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Ilkay Gündogan hat sich in der Nationalmannschaft unter den Führungsspielern von Joachim Löw etabliert. Sein Weg dahin, war kein leichter.

Ilkay Gündogan wird die deutsche Nationalmannschaft am Mittwochabend in Duisburg gegen Nordmazedonien als Spielführer aufs Feld führen. "Ilkay wird Kapitän sein, wenn er spielt", bestätigte Bundestrainer Joachim Löw.

Ein weiterer Beweis dafür, dass der City-Star vor dem EM-Turnier in die Chef-Riege aufgestiegen ist! (WM-Qualifikation: Deutschland - Nordmazedonien, Mi., ab 20.45 Uhr im LIVETICKER)

Ilkay Gündogan auf einer Stufe mit Manuel Neuer und Toni Kroos

Wenn der Bundestrainer in diesen Tagen von seinen Führungsspielern spricht, nennt er den England-Star in einem Atemzug mit den Weltmeistern Manuel Neuer und Toni Kroos. Löw schätzt die Meinung Gündogans, bindet ihn immer enger ein. Beim Abschlusstraining in Bukarest zum Beispiel nahm Löw Gündogan zur Seite und sprach fünf Minuten mit ihm.

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"Ilkay ist in super Form", findet auch der eigentliche DFB-Kapitän, Manuel Neuer, der gegen Nordmazedonien allerdings eine Verschnaufpause bekommen wird. "Er bringt viel Erfahrung mit und ist lange dabei." In den Augen des Bayern-Keepers ist Gündogan "eine gestandene Größe".

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Gündogans harter Weg an die Spitze

Diesen Ruf musste sich der 30-jährige Ex-Dortmunder allerdings hart erarbeiten. In der Nationalmannschaft, für die er seit 2011 44 Länderspiel bestritten hat, und auch bei den deutschen Fans flog der Mittelfeld-Stratege lange unter dem Radar.

Kaum zu glauben, aber der City-Profi kam bislang nur zu einem Kurz-Einsatz bei einem großen Turnier. Beim 2:1 gegen Schweden bei der WM 2018 wurde Gündogan nur eingewechselt. Bei der EM 2012 blieb der Deutsch-Türke ohne Einsatz, die WM 2014 (Wirbelsäulenstauchung) und die EM 2016 (Knieprobleme) verpasste er verletzungsbedingt.

"Ich habe den Anspruch, immer zu spielen", sagt Chef Gündogan auf SPORT1-Nachfrage über sein neues Bild in der Öffentlichkeit. "Ich möchte genauso gut spielen, wie ich es in den letzten Monaten getan habe. Ich weiß, was ich kann und welches Leistungsniveau ich erreichen kann."

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Tore bringen Gündogan Aufmerksamkeit

Der England-Legionär befindet sich seit Monaten in Gala-Form. Bei Manchester City, wo er unter Pep Guardiola eine offensivere Rolle bekleiden darf, kommt er in 23 Premier-League-Spielen auf zwölf Treffer und zwei Vorlagen. "Beim DFB habe ich ein bisschen mehr Freiheiten und bin mehr im Spielaufbau involviert als beim Verein", erklärt er seine Rollen. "Beim Verein war ich zuletzt oft torgefährlich und habe eine offensivere Position gespielt."

Von der "Form meines Lebens" möchte Gündogan aber nicht sprechen. "Ich habe schon zu Dortmunder Zeiten richtig guten Fußball gespielt und war auch bei der letzten Meisterschaft mit City in guter Form. Was jetzt halt dazugekommen sind die Tore. Dadurch bekomme ich wohl viel Aufmerksamkeit."

Gündogan kämpft im DFB-Team mit Toni Kroos, Joshua Kimmich und Leon Goretzka um vier der drei Plätze im zentralen Mittelfeld.

Mit breiter Brust sagt der England-Star, der in acht der letzten zehn Länderspiele unter Löw über die volle Distanz spielte: "Ich bin selbstbewusst genug, um zu sagen: Ich sollte spielen! Es war aber immer schon so, dass ich es aus meiner Sicht verdient gehabt hätte zu spielen. Das hat sich nicht geändert."

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