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Matthias Sammer sieht den FC Bayern trotz der jüngsten Negativerlebnisse bestens aufgestellt
Matthias Sammer war von 2006 bis 2012 Sportdirektor beim DFB © Getty Images
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Matthias Sammer bereitet die Lage der Bundesliga Sorgen. Der BVB-Berater fordert den DFB auf, eine Expertenrunde zusammenzustellen - er selbst würde auch helfen.

Der frühere Europameister und jetzige Berater von Borussia Dortmund Matthias Sammer hat nach dem deutschen Vorrundenaus bei der WM 2018 und dem zuletzt schwachen internationalen Abschneiden vieler Bundesliga-Klubs seine Hilfe angeboten.

"Ich werde nicht in ein operatives Geschäft zurückkehren. Aber wenn unsere Nationalelf oder Bundesligisten früh ausscheiden, macht mich das betroffen. Deshalb: Wenn jemand von mir etwas hören möchte, kann er das gerne haben", sagte der 50-Jährige dem Kicker.

Sammer rät zur Expertenrunde

Sammer empfiehlt dem DFB ohnehin eine Expertenrunde zusammenzustellen, die die aktuellen Probleme des deutschen Fußballs bespricht.

Diese soll im Idealfall aus DFB-Größen wie Joachim Löw und Horst Hrubesch, Vereinsbosse wie Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hans-Joachim Watzke, Ex-Stars wie Oliver Kahn, erfahrene Trainer wie Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld sowie die aktuellen Jürgen Klopp, Julian Nagelsmann und Domenico Tedesco bestehen.

"Die Fachleute sollten anfangen, die Dinge in die richtige Richtung zu lenken. Bei allen Diskussionen darüber, wer gerade was sagt, kann ich die nötige Sensibilität nicht richtig erkennen. Wenn die Anforderung die Weltspitze ist - und das muss sie sein -, müssen wir sehr kritisch diskutieren und eine Struktur finden für diese Ansprüche und Inhalte", sagte Sammer.

Sammer: "Müssen kritischer mit der Liga umgehen"

Angesichts des schwachen internationalen Abschneidens vieler Bundesliga-Klubs fordert Sammer eine knallharte Analyse: "Wir müssen mehr als kritisch mit der Liga umgehen. Wir müssen wieder die Qualität und die Mentalität, siegreich sein zu wollen, in den Mittelpunkt stellen. Was aktuell geboten wird, ist nicht ausreichend."

In den Spitzen der nationalen Fußballverbände vermisst er Persönlichkeiten. "Welche sportliche Kompetenz gibt es in den Führungsgremien bei DFB und DFL? Der Sport muss über allem stehen, wichtiger sein als Vermarktung und Merchandising", sagte Sammer.

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