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Dortmund und Stuttgart - Real-Star Toni Kroos ist voll des Lobes für seinen Nationalmannschaftskollegen Marco Reus. Doch da der Dortmunder so häufig verletzt ist, bleibt ein großes Aber.

Marco Reus und die Nationalmannschaft - das ist eine ganz besondere Leidensgeschichte. Auf erst 44 Länderspiele (13 Tore) kommt der 31 Jahre alte BVB-Star seit 2011.

Wegen großen Verletzungspechs kam Reus, der vor neun Jahren sein Debüt unter Bundestrainer Jogi Löw (60) gefeiert hat, nur bei der EM 2012 sowie bei der enttäuschenden WM 2018 in Russland bei großen Turnieren zum Einsatz.

Die EM im kommenden Jahr bleibt Reus' großes Ziel - aber schafft er das auch? DFB-Star Toni Kroos (30) ist skeptisch.

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"Es ist nicht so, dass Marco selten ein Länderspiel oder ein Turnier verpasst hat. Ich kam leider nicht oft in den Genuss, mit ihm zusammenzuspielen", sagt der Führungsspieler schon vor dem Nations-League-Auftakt gegen Spanien auf SPORT1-Nachfrage. "Wir wissen alle, was er für ein Spieler ist - wenn er denn fit ist. Aber Marco war in den letzten Jahren auch sehr oft verletzt und war jetzt wieder lange raus."

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Die Krankenakte von Reus ist ellenlang

Reus' Krankenakte ist tatsächlich so umfangreich wie bei kaum einem anderen Top-Star. Wegen Adduktorenproblemen, zwei Außenbandrissen im Sprunggelenk, eines Zehenbruchs, eines Syndesmosebandanrisses, einer Schambeinentzündung und eines Kreuzbandrisses fiel Reus in den letzten neun Jahren in sage und schreibe 57 (!) Länderspielen verletzt aus.

Vor der erfolgreichen WM 2014 in Brasilien verletzte sich der gebürtige Dortmunder im letzten Test gegen Armenien am Sprunggelenk.

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Reus will allmählich wieder über den Verein den Anschluss beim DFB-Team finden und im Sommer dann endlich auch einen großen Titel holen. Die große Frage wird dabei aber sein, wie gut der verletzungsanfällige Profi die wohl anstrengendste Saison aller Zeiten (keine Winterpause, fast alle drei Tage ein Spiel) wegsteckt.

"Ich bin froh, wieder auf dem Platz zu stehen und fühle mich gut", sagte der fast sieben Monate verletzte BVB-Kapitän: "Ich bin seit letztem Dienstag wieder in Dortmund und nehme seit dieser Woche ganz normal am Mannschaftstraining teil."

BVB-Star schuftet für den EM-Traum

Für den EM-Traum schuftet der Offensivspieler momentan hart. Zuletzt arbeitete Reus in Unterhaching mit Bio-Statiker Ralph Frank (51), der in der Branche als Wunderheiler bekannt ist, am Comeback. Die Sehne, die er sich am 4. Februar im DFB-Pokal-Spiel bei Werder Bremen (2:3) verletzt hatte, ist wieder voll verheilt. Schmerzen hat der Dortmunder keine mehr.

Während die DFB-Kollegen gegen Spanien und die Schweiz kicken, schaut Reus zuhause in Dortmund zu.

"Über seine Qualitäten müssen wir nicht reden", sagt Kroos, der allerdings auch ein großes Aber nachschiebt: "Wir werden aber immer breiter und von der Qualität im Kader stärker. Ich hoffe, dass uns Marco mit seinen Qualitäten noch mal helfen kann. Die große Frage ist, wie er körperlich zusammen ist. Wenn er fit ist, hat er unbestrittene Qualitäten."

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