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München - Rekordnationalspieler Lothar Matthäus berücksichtigt Toni Kroos nicht in seiner Wunsch-Aufstellung des DFB-Teams für das Frankreich-Spiel. Der Real-Spieler kontert.

Klare Worte von Toni Kroos.

Der 31-Jährige hat sich zur Debatte um seine Rolle im DFB-Team geäußert. "Wir haben in Deutschland so oder so viele Experten, zu Turnieren werden es noch mehr. Wenn ich mir von jedem einzelnen die EM-Elf anschauen sollte, dann wird es wirklich anstrengend", sagte er in "Eine Halbzeit mit…", dem Fußballpodcast des RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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Kroos kontert Matthäus: "Sollte das als gutes Zeichen werten"

Der Mittelfeldspieler ergänzte selbstbewusst: "Am Ende ist es so, dass ich seit elf Jahren spiele und ich übrigens nicht derjenige bin, der sich aufstellt. Ich denke, dass das einen Grund hat." Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hatte in seiner Kolumne für die Sport Bild seine Wunsch-Aufstellung der deutschen Nationalmannschaft für das Spiel gegen Frankreich präsentiert – Kroos fehlte. (SERVICE: Spielorte und Stadien der EM 2021)

Der Konter des Real-Stars: "Bei allem, was ich vom Lothar gehört habe, sollte ich das vielleicht eher als gutes Zeichen werten" (EM 2021: Eröffnungsspiel Türkei - Italien am Freitag ab 21 Uhr im LIVETICKER)

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Kroos kann die Debatte um die Positionen in der Mittelfeldzentrale allerdings auch verstehen. "Grundsätzlich sollten wir froh sein, dass wir aktuell so viele gute Mittelfeldspieler haben – das war auch nicht immer so. Daraus Debatten zu machen und sich an den großen Namen abzuarbeiten, gehört dazu", sagte er. Jeder könne seine EM-Elf so aufstellen, wie er wolle. "Ich weiß nach wie vor, was ich dieser Mannschaft geben kann."

Kimmich-Position? "Trainer muss entscheiden"

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Auch zur Thematik um die Position von Joshua Kimmich äußerte sich der 102-malige Nationalspieler. "Klar ist, dass er beide Positionen sehr, sehr gut spielen kann. Auch da kann es vom Gegner oder unserer Ausrichtung abhängen, das ist aber weniger mein Thema", erklärte er und ergänzte: "Jo ist ein wichtiger Spieler, ohne Frage. Und der Trainer muss entscheiden, wo er am wichtigsten für uns sein kann."

Auch über Bundestrainer Joachim Löw sprach Kroos. Dieser habe eine "Wahnsinnsentwicklung" genommen. "Wenn ich Taktikbesprechungen von vor elf Jahren mit heute vergleiche, ist das Niveau nach oben gegangen. Die Zeit hat ihn besser gemacht", sagte Kroos, der im März 2010 unter Löw sein Länderspieldebüt feierte. Löw habe immer die Idee gelebt, Fußball spielen zu wollen. 

Rücktritt? "Zeit kriegst du nicht wieder"

Generell hätten die Menschen im Ausland ein viel besseres Bild von der DFB-Elf als die Deutschen selbst. "Dort steht der Name Jogi Löw dafür, dass Deutschland irgendwann angefangen hat, Fußball zu spielen", erklärte er. Kroos weiter: "Als er hier durchs Dorf getrieben wurde, blieb im Ausland die Wahrnehmung, dass die Deutschen einen guten Fußball spielen, einen guten Trainer haben – auch wenn mal eine Niederlage dabei war oder ein nicht so gutes Turnier."

Wie lange er künftig noch das Nationaltrikot tragen will, weiß Kroos nicht. "Eigentlich hätte ich ja 2014 aufhören müssen, denn ich habe meiner Frau immer gesagt: Wenn ich mal Weltmeister bin, höre ich auf. Aber da war ich erst 24 und konnte es keinem verkaufen", erklärte er lachend. Der Gedanke an einen Rücktritt aus der DFB-Elf ist inzwischen allgegenwärtig. "Es ist ein Irrtum zu sagen, mit 38 hast du noch 50 Jahre mit deiner Familie. Die Zeit jetzt kriegst du nicht wieder", erklärte er und ergänzte: "Mein Sohn ist jetzt sieben, meine Tochter fünf und mein Jüngster zwei. Nach so vielen Jahren macht man sich immer Gedanken."

Doch festlegen will er sich noch nicht. "Auch 2018 habe ich überlegt, ob es weitergeht. Genau so werde ich mir dieses Jahr Gedanken machen, wie es sich anfühlt. Dann werde ich eine Entscheidung treffen."

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