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In der zweiten Runde des DFB-Pokals scheidet Fortuna Düsseldorf bei Rot-Weiss Essen aus, während der VfL Wolfsburg locker ins Achtelfinale zieht.

Der traditionsreiche Viertligist Rot-Weiss Essen steht nach einer Pokal-Überraschung erstmals seit 13 Jahren im Achtelfinale. (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen)

Der ungeschlagene Tabellenführer der Regionalliga West kämpfte den benachbarten Zweitligisten Fortuna Düsseldorf am Mittwoch mit 3:2 (2:1) nieder und belohnte sich zusätzlich mit 700.000 Euro Prämie. 

Pokal-Schreck Essen bleibt 2020 ungeschlagen

Essen hatte weniger Chancen, nutzte diese aber konsequent. Simon Engelmann (15.), Marco Kehl-Gomez (39.) und Oguzhan Kefkir (70.) trafen gegen den Viertelfinalisten der Vorsaison, der nach vier Liga-Siegen in Serie durch Rouwen Hennings (36.) zwischenzeitlich ausglich. Der Torjäger brachte die Gäste auch per Foulelfmeter noch einmal heran (87.).

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"Heute waren wir eiskalt vor dem Tor, das muss man sagen. Wir hatten wenig Chancen, die haben wir dann aber sofort verwertet. Wir wollten heute unbedingt gewinnen, das hat man richtig gemerkt - und wir wollten in diesem Jahr 2020 ungeschlagen bleiben. Jeder hat Gas gegeben", sagte Essens Kehl-Gomez und versicherte: "Natürlich wird noch ein bisschen gefeiert."

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Fortunas Doppeltorschütze Hennings analysierte am Sky-Mikrofon frustriert: "Viele Chance mussten wir nicht vereiteln. Aber die wenigen haben sie gemacht. Es ist bitter. Die letzten vier, fünf Minuten haben wir es nochmal mit der Brechstange versucht, leider aber nicht von Erfolg gekrönt."

Nachdem Essen die erste Düsseldorfer Druckphase und eine Riesenchance von Edgar Prib (4.) überstanden hatte, traute es sich auch nach vorne - und traf direkt. Fortuna-Torhüter Raphael Wolf hätte Engelmanns Flachschuss parieren müssen. 

Die Gäste brauchten rund 20 Minuten, um sich danach zu sortieren. Hennings krachenden Linksschuss konterte Kehl-Gomez auf dem matschigen Rasen an der Hafenstraße umgehend per Kopf. Der Fortuna fiel nichts mehr ein. Die Düsseldorfer hatten sich in der vergangenen Saison bereits im Viertelfinale beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken blamiert.

Wolfsburg spaziert locker ins Achtelfinale

Weder das Coronavirus noch der SV Sandhausen haben den VfL Wolfsburg auf dem Weg ins Pokal-Achtelfinale gestoppt. Die Niedersachsen besiegten den Zweitliga-16. mühelos mit 4:0 (3:0), schon nach 45 Minuten war die Entscheidung zugunsten des Bundesligisten gefallen. 

Mit einem abgefälschten Schuss in der 27. Minute eröffnete Yannick Gerhardt den Torreigen. Drei Minuten später war Wout Weghorst per Kopfball erfolgreich. Joao Victor (41.) überwand Sandhausens Torhüter Rick Wulle ein drittes Mal. Für den Endstand sorgte Weghorst (90.+1). (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen) 

"Das war ein Superauftritt von uns. Wir wollten uns von den schwierigen Voraussetzungen rund um Corona nicht beeindrucken lassen. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir nicht nachgelassen und hatten die totale Spielkontrolle", sagte Trainer Oliver Glasner.

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Dabei befinden sich aktuell sieben Akteure des Bundesliga-Vierten in Quarantäne, noch eine Stunde vor dem Anpfiff gesellte sich der französische Abwehrspieler Maxence Lacroix nach einem "schwach positiven Befund" hinzu. Doch gegen die überforderten Gäste fiel diese personelle Schwächung überhaupt nicht ins Gewicht. 

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Weghorst schnürt Doppelpack für ersatzgeschwächten VfL

Von der ersten Minute an gaben die Norddeutschen in der leeren Volkswagen-Arena den Ton an. Schon vor dem ersten Tor hatte Wulle seine Teamkollegen gleich dreimal vor einem noch früheren Rückstand bewahrt. Schmerzlich vermisst wurde bei den Badenern Dennis Diekmeier, der Kapitän fiel kurzfristig aus. (Ergebnisse/Spielplan des DFB-Pokals)

Vergeblich versuchte Gästetrainer Michael Schiele, seine Schützlinge zu mehr Mut in der Offensive aufzufordern. Wolfsburg war in allen Belangen das überlegene Team, VfL-Torwart Koen Casteels musste in der ersten Halbzeit keinen einzigen Schuss abwehren. Nach dem Seitenwechsel steckten die Gastgeber ungeachtet des klaren Vorsprungs nicht zurück und dominierten weiterhin das Spielgeschehen, nur zu klaren Torchancen kam es in dieser Phase nicht. Sandhausen stand aber permanent unter Druck, Entlastungsaktionen fanden weiterhin nicht statt.

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Und so sah VfL-Coach Oliver Glasner auch nach einer Stunde noch keinen Grund zu personellen Änderungen. Die Auswahl des Österreichers war auch begrenzt: Zum Auffüllen des Kaders saßen zwei Akteure aus der U23-Mannschaft auf der Bank. Immerhin: In der 64. Minute erkämpften sich die Gäste nach dem ersten sehenswerten Konter nach Wiederbeginn den ersten Eckball - dieser brachte ihnen aber auch nichts. Der starke Wulle verhinderte danach weitere Wolfsburger Treffer - bis Weghorst erneut traf.

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