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Lukas Klünter (l.) wird nach seinem Eigentor von Keeper Rune Jarstein getröstet
Lukas Klünter (l.) wird nach seinem Eigentor von Keeper Rune Jarstein getröstet © Imago
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Wolfsburg - Trotz einer couragierten Leistung verliert Hertha BSC beim VfL Wolfsburg. Ohne einen einzigen Torschuss führen die Wölfe zur Halbzeit.

Ein Eigentor von Lukas Klünter und ein Treffer von Maxence Lacroix haben für Hertha BSC die Situation im Bundesliga-Abstiegskampf weiter verschärft. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Der Treffer von Mittelfeldspieler Klünter in der 38. Minute ins eigene Netz stellte die Weichen für eine unglückliche 0:2 (0:1)-Niederlage der Berliner beim VfL Wolfsburg. Lacroix (89.) besiegelte die Hertha-Pleite in Niedersachsen.

Der VfL baute durch diesen schmeichelhaften Sieg Rang drei in der Tabelle aus und steuern die Champions League an. Dabei wäre sogar ein Sieg der Gäste alles andere als unverdient gewesen. In der 83. Minute wurde den Herthanern ein Foulelfmeter nach Videobeweis zu Recht verweigert.

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Dardai hadert und lobt seine Schützlinge

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In der 84. Minute traf Herthas Krzysztof Piatek außerdem den Pfosten. In der Nachspielzeit sah Wolfsburgs Marin Pongracic die Gelb-Rote Karte (90.+4). (Tabelle der Bundesliga)

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"Das erste Tor ist auch ein bisschen Schicksal, dann hast du gute Torchancen und verlierst trotzdem", haderte Pal Dardai nach Schlusspfiff. 

Der Cheftrainer fand allerdings auch lobende Worte für sein Team: "Wir haben eine sehr gute 2. Halbzeit gespielt. Wir müssen jetzt einfach weiterarbeiten." 

Das entscheidende 0:2 hatte Dardai mit einem sarkastischen Lächeln quittiert. Der ungarische Fußballlehrer sieht allerdings einen Silberstreif am Horizont: "Es gibt psychologischen Druck. Wichtig ist, dass wir Torchancen haben."

Auch Kapitän Niklas Stark zeigte sich nach der Partie enttäuscht: "Wir haben hier kein schlechtes Spiel gemacht, auswärts beim Tabellendritten. Auch spielerisch waren wir da. Es ist einfach bitter, dass wir mit null Punkten nach Hause fahren müssen." Hertha wartet nun schon seit neun Spielen auf einen Sieg.

Hertha mit Wolfsburg auf Augenhöhe

Schon in der ersten Halbzeit war die Mannschaft von Dardai ein absolut ebenbürtiger Gegner und ließ dem Favoriten kaum Raum für erfolgversprechende Angriffe. Sichtlich ungehalten musste VfL-Coach Oliver Glasner öfter von der Bank aus eingreifen. So hatte man den Österreicher zuletzt kaum gesehen.

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Vor dem Seitenwechsel waren die Gäste einem Treffer sogar deutlich näher als die Norddeutschen. Wolfsburgs Torhüter war in der zehnten Minute bei einem Fernschuss von Lucas Tousart gefordert und lenkte den Ball mit der Hand auf die Oberkante der Querlatte.

In der 34. Minute rettete Maximilian Arnold in letzter Sekunde gegen den einschussbereiten Matheus Cunha. (Alle Spiele und Ergebnisse)

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In dieser Phase lief die eher spannungsarme Partie komplett an Wout Weghorst vorbei. Der Wolfsburger Torjäger, bislang mit 14 Saisontoren notiert, traf nur per Kopf aus klarer Abseitsposition. Ansonsten wurde er von der geschickt gestaffelten Hertha-Defensive glänzend abgeschirmt.

Sichtlich enttäuscht und mit hängendem Kopf trottete der Niederländer nach 45 Minuten vom Rasen der Volkswagen-Arena.

Khedira und Cunha müssen verletzt raus

Der bis dahin sehr agile Cunha kehrte nach dem Seitenwechsel offenkundig wegen einer Oberschenkelblessur nicht mehr ins Spiel zurück. Um weiter in der Offensive präsent zu sein, wechselte Dardai Jhon Cordoba ein.

Doch das Verletzungspech bei der Hertha setzte sich fort. In der 54. Minute war auch für Ex-Nationalspieler Sami Khedira früh Schluss. Aber auch ohne den Weltmeister von 2014 blieb die Alte Dame gefährlich: In der 58. Minute wurde Casteels binnen weniger Sekunden gleich zweimal aus kurzer Distanz geprüft und bestand.

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Die Berliner agierten danach dominant, aber mehrfach fehlte ihren Pässen die letzte Genauigkeit. Wolfsburg beschränkte sich in dieser Phase auf das Konterspiel, brachte in der Vorwärtsbewegung aber kaum etwas zustande. 

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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