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Lars Stindl (l.) erzielte einen Dreierpack
Lars Stindl (l.) erzielte einen Dreierpack © Getty Images
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Florenz - Dank eines spektakulären Comebacks macht Mönchengladbach die Hinspielniederlage und einen 0:2-Rückstand gegen Florenz wett. Kapitän Lars Stindl überragt.

Der überragende Kapitän Lars Stindl hat Borussia Mönchengladbach ins Achtelfinale der UEFA Europa League geführt.

Bei der wahnsinnigen Aufholjagd im Zwischenrunden-Rückspiel beim AC Florenz war Stindl beim 4:2 (1:2) mit drei Treffern (44./Foulelfmeter, 47., 55.) der Held des Abends und sorgte fast im Alleingang für das erfolgreiche Comeback, nachdem Gladbach früh mit 0:2 in Rückstand geraten war.

Nie zuvor hatte Stindl in einem Pflichtspiel als Profi drei Tore erzielt. Andreas Christensen (60.) beseitigte die letzten Zweifel.

"Ein unvergesslicher Abend"

"Es war Wahnsinn!", sagte Matchwinner Stindl am SPORT1-Mikrofon. "Das war heute für mich ein unvergesslicher Abend und ein besonderes Spiel. Der Spielball bekommt einen speziellen Platz bei mir Zuhause."

Am Donnerstag belohnten sich die "Fohlen" für ihre insbesondere im zweiten Durchgang starke Leistung und blicken nun voller Spannung auf die Achtelfinal-Auslosung am Freitag (ab 12.45 Uhr im LIVESTREAM und im LIVETICKER).

Manchester United und Schalke mögliche Gegner

Dort warten attraktive Gegner: Unter anderem Englands Rekordmeister Manchester United mit Weltmeister Bastian Schweinsteiger. Auch Ligakonkurrent Schalke 04 wäre ein möglicher Gegner in der Runde der besten 16. (Spielplan und Ergebnisse)

Borja Valero nutzte 14 Minuten später einen schweren Vestergaard-Patzer zum 0:2. "Das war ein individueller Fehler von mir", sage der Innenverteidiger bei SPORT1.

"Zum Glück bin ich ein Teil einer tollen Mannschaft. Darauf bin ich stolz. Ich bin beeindruckt, wie die Mannschaft das weggesteckt hat. Das sagt einiges."

Kurz davor hatte Keeper Yann Sommer die Borussia mit zwei glänzenden Paraden vor dem zweiten Treffer bewahrt. Erst Stindls verwandelter Foulelfmeter ließ den fünfmaligen deutschen Meister hoffen.

Im Video: Vestergaards Slapstick-Patzer

Stindl außer Rand und Band

Der Kapitän war es auch, der prompt nach Wiederanpfiff nachlegte. Wenig später ließ er die rund 4000 mitgereisten Borussia-Fans erneut frenetisch jubeln. Stindl traf nach einer geschickten Freistoßvariante aus knapp 16 Metern, Hecking hatte den Spielzug an der Seitenlinie noch lautstark angesagt.

"Wir haben gut angefangen, aber das Glück war nicht auf unserer Seite. Dann haben wir das 0:1 und 0:2 gekriegt, das war ein Schock", meinte Stindl.

"Glücklicherweise haben wir den Elfmeter vor der Pause bekommen und verwandelt. Das Tor hat uns Mut gegeben und der Trainer hat in der Kabine daran erinnert, dass wir schon andere Spiele gedreht haben."

Nachdem Christensen per Kopf den dritten Treffer innerhalb einer Viertelstunde erzielt hatte, zogen sich die Gäste zurück und verteidigten geschickt. Glück hatte Gladbach, als Josip Ilicic (68.) per Freistoß nur die Latte traf.

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