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Der HSV feiert Doppelpacker Pierre-Michel Lasogga
Pierre-Michel Lasogga (r.) ballert den HSV ins Pokal-Achtelfinale © Getty Images
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München - Der HSV siegt in der zweiten Runde des DFB-Pokals glanzlos beim SV Wehen Wiesbaden. Der FC Augsburg setzt sich in der Verlängerung gegen Mainz 05 durch.

Der Hamburger SV ist mit einiger Mühe und Not ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

Der Zweitligist siegte dank eines Doppelpacks von Pierre-Michel Lasogga (21. und 51.) und eines Treffers von Douglas Santos (90.+7) mit 3:0 beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden, der mehrere hochkarätige Chancen liegen ließ.

Der HSV feierte sechs Tage vor dem Zweitliga-Spitzenspiel am Montag gegen Mitabsteiger 1. FC Köln unter seinem neuen Trainer Hannes Wolf den zweiten Sieg im zweiten Spiel und zog erst zum dritten Mal in den vergangenen acht Jahren ins Achtelfinale ein. 

"Wir haben die Pflicht erfüllt, auch wenn wir uns teilweise schwer getan haben. Ich bin natürlich froh, dass ich mit meinen beiden Treffern etwas zum Erfolg beitragen konnte", sagte Lasogga.

Wolf freute sich vor allem über das Weiterkommen: "Wir hatten in einigen Momenten das entscheidende Quäntchen Glück und waren vorne drei Mal sehr effektiv."

Augsburg siegt nach Verlängerung

Dank Angreifer Caiuby hat der FC Augsburg das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Der Brasilianer traf in der 105. Minute per Kopf zum 3:2 (2:2, 1:2) gegen Mainz 05, nachdem die Mannschaft von Trainer Manuel Baum in einem munteren Spiel bereits kurz vor dem Aus gestanden hatte.

Bis zur 87. Minute war Augsburg zurückgelegen, dann war es Michael Gregoritsch, der den Gastgebern als Retter in höchster Not zunächst den Ausgleich und damit die Verlängerung bescherte.

Philipp Mwene (19.) und Robin Quaison (45.) erzielten die Treffer für die lange Zeit besseren Mainzer, die in der vergangenen Saison im Viertelfinale am späteren Pokalsieger Eintracht Frankfurt gescheitert waren.

Augsburg, das ohne den geschonten Regisseur Daniel Baier offensiv unstrukturiert und uninspiriert wirkte, kam durch ein Eigentor des Mainzer Mannschaftskapitäns Stefan Bell (40.) zum zwischenzeitlichen 1:1.

Heidenheim souverän

Der 1. FC Heidenheim steht zum dritten Mal im Achtelfinale des DFB-Pokals. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt hatte im Zweitrundenspiel gegen den Ligarivalen SV Sandhausen beim 3:0 (2:0) keine Mühe.

Kapitän Marc Schnatterer (8., Foulelfmeter) und Nikola Dovedan (20./86.) trafen vor 4300 Zuschauern für den FCH. Sandhausen kassierte im dritten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Uwe Koschinat die erste Niederlage.

Schock-Start für Fortuna

Fortuna Düsseldorf hat eine erneute Überraschung des Pokalsiegerbesiegers SSV Ulm souverän verhindert und einen ersten kleinen Schritt aus der Krise gemacht. Das angeschlagene Bundesliga-Schlusslicht gewann das Zweitrunden-Duell beim Regionalligisten ohne Probleme mit 5:1 (4:1) und feierte nach fünf Ligapleiten in Serie im DFB-Pokal ein Erfolgserlebnis.

Ardian Morina hatte Außenseiter Ulm, der in der ersten Runde sensationell Pokalsieger Eintracht Frankfurt (2:1) ausgeschaltet hatte, bereits nach rekordverdächtigen 13 (!) Sekunden in Führung gebracht.

Alle Infos zur zweiten Runde im Volkswagen Pokalfieber am Donnerstag ab 18.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1

Für die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel, der trotz der jüngsten Enttäuschungen eine Jobgarantie erhalten hatte, glich der zuletzt glücklose Marvin Ducksch aus (15.). Rouwen Hennings (32.) und der starke Dodi Lukebakio mit zwei Treffern (37. und 43.) sorgten jedoch noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Ducksch legte nach dem Wechsel nach (70.).

Hertha lässt Darmstadt keine Chance

37 Sekunden nach seiner Einwechslung hat Kapitän Vedad Ibisevic den Fußball-Bundesligisten Hertha BSC in das Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. Vor allem dank des Treffers ihres Torjägers gewannen die Berliner beim Zweitligisten Darmstadt 98 mit 2:0 (0:0) - der Traum vom ersten Finale im eigenen Stadion lebt damit weiter.

Ibisevic traf in der 65. Spielminute für die Berliner, die zuvor extrem viel Mühe mit den tapfer kämpfenden Lilien hatten. Das zweite Tor erzielte Maximilian Mittelstädt (88.).

Durch den Einzug in die Runde der letzten 16 Teams, die am kommenden Sonntag ausgelost und am 5./6. Februar ausgespielt wird, darf sich die Hertha auch über viel Geld freuen. Die Teilnahme am Achtelfinale wird mit 664.000 Euro prämiert.

Da die Berliner auf der Autobahn im Stau gestanden hatten, begann die Partie im Stadion am Böllenfalltor vor 15.000 Zuschauern mit einer Verspätung von 15 Minuten.

Paderborn lässt in Leipzig nichts anbrennen

Der SC Paderborn 07 hat seine Pflichtaufgabe in der zweiten Runde des DFB-Pokals souverän gemeistert. Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart gewann beim Fünftligisten BSG Chemie Leipzig mit 3:0 (2:0) und steht wie in der Vorsaison im Achtelfinale.

Für den SCP trafen Babacar Gueye (18., 60.) und Kapitän Uwe Hünemeier (28.) vor 4.999 Zuschauern im Alfred-Kunze-Sportpark, in dem erstmals ein Spiel unter Flutlicht stattfand. Leipzig, das in der ersten Runde den Paderborner Liga-Rivalen Jahn Regensburg mit 2:1 besiegt hatte, spielte nach der Roten Karte gegen Philipp Wendt wegen groben Foulspiels (55.) lange in Unterzahl.

Die vom früheren Bundesligacoach Dietmar Demuth trainierten Sachsen spielten zunächst mutig mit gegen die Gäste aus Ostwestfalen. Paderborn aber nutzte seine Torchancen schon früh in der Partie eiskalt aus.

Alle Dienstagsergebnisse auf einen Blick:

SV Wehen Wiesbaden - Hamburger SV 0:3
SV Rödinghausen - FC Bayern München 1:2 (zum Bericht)
1. FC Heidenheim - SV Sandhausen 3:0
FC Augsburg - 1. FSV Mainz 05 3:2 n.V.

BSG Chemie Leipzig - SC Paderborn 0:3
SSV Ulm 1846 - Fortuna Düsseldorf 1:5
Hannover 96 - VfL Wolfsburg 0:2 (zum Bericht)
SV Darmstadt 98 - Hertha BSC 0:2

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