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Oliver Bierhoff verantwortet die Marketing-Aktionen der Nationalmannschaft. Nicht alle gefallen dem FC Bayern und Präsident Uli Hoeneß © imago
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München - Der DFB handelt sich eine Beschwerde des Rekordmeisters ein. Es geht um die Nutzung von Fotos einiger Bayern-Spieler für ein Werbeplakat des Sponsors Daimler.

Dem Deutschen Fußball-Bund steht nach dem blamablen WM-Aus und der nicht ausgestandenen Erdogan-Affäre weiterer Ärger ins Haus.

Mit einer PR-Aktion des Sponsors Daimler während der WM hat sich der DFB eine offizielle Beschwerde des FC Bayern bei der Deutschen Fußball Liga eingehandelt.

Nach Ansicht des deutschen Rekordmeisters verstößt ein Werbeplakat gegen die "Leitlinien zur Verwendung von Persönlichkeitsrechten und anderer Rechte der A-Nationalspieler".

Einen entsprechenden Bericht der Sport Bild bestätigte Michael Gerlinger, Direktor Recht und institutionelle Beziehungen beim FC Bayern München, nun mehreren Medien.

Zu viele Bayern-Spieler auf DFB-Plakat?

Bei dem Vorfall geht es um die Nutzung der Fotos von mehreren Bayern-Spielern für die Plakatserie "Best never rest". Darauf zu sehen sind Joshua Kimmich und Jerome Boateng.

Der Stein des Anstoßes: ein Werbeplakat mit den Bayern-Spielern Joshua Kimmich (l.) und Jerome Boateng (M.) © Mercedes

Durchaus heikel, werden die Bayern doch von Audi, einem Konkurrenten Daimlers, gesponsert. 

So wie der Rekordmeister die Leitlinien interpretiert, hätte deshalb kein einziger Akteur der Münchner auf dem Plakat abgebildet werden dürfen.

Das Argument: Audi hält mehr als fünf Prozent (nämlich 8,33 Prozent) an der FC Bayern München AG. Folglich darf der Konkurrent nicht mit Spielern des Klubs werben. So schreibt es die Welt.

Aus diesem Grund hat Gerlinger den DFB schriftlich zu einer Stellungnahme aufgefordert. 

DFB wollte Özil-Plakat ändern

Zusätzlich pikant wird der Fall dadurch, dass das betreffende Plakat offenbar kurz vor Turnierstart noch abgeändert wurde.

So kam es zum Kommunikations-Desaster beim DFB

Wie die Sport Bild schreibt, musste Mercedes auf Geheiß des DFB nach Bekanntwerden der Erdogan-Fotos noch mal Korrekturen vornehmen.

Demnach wurde Mesut Özil aus der Mitte des Plakates in den Hintergrund verrückt. Stattdessen kamen dessen Teamkollegen besser zur Geltung. Unter anderem Kimmich und Boateng.  

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