Zwischen Genie und Buhmann: Özils Weg beim DFB
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Nach Mesut Özils Rücktritt aus der Nationalmannschaft geht Toni Kroos auf Distanz zu seinem Kollegen. Er selbst macht weiter beim DFB - unter einer Bedingung.

Toni Kroos hat den Rücktritt Mesüt Özils aus der deutschen Nationalmannschaft kritisiert. 

"Grundsätzlich ist Mesut ein verdienter Nationalspieler und hätte als Fußballer einen besseren Abgang verdient gehabt. Die Art und Weise seines Rücktritts war aber nicht in Ordnung", sagte Kroos der Bild.

Speziell wegen seiner umstrittenen Rücktrittserklärung, in der er DFB-Präsident Reinhard Grindel Rassismus vorgeworfen hatte, ging Kroos zu Özil auf Distanz.

Kroos: Özil-Erklärung "von Quatsch überschattet"

"Der Anteil, der in seiner Erklärung gut und richtig angesprochen wird, wird leider durch den wesentlich höheren Anteil an Quatsch überschattet", sagte er. "Ich denke, dass er selbst weiß, dass es Rassismus innerhalb der Nationalmannschaft und des DFB nicht gibt."

Kroos knöpft sich Özil vor

Bislang hatten die Nationalspieler eher zurückhaltend auf Özils Generalabrechnung mit dem Verband reagiert.

Kroos macht im DFB-Team weiter

Derweil kündigte Kroos an, seine eigene Karriere im Nationalteam fortsetzen zu wollen.

"Ich werde den Weg bis zur EM 2020 weitergehen und habe mir selbst als großes Ziel gesetzt, dass wir dort deutlich erfolgreicher sind als zuletzt", sagte er.

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Kroos räumte ein, sich in Folge der hohen Belastung bereits vor der WM Gedanken über einen Rücktritt aus dem DFB-Team gemacht zu haben. Bundestrainer Joachim Löw habe ihn letztlich zum Weitermachen überredet.

"Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Jogi Löw, der Verständnis für meine Überlegungen und Erklärungen hatte. Und der trotzdem dafür gekämpft hat, dass ich ihm erhalten bleibe", sagte Kroos. "Wir werden gemeinsam Lösungen finden, damit ich auch hier und da eine notwendige Ruhepause bekomme. Das ist aus meiner Sicht der einzige Weg und ich bin Jogi für sein Verständnis dankbar."

Frau und Sohn sagen Ja

Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM im Sommer habe er sich zuerst mit seiner Frau Jessy beraten, erklärte Kroos. Sie sei die Erste gewesen, "die gesagt hat: Schatz, so kannst du nicht zurücktreten."

Auch sein Sohn "wollte unbedingt, dass ich für Deutschland weiterspiele."

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