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Der 1. FC Köln zittert sich im Elfmeterschießen beim SV Wehen Wiesbaden in die zweite Runde. Drittligist MSV Duisburg schaltet Zweitligist Greuther Fürth aus.

Schwach begonnen, kurz geglänzt, wieder nachgelassen und am Ende doch gejubelt: Mit ganz viel Schatten und wenig Licht ist der 1. FC Köln in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen.

Der Bundesliga-Aufsteiger gewann die Zitterpartie beim Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden mit 3:2 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 3:3 (2:2, 2:0) gestanden.

Matchwinner Horn

FC-Torwart Timo Horn wurde mit drei gehaltenen Elfmetern zum Held des Abends. Trotz des Erfolges hat Köln eine Woche vor dem Ligastart beim VfL Wolfsburg noch viel Arbeit vor sich. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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"Heute hat es gut geklappt, wir haben die Schützen vorher analysiert, dann ist es ein Stück weit Intuition", sagte Matchwinner Horn.

"Das war eine enge Kiste", erklärte Kölns Stürmer Simon Terodde: "Wir haben in der regulären Zeit genug Chancen gehabt, das Ding zuzumachen. Am Ende ist es ein mega-interessanter und super Wettbewerb, deswegen sind wir unendlich froh, dass wir weitergekommen sind."

Doppelpack von Lorch

Jhon Córdoba (39.) erzielte per Kopf die Führung für den viermaligen Pokalsieger, der drei der letzten vier Vorbereitungsspiele verloren hatte. Mit einem herrlichen Seitfallzieher erhöhte Florian Kainz (42.) noch vor der Pause. Ebenfalls mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten glich Jeremias Lorch (53./56.) aber für den Außenseiter aus.

In der Verlängerung brachte FC-Joker Louis Schaub (107.) sechs Minuten nach seiner Einwechslung den Favoriten erneut in Front, ehe Daniel Kyereh (118.) das Elfmeterschießen erzwang.

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"Es gibt in der ersten Runde fast kein schwierigeres Los als einen Zweitligisten", hatte der neue Kölner Trainer Achim Beierlorzer vor der Partie gewarnt. Seine Vermutung sollte sich vor allem in der Anfangsphase bewahrheiten.

Die Gastgeber, mit zwei knappen Niederlagen in die Zweitliga-Saison gestartet, waren häufig einen Schritt schneller und leisteten sich in der Offensive deutlich weniger Fehlpässe als der Favorit. Trotzdem blieb Beierlorzer positiv, mit aufbauenden Gesten sprach er seinen schwachen Schützlingen Mut zu - und das zahlte sich aus.

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Köln kommt besser ins Spiel

Nach einer halben Stunde zog Köln vor 8.000 Zuschauern erstmals eine Art Powerplay auf, den zwei unauffälligen FC-Angreifern Anthony Modeste (29.) und Córdoba (33.) fehlten bei den ersten Abschlüssen aber noch wenige Zentimeter zur Führung. Dass der Ball kurze Zeit später dann gleich zweimal im Tor landete, sorgte nicht nur bei Beierlorzer für Erleichterung.

Der 51-Jährige, im Sommer mit viel Vorschusslorbeeren vom Zweitligisten Jahn Regensburg in die Domstadt gekommen, berief in Kingsley Schindler, Kingsley Ehizibue sowie Birger Verstraete drei Neuzugänge in die Startelf. Das Trio deutete in einigen Szenen an, sich in den kommenden Monaten tatsächlich auch als Verstärkung zu entpuppen. 

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Verstraete besaß im zentralen Mittelfeld zahlreiche Ballkontakte und versuchte, das Spiel der Kölner zu ordnen. Der schnelle Schindler bot sich immer wieder auf der rechten Außenbahn an und Ehizibue klärte nach 123 Sekunden die erste brenzlige Situation akrobatisch.

Auch im zweiten Durchgang kamen die Gastgeber besser aus der Kabine, Lorch nutzte zuerst den Abpraller von Kölns Torhüter Timo Horn zum Anschlusstreffer. Kurz danach half ihm der Innenpfosten zum Ausgleich.

Nach rund 70 Minuten hatten sich die Kölner von diesem Schock erholt, der starke Ehizibue zwang den Wiesbadener Torhüter Lukas Watkowiak mit einem Fernschuss zu einer Flugeinlage (71.). In der dritten Minute der Verlängerung traf Terodde nur das Aluminium, ehe Schaub und Daniel Kyereh für ihre Farben trafen.

Duisburg jubelt gegen Fürth

Drittligist MSV Duisburg hat unterdessen für eine kleine Überraschung gesorgt. (Spielplan des DFB-Pokals)

Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht zog durch ein 2:0 (2:0) gegen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth zum zweiten Mal hintereinander in die zweite Runde ein und wusste dabei einmal mehr in der noch jungen Saison zu überzeugen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Lukas Daschner (4.) und Tim Albutat (14.) machten den dritten Pflichtspielsieg des Zweitligaabsteigers in Folge perfekt. Bei den Gästen stand der ehemalige Duisburger Havard Nielsen erstmals in der Startformation.

Der norwegische Neuzugang hatte in der vierten Minute die Führung der Franken auf dem Fuß, die vor der Pause noch eine gute Gelegenheit durch Julian Green hatten, der aber nur das Aluminium traf. 

In der 45. Minute hatte Fürths Kapitän Marco Caligiuri Glück, dass er nach einem brutalen Foul an Moritz Stoppelkamp nur die Gelbe Karte sah.

Im dritten Spätspiel am Sonntag gewann der HSV ebenfalls im Elfmeterschießen beim Chemnitzer FC.

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