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Dzenis Burnic (l.) spielt heute in Zenica vor den Augen seiner Familie
Dzenis Burnic (l.) spielt heute in Zenica vor den Augen seiner Familie © Getty Images
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Dzenis Burnic ist vom BVB an Dynamo Dresden ausgeliehen und neuerdings auch U21-Nationalspieler beim DFB. Mit SPORT1 spricht er über seine Erwartungen und Ziele.

Er gilt schon lange als großes Talent, spielte bereits in der Champions League und will nun in der deutschen U21-Nationalmannschaft durchstarten.

Dzenis Burnic geht den mittlerweile fast üblichen Weg eines jungen Talents, das den Sprung auf die große Fußballbühne schaffen will. Der gebürtige Westfale, der von Borussia Dortmund an Dynamo Dresden ausgeliehen ist, geht diesen aber bedacht und steckt sich realistische Ziele.

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Mit SPORT1 spricht der 21-Jährige über seine Berufung in die U21-Auswahl, seine Ziele für die EM-Qualifikation und seine Entwicklung in der 2. Bundesliga.

Sein Trainer Cristian Fiél hatte die frohe Kunde überbracht. Im September wurde Burnic erstmals für die U21-Nationalmannschaft nominiert. Dass DFB-Trainer Stefan Kuntz ihm eine wichtige Rolle zuteilt, wurde in den ersten Auftritten bereits deutlich.

Champions-League-Debüt beim BVB

In den beiden Testspielen gegen Griechenland (2:0) und Spanien (1:1) durfte Burnic jeweils eine Halbzeit spielen, im EM-Qualifikations-Spiel gegen Wales (5:1) wurde er in der 59. Minute eingewechselt.

"Wir haben einen guten Teamspirit und verstehen uns alle gut", beschreibt er seine ersten Eindrücke von den U21-Lehrgängen. Der Weg dorthin – fast logisch. Seit der U15 durchläuft Burnic die U-Nationalmannschaften des DFB.

"Man lernt bei jedem Lehrgang etwas dazu. Ich freue mich, jetzt hier bei der U21 zu sein." Burnic backt von Haus aus kleinere Brötchen, verfolgt seine Ziele aber konsequent.

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Im Alter von acht Jahren schaffte er den Sprung zu Borussia Dortmund, gewann sowohl mit der U17 als auch mit der U19 die Deutsche Meisterschaft. Mit 17 Jahren stattete ihn der BVB mit einem Profivertrag aus, unter Thomas Tuchel wurde er sogar in der Champions League eingewechselt.

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In Dresden sofort Stammspieler

"Es gibt natürlich in jeder Karriere Höhen und Tiefen. Die hatte ich in der Vergangenheit auch", sagt Burnic heute. 2017 verlieh ihn der BVB an den VfB Stuttgart, dort kam er in nur sechs Bundesligaspielen zum Einsatz. "Natürlich war es in Stuttgart keine Top-Saison für mich. Aber ich bin froh, auch negative Aspekte kennengelernt zu haben."

Im Winter der Saison 2018/19 folgte die Ausleihe zu Dynamo Dresden. Dort nahm die Karriere von Burnic Fahrt auf. Sofort war der Sechser, der zu Beginn als Linksverteidiger aushalf, Stammspieler an der Elbe. "Es war der richtige Schritt, nach Dresden zu gehen. Ich bin froh, dort meine Spielpraxis zu bekommen."

Zukunft in der bosnischen Nationalelf?

Vor Beginn der aktuellen Spielzeit lieh Dortmund ihn abermals nach Dresden aus. An seinem Stammplatz hat sich auch nach neun Spieltagen nichts geändert. Ein Sprung zurück zum BVB ist für Burnic aber "aktuell sehr weit weg". Sein Ziel: "Ich möchte ein konstanter Bundesligaspieler werden."

Seine Auftritte in der U21-Auswahl können dabei helfen. Das EM-Qualifikations-Spiel gegen Bosnien-Herzegowina heute Abend (U21-EM-Qualifikation: Bosnien-Herzegowina - Deutschland, ab 18 Uhr im LIVETICKER) in Zenica hat für den Deutsch-Bosnier eine besondere Note. "Meine Familie kommt zum Spiel. Die wohnen ungefähr drei Stunden Fahrt entfernt. Aber in erster Linie geht es ums Spiel." 

Auch die Tür in die bosnische Nationalmannschaft lässt sich Burnic offen. "Ab und zu gab es schon Kontakt. Aber meine Jugend habe ich mit der deutschen Auswahl verbracht. Ich freu mich, hier zu sein."

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