Tymoshchuk: "Bundesliga beste Liga der Welt"
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St. Petersburg - Als Spieler gewann Anatoliy Tymoshchuk mit dem FC Bayern das Triple. Als Co-Trainer von Zenit St. Petersburg kehrt er zur Europa League nach Deutschland zurück.

Anatoliy Tymoshchuk gewann als Spieler 2008 den UEFA Cup mit Zenit St. Petersburg - im Halbfinale schaltete der Klub den FC Bayern aus.

Ein Jahr später wechselte der ukrainische Nationalspieler nach München, wo er sich 2013 nach dem Triple-Gewinn verabschiedete.

Mittlerweile ist Tymoshchuk als Co-Trainer von Roberto Mancini nach St. Petersburg zurückgekehrt und trifft mit dem russischen Tabellenzweiten in der Europa League auf RB Leipzig (Donnerstag (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Im SPORT1-Interview in Kooperation mit Gazprom Germania spricht der 38-Jährige über die Stärken seines Teams, die Bundesliga und den FC Bayern.

SPORT1: Herr Tymoshchuk, die Winterpause von Zenit St. Petersburg ist gerade erst vorbei, da steht schon das Achtelfinale der UEFA Europa League in Leipzig an. Wie schwierig wird der Kaltstart?

Anatoliy Tymoshchuk: Wir hatten zwar einen Monat Pause nach den Spielen gegen Celtic aber das ist kein großes Problem. Jetzt haben wir ein Spiel in der Liga bestritten und sind gut in der Vorbereitung. Die Spieler freuen sich auf die Partie gegen Leipzig.

SPORT1: Was zeichnet Zenit in dieser Saison aus?

Tymoshchuk: Wir verfügen über großes Potenzial, haben viele Nationalspieler. Fünf Argentinier, einige starke russische Spieler. Meiner Meinung nach sind wir eine junge Mannschaft ähnlich wie Leipzig, gepaart mit einigen erfahrenen Spielern.

SPORT1: Sie selbst haben als Aktiver mit Zenit 2008 den damaligen UEFA-Cup gewonnen und dabei auch den FC Bayern auseinander genommen. Welche Erinnerungen haben sie daran?

Tymoshchuk: Das war unglaublich! Gegen Bayern im Halbfinale zu spielen und zu Hause mit 4:0 zu gewinnen... Aber das war ja nicht das Einzige. Wir haben im Anschluss auch noch den UEFA Super Cup gewonnen. Mein Herz hängt noch immer sehr an dieser Mannschaft. Wir stehen weiterhin in Kontakt, reden und telefonieren ab und zu miteinander.

SPORT1: Wie fielen im St. Petersburger Lager die Reaktionen auf das Los Leipzig aus?

Tymoshchuk: Nach der Auslosung kamen viele Spieler zu mir und haben gefragt: Was ist das für eine Mannschaft?

SPORT1 überträgt das Achtelfinalhinspiel von RB Leipzig in der UEFA Europa League am 8. März gegen Zenit St. Petersburg sowie das Rückspiel des BVB beim FC Salzburg am 15. März 2018 jeweils ab 21.05 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 (Der Countdown zur besten UEFA Europa League aller Zeiten beginnt bereits ab 19 Uhr). Ausführliche Highlights der übrigen Spiele sind jeweils ab 23 Uhr zu sehen.

SPORT1: Und was haben Sie geantwortet?

Tymoshchuk: Für mich ist die Bundesliga aktuell die beste Liga der Welt. Ich schaue mir sehr viele Spiele an. Daher weiß ich einiges über Leipzig. Ich weiß, wie sie spielen und kenne die Spieler.

SPORT1: Welche Meinung haben Sie denn von RB?

Tymoshchuk: Es ist eine junge Mannschaft mit großem Potenzial. Sie spielt gut und druckvoll nach vorne, ist sehr laufstark und aggressiv. Leipzig ist eine gute Mannschaft. Das waren sie schon im letzten Jahr, als sie Zweiter in der Bundesliga wurden und sich für die Champions League qualifiziert haben. Auch in dieser Saison liegen sie wieder nur vier Punkte hinter dem zweiten Platz.

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SPORT1: Sie haben selbst lange für den FC Bayern gespielt. Zählen Sie die Münchner in dieser Saison zu den Favoriten auf den Champions-League-Sieg?

Tymoshchuk: In der Champions League gibt es sehr viele gute Mannschaften. Manchester City spielt sehr gut, dazu Real Madrid, PSG und natürlich Bayern, wie immer in den letzten fünf, sechs Jahren. Es ist möglich, dass sie den Titel holen. Aber es wird nicht einfach. Es muss alles passen, dass Bayern wieder die Champions League gewinnt.

SPORT1: Ist die Münchner Mannschaft mit dem Triple-Team von 2013 zu vergleichen?

Tymoshchuk: Sie haben jetzt schon eine ganz gute Mannschaft. Wir haben damals das Triple geholt, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. In der Liga sind sie Erster und in der Champions League praktisch zu 99 Prozent in der nächsten Runde. Aber es wird schwer, die Mannschaft von 2013 zu toppen.

SPORT1: Und wen sehen Sie als Nachfolger von Jupp Heynckes?

Tymoshchuk: Das ist die Frage, die sich jeder stellt. Wer wird der neue Trainer, was macht Jupp? Zur Zeit ist Jupp Heynckes der beste Trainer für Bayern.

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