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Nach der Roten Karte für Schalkes Trainer David Wagner sprechen bei SPORT1 zwei Offizielle über die Entscheidung. Die Meinungen sind eindeutig.

Nach dem Platzverweis für Schalkes Trainer David Wagner herrscht Verwirrung. 

Im Pokal-Achtelfinale zwischen Schalke 04 und Hertha BSC (3:2 n.V.) hatte Schalkes Mittelfeldspieler Omar Mascarell seinen Gegenspieler Jordan Torunarigha mit einem Tackling zu Boden geschickt. Wagner hatte Torunarigha mit beiden Händen aufgefangen, ihm dabei am Trikot gehalten. 

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Schiedsrichter Harm Osmers kontrollierte die Szene am Monitor und schickte Wagner schließlich mit Rot auf die Tribüne.

"Peinliche Fehlentscheidung"

Für Lutz Hangartner, Präsident des Bundes Deutscher Fußballehrer, eine nicht nachvollziehbare Entscheidung. "Ich bin eigentlich weit weg davon die Schiedsrichter zu beschuldigen, aber mich würde die Begründung von Schiedsrichter Osmers interessieren. Und auch vom Video-Assistenten. Ich bin auf der Seite des Trainers, denn das war eine peinliche Fehlentscheidung", sagte Hangartner SPORT1.

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Hangartner forderte deshalb: "Wagner muss freigesprochen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich hier von Seiten des DFB für eine Sperre ausspricht. Das wäre ein fatales Zeichen."

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Anton Nachreiner (Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses) sagte dazu bei SPORT1: "Ich muss erstmal den Bericht des Schiedsrichters abwarten. Ich weiß also nicht, warum David Wagner vom Platz gestellt wurde. Wir werden die Verhängung der Roten Karte überprüfen und vor allem danach überprüfen, ob es sich um eine offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters handelt. Das sehe ich genauso wie bei einer roten Karte gegen einen Spieler. Es muss eine schnelle Entscheidung her."

Wagner: "Desto sprachloser werde ich"

Nachreiner fügte hinzu: "Ganz verstanden habe ich die Entscheidung nicht. Nach Ansicht der Fernsehbilder hatte man den Eindruck, dass Wagner dem Spieler eher aufhelfen wollte und nicht, dass er ihn in die Mangel nehmen wollte." 

Eine Aussage, die Wagner auf einen Freispruch hoffen lässt.

Der 48-Jährige konnte die Entscheidung auch am Tag danach immer noch nicht nachvollziehen. "Je länger ich darüber nachdenke, desto sprachloser werde ich", sagte er zu SPORT1: "Ich kann es einfach nicht fassen wie man mein Verhalten dermaßen fehlinterpretieren kann." 

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