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Bremen - Werder Bremen gewinnt im Weserstadion deutlich gegen Atlas Delmenhorst. Claudio Pizarro trifft nach seiner Einwechslung doppelt und stellt einen Rekord auf.

Werder Bremen hat das Auswärtsspiel im eigenen Stadion locker gewonnen und den Sprung in die zweite Runde des DFB-Pokals geschafft:

Der Halbfinalist des Vorjahres um Trainer Florian Kohfeldt setzte sich gegen den Oberligisten Atlas Delmenhorst in dessen "Jahrhundertspiel" mit 6:1 (4:1) im Weserstadion durch. Eine Woche vor dem Bundesliga-Start wurden die Profis kaum vom klaren Außenseiter gefordert. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Yuya Osako (10.), Kapitän Niklas Moisander (19.), Milot Rashica (37.), Davy Klaassen (40.) und "Oldie" Claudio Pizarro (68., 74.) trafen für dominante Bremer, die den Festtag des kleinen Nachbarn ziemlich humorlos angingen.

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Pizarro bedankt sich bei Zeugwart

Doch der SVA ließ sich die Party nicht verderben und feierte vor allem Tom Schmidt. Der Defensivmann überwand Werder-Keeper Jiri Pavlenka per Rechtsschuss (30.) und verschwand anschließend lange in einer wilden Jubeltraube.

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Mann des Abends war aber Doppelpacker Pizarro. "Tore schießen macht mir immer viel Spaß und gibt Selbstvertrauen. Es ist auch für die Jungs wichtig, dass wir mit so einem Sieg in die Saison gestartet sind", sagte Pizarro bei Sky und bedankte sich bei Werders langjährigem Zeugwart Fritz Munder: "Wir haben lange zusammen gearbeitet, er hat mir immer einen Espresso gegeben. Ich hoffe, dass er in Zukunft glücklich wird. Ich wünsche ihm als Gute."

Atlas stellt Zuschauerrekord auf

Atlas hatte abgesehen vom Treffer noch mehr zu bejubeln. Auch einen Zuschauerrekord stellte der Klub aus der Bremer Metropolregion auf, der mit einer Ausnahmegenehmigung des DFB die Partie in der Spielstätte des Gegners ausrichten durfte. 41.500 Fußballfans strömten ins ausverkaufte Weserstadion - die bisherige Rekordmarke für eine Erstrundenpartie mit Beteiligung einer Amateur-Mannschaft wurde geknackt. (Spielplan des DFB-Pokals)

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Bislang lag hier Germania Windeck seit 2010 und dem Spiel gegen Bayern München in Köln mit 41.100 Zuschauern vorne.

Routinier Groß gibt Profidebüt

Das Duell auf dem Rasen war dagegen weniger rekordverdächtig. Werder, sechsmaliger Pokalsieger, machte von Beginn an ernst und stellte Delmenhorst mit seinem Kombinationsspiel vor unlösbare Probleme. Kohfeldt schonte seine Stars nicht, in der Innenverteidigung feierte Christian Groß sein Profidebüt bei Werder. Das 3:1 von Rashica bereitete der 30 Jahre alte nominelle Spieler der U23 mit einem feinen Chip-Pass vor.

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In der Offensive, in der auch der neue Stürmer Niclas Füllkrug ab der 61. Minute ran durfte, präsentierte sich der Favorit sehr variabel und hebelte die Fünferkette des Gastgebers ein ums andere Mal aus. 

Oldie Pizarro mit Rekord

Pizarro traf in der 68. Minute zum 5:1 gegen den Oberligisten und ist damit der zweitälteste Torschütze in der Geschichte des Wettbewerbs. Nur Karl Lambertin, einst für die Spielvereiningung Frechen aktiv, war bei seinem Treffer 1980 gegen den Bünder SV älter. Lambertin war bereits über 44 Jahre alt.

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In der 74. Minute traf der Peruaner erneut und ist damit nun zumindest der älteste Doppelpacker in der Geschichte des deutschen Pokals. Mit nunmehr 34 Treffern belegt er zudem Rang drei der erfolgreichsten Torschützen im DFB-Pokal.

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Atlas rannte, Atlas kämpfte - und musste dennoch Tor um Tor hinnehmen. Die Delmenhorster, erstmals seit 39 Jahren im DFB-Pokal, machten auch nach dem Wechsel keine Anstalten, ihre defensive Grundordnung etwas zu lockern.

Zu groß war der Klassenunterschied an diesem Samstag - der dennoch zu den größten Momenten in der Historie von Atlas Delmenhorst zählt.

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