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Düsseldorf - Jonas Hofmann spielt für Borussia Mönchengladbach im rechten offensiven Mittelfeld. In der Nationalmannschaft wird plötzlich eine andere Position zur großen Chance.

Darf er seinen Turbo jetzt sogar auf ungewohnter Position zünden?

Gladbach-Star Jonas Hofmann könnte eine überraschende Dauerlösung auf der Rechtsverteidiger-Position werden. (EM-Testspiel: Deutschland - Lettland, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER)

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In der Startelf in Düsseldorf im letzten Testspiel der deutschen Nationalmannschaft vor der EM gegen Lettland steht der Gladbacher allerdings nicht. Löw setzt auf eine Fünferkette mit Joshua Kimmich hinten rechts. Möglicherweise bekommt Hofmann aber im Laufe des Spiels die Möglichkeit, sich auf dieser Position zu beweisen.

Das Rechtsverteidiger-Problem

Joachim Löw kennt die Problematik hinten rechts und ließ Hofmann deshalb im Trainingslager in Seefeld immer mal wieder hinten rechts verteidigen. Der Bundestrainer war zufrieden: "Jonas hat es gut gemacht, weil er tiefe Laufwege geht, bis zur Grundlinie durchbricht und gute Flanken schlägt." (BERICHT: Verliert Sané seinen Platz?)

Genau das ließ Lukas Klostermann beim 1:1 im letzten Test gegen Dänemark vermissen. Weil der Leipziger weiterhin Knieprobleme hat, könnte nun Hofmann hinten rechts auflaufen. (BERICHT: Verliert Sané jetzt auch noch seinen Platz?)

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Hofmann selbst wäre nicht abgeneigt, wenn er auch im Turnier zur Dauerlösung für hinten rechts wird: "Es gab schon Gespräche, ich denke, dass ich die offensive Rechtsverteidiger-Position gut umsetzen kann!" (EM: Frankreich - Deutschland, 15. Juni ab 21 Uhr im LIVETICKER)

Falsches Spiel mit Hofmann 

Seit dem Rücktritt von Philipp Lahm 2014 hat Deutschland ein Rechtsverteidiger-Problem. Gerade im von Löw für die Knaller-Spiele gegen Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal präferierten System mit einer Dreier bzw. Fünferkette braucht es spielstarke, offensivausgerichtete Flügelspieler. Eine Option für hinten rechts wäre auch Joshua Kimmich, doch der Bayern-Star wird auch im Mittelfeld dringend benötigt.

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"Ohne, dass ich jemandem zu nahe treten will: Ich denke, dass ich schon eine gute Alternative bin", findet Hofmann. "Hinter Lukas Klostermann wird es ja personell etwas eng. Gerade offensiv kann ich die Rechtsverteidiger-Position ganz gut umsetzen. Bisher habe ich das zwar ausschließlich im Training gemacht. Aber bei Gladbach habe ich da als Einwechsler schon das eine oder andere Mal gespielt."

Mit der Fohlenelf hat der 28 Jahre alte Heidelberger persönlich eine Top-Saison gespielt. In 33 Pflichtspielen für Gladbach kommt Hofmann auf 21 Torbeteiligungen. Marco Rose ließ den Turbo-Läufer in der abgelaufenen Saison auf fünf verschiedenen Positionen spielen.

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Kimmich: "Diese Position kann er aufjedenfall spielen"

Hofmann für hinten rechts? Das könnte passen. "Ich bin im Training fast ausschließlich auf dieser Position dabei", verrät der dreimalige A-Nationalspieler. 

Und auch Joshua Kimmich hält das falsche Spiel mit Hofmann für eine gute Lösung: "Gerade in der Fünferkette ist Jonas eine Option für rechts. Er ist ein intelligenter Spieler, geschickt im Zweikampfverhalten, er kann gut umschalten. Diese Position kann er auf jeden Fall spielen."

Übrigens: Löw hielt vor der Abreise aus Seefeld ein flammendes Plädoyer für sein kontrovers diskutiertes EM-System: "Wenn jemand denkt, dass eine Dreierkette die defensivere Variante ist, dann täuscht er sich", erklärte der Bundestrainer. Die beiden Außenbahnspieler sind für ihn quasi "offensive Mittelfeldspieler".

So wie Jonas Hofmann!

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