Zittersieg? Hasenhüttl feiert trotzdem
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Leipzig - RB Leipzig zieht ins Achtelfinale der Europa League ein. Das Rückspiel wird zu einer wahren Zitterpartie, Leipzig reicht am Ende aber das Ergebnis aus dem Hinspiel.

Mit viel Glück ins Achtelfinale: Bundesligist RB Leipzig hat sich mit einem 0:2 (0:1) gegen einen stürmisch aufspielenden SSC Neapel mit Ach und Krach in die nächste Runde der UEFA Europa League gezittert.

Im Rückspiel der Zwischenrunde am Donnerstag genügte den Sachsen die Niederlage, da Leipzig den Tabellenführer der italienischen Serie A vor einer Woche in dessen Stadion mit 3:1 besiegt hatte.

Der polnische Außenstürmer Piotr Zielinski (33.) und Lorenzo Insigne (86.) erzielten die Treffer für entfesselt anrennende Neapolitaner. "Die Erleichterung, dass wir eine Runde weiter sind, überwiegt natürlich. Neapel hat heute einiges richtig gemacht, aber es zählen beide Spiele", sagte Leipzigs Diego Demme bei Sky.

Wer am 8. und 15. März Gegner der Leipziger in der Runde der letzten 16 ist, entscheidet sich am Freitag (12.45 Uhr im LIVESTREAM auf SPORT1.de und im LIVETICKER) bei der Auslosung in Nyon.

In Leipzigs Premierensaison im Europapokal darf die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl also weiter vom Finale am 16. Mai in Lyon/Frankreich träumen.

Leipzig ohne Stammkräfte Keita und Orban

Vor 30 Jahren hatte sich Neapel um Klub-Legende Diego Armando Maradona in der zweiten Runde des UEFA-Pokals gegen den Stadtrivalen Lok Leipzig durchgesetzt und am Ende den Wettbewerb gewonnen.

Da Hasenhüttl verletzungsbedingt auf Naby Keita (Oberschenkelzerrung) und Kapitän Willi Orban (Schnittwunde) verzichten musste, setzte er anders als Hinspiel auf den Halb-Italiener Diego Demme und den 18 Jahre jungen Innenverteidiger Ibrahima Konate. Zudem spielte der Brasilianer Bernardo für den zuletzt häufig beanspruchten Lukas Klostermann auf der linken Außenbahn.

Dass Neapel trotz aller Konzentration auf die heimische Liga das Achtelfinal-Ticket nicht kampflos herschenken wollte, spiegelte sich auch in der Aufstellung wider. Hatte Trainer Maurizio Sarri im ersten Duell noch viele Stammkräfte geschont, gehörten diesmal beispielsweise Abwehrchef Raul Albiol, Insigne, Mittelfeldmotor Allan und Top-Stürmer Dries Mertens zur Anfangsformation.

Neapel immer wieder gefährlich

Vor 36.163 Zuschauern war den Gästen der Zuwachs an spielerischer Klasse sofort anzumerken. Besonders zu Beginn der ersten Hälfte setzten sie sich in der Leipziger Hälfte fest, der pfeilschnelle Insigne sorgte auf der linken Seite für Aufsehen.

Dennoch kam Napoli zunächst noch nicht zu zwingenden Torchancen. Die hatte RB. Einen Schuss von Flügelspieler Marcel Sabitzer (14.) aus rund 19 Metern köpfte SSC-Abwehrmann Lorenzo Tonelli an die eigene Latte. Doch Neapel blieb gefährlich. Nachdem RB-Torwart Gulacsi einen Versuch von Insigne noch abwehren konnte, drückte Zielinski den Ball über die Linie.

Im zweiten Durchgang kam Leipzig mutiger aus der Kabine, Stürmer Yussuf Poulsen (49.) verpasste frei vor dem Tor eine Hereingabe von Nationalspieler Timo Werner nur knapp. In der Folge behielt Neapel jedoch die Kontrolle über das Spiel, auch wenn RB häufiger als noch in der ersten Hälfte in den gegnerischen Strafraum vorstieß.

Das Drängen des SSC darauf, doch noch das Achtelfinale zu erreichen, war jederzeit spürbar.

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