahrez ist ebenfalls kein Spieler, der im Strafraum nur auf Bälle wartet. Daher lassen sich bei City ständig offensivere Spieler fallen und andere stoßen wieder in die so entstehenden Lücken.

Dadurch erhalten besonders die zentralen Mittelfeldspieler Chancen auf viele Tore - doch keiner nutzt sie so gut wie Gündogan. Auch deshalb wurde er in der Premier League sowohl im Januar als auch im Februar zum besten Spieler gewählt.

Das jüngste Lob von Guardiola dürfte für ihn aber noch eine größere Auszeichnung sein.

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