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Fürth - Suat Serdar wurde erstmals von Bundestrainer Joachim Löw in die Nationalmannschaft berufen. Für Schalke-Legende Gerald Asamoah kein Wunder, bei dessen Stärken und seiner Entwicklung.

Diese Nominierung macht Gerald Asamoah besonders froh!

Bundestrainer Joachim Löw reagierte auf die Ausfälle von Jonas Hector (Neuromuskuläre Probleme) und Toni Kroos (Adduktorenverletzung) mit der Nachnominierung von Suat Serdar.

Erstmals berief Löw den 22 Jahre alten zentralen Mittelfeldspieler von Schalke 04 in die A-Elf und belohnte ihn damit für eine bislang starke Saison, die er bei den Königsblauen spielt. Der letzte Schalker Nationalspieler war Mark Uth.

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Serdars starke Bilanz: Nach seinem Wechsel von Mainz 05 im Vorjahr ist er unter Neu-Trainer David Wagner endlich Stammspieler, erzielte in fünf Bundesliga-Einsätzen drei Tore.

Schalke nur zwei Punkte hinter der Spitze

Mit den Schalkern steht er derzeit auf Platz 6 der Tabelle mit nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach.

"Wir haben auf einen guten Start gehofft. Aber dass wir so oben drinstehen, haben wir nicht gedacht", sagte Asamoah am Rande des Spiels der DFB-All-Stars gegen die Azzurri Legends in Fürth im Gespräch mit SPORT1. "David Wagner und seine Leute machen eine gute Arbeit. Wir wissen aber auch, dass es schnell nach hinten losgehen kann. Deswegen sind wir froh, dass wir die Punkte gesammelt haben."

Für Serdar soll es bei Löw weiter nach vorne gehen.

"Suat ist einer der talentiertesten Spieler, die ich je gesehen habe. Ich habe ihm letztes Mal gesagt: 'Junge, du weißt gar nicht, wie gut du bist.' Man merkt, dass er total Selbstvertrauen hat - auch das vom Trainer. Er liefert Woche für Woche ab, deswegen hat er es sich verdient", schwärmt der Vize-Weltmeister von 2002.

Asamoah nennt Serdars Stärken

Schalke-Legende Asamoah (380 Pflichtspiele/64 Tore) traut Serdar einiges zu bei Löw. Er selbst kann 51 Länderspiele mit sieben Toren vorweisen. "Suat ist ein Instinktfußballer, der sehr torgefährlich ist. Er ist auch technisch sehr stark, laufstark und hat einen super Schuss. Das muss er aber noch öfter einbringen. Das macht er aber dieses Jahr", lobt ihn der 41 Jahre alte Ex-Stürmer.

In DFB-Kreisen ist Serdar kein Unbekannter. Seit der U16 spielte er in allen Auswahlteams, diesen Sommer wurde er mit der U21 Vize-Europameister. Beim Testspiel gegen Argentinien am Mittwoch (Länderspiel: Deutschland - Argentinien, Mittwoch ab 20.45 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) und am Sonntag in der EM-Quali in Estland (ab 20.45 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) könnte nun sein erster Einsatz in der Löw-Elf folgen.

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"Er muss das jetzt genießen und genauso weitermachen. Für Schalke 04 ist es überragend", urteilt Asamoah. "Ich hoffe, dass ihm Jogi die Chance gibt, auch ein paar Minuten reinzukommen. Wenn man dabei ist, will man auch ein bisschen Einsatzzeit bekommen."

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Asamoah (Teammanager bei Schalke II) feierte am Montagabend indes sein Comeback beim DFB. Beim Legendenspiel gegen Italien (3:3) in Fürth trat er selbst gegen den Ball und hinterließ einen guten Eindruck.

Sein Fazit: "Es hat wirklich Spaß gemacht", sagte Asamoah - und meinte mit Blick auf weitere Einsätze für die DFB-All-Stars: "Ich hoffe, dass es so weitergeht."

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