Leipzig bangt um Werner! Das sagt Hasenhüttl
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RB Leipzig muss im Rückspiel bei Olympique Marseille bis zuletzt um den Einsatz von Torjäger Timo Werner zittern. Ralph Hasenhüttl fordert dennoch volle Attacke.

RB Leipzig muss im Viertelfinal-Rückspiel in der UEFA Europa League am Donnerstag bei Olympique Marseille (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM und im LIVETICKER) bis zuletzt um den Einsatz von Torjäger Timo Werner bangen.

Der Torschütze zum 1:0-Hinspielsieg in der Red Bull Arena absolvierte das Abschlusstraining wegen Oberschenkelproblemen nicht mit der Mannschaft. "Eine Vorsichtsmaßnahme", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl. "Wenn er voll fit ist, wird er auch spielen."

Von kompletter Entwarnung also keine Spur. Nach der verspäteten Ankunft im verregneten Marseille kündigte Ralph Hasenhüttl gleichwohl einen offensiven Auftritt an.

Timo Werner ist fraglich für das Spiel in Marseille © SPORT1/iM Football

"Wir müssen zu Beginn des Spiels die Gunst der Stunde nutzen und nach vorne spielen. Wir werden morgen auf jeden Fall ein Tor brauchen. Auf  ein 0:0 zu spielen wäre der falsche Ansatz. Wir haben schon gezeigt, dass wir auch auswärts Tore schießen können", sagte Hasenhüttl bei SPORT1.

Sabitzer will "auf Sieg spielen"

Derweil kündigte Marcel Sabitzer, der am Mittwoch seinen Vertrag um ein Jahr bis 2022 verlängerte, ebenso einen mutigen Auftritt seiner Mannschaft an: "Wir haben schon mitbekommen, dass hier eine richtig gute Stimmung herrscht. Das wird sicher noch ein paar Prozent mehr aus uns herauskitzeln und wir werden definitiv auf Sieg spielen."

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Für Leipzig geht es um ganz viel. Zieht Leipzig erstmals in seiner jungen Geschichte in ein Europacup-Halbfinale ein oder erleben die Sachsen eine rabenschwarze Woche angesichts des 1:4 in der Bundesliga zuletzt gegen Bayer Leverkusen?

Hasenhüttl bemühte sich um Lockerheit, obwohl ihm das nicht leicht gefallen sein dürfte. Nur drei Tage hatte der Österreicher, um seine Spieler nach der Klatsche wieder aufzurichten. Wie das geht, wusste der 50-Jährige jedenfalls: "Man muss vor die Jungs treten, um ihnen zu helfen und Zuversicht zuzusprechen", erklärte Hasenhüttl, forderte aber auch: "Wir brauchen in Marseille ein anderes Gesicht."

Wie reagiert RB nach Leverkusen-Klatsche?

Die Mannschaft gab sich zumindest nach außen zuversichtlich. Kapitän Willi Orban, der nach seiner Sperre wieder in die Startelf rücken dürfte, sprach von dem nächsten Highlight. "Wir müssen uns klar machen, wie groß unsere Chance ist, in ein Europacup-Halbfinale einzuziehen", sagte der Abwehrmann.

Dass dies gut möglich ist, zeigt das Hinspiel, in dem RB die bessere Mannschaft war. Olympique, mit dem früheren Bayern-Star Luiz Gustavo, erwies sich dabei nicht als europäisches Topteam. Bei der Generalprobe am Wochenende in der Meisterschaft reichte es gegen Montpellier wieder nur zu einem torlosen Remis für den Tabellenvierten.

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Bei Leipzig besteht die Gefahr, dass sich der Klub durch die Doppelbelastung übernimmt und am Ende womöglich in der Europa League ausscheidet und die Champions League verpasst. Das bleibt auch so, wenn RB das Halbfinale erreicht und dort womöglich auf den FC Arsenal oder Atletico Madrid trifft.

Die voraussichtlichen Aufstellungen: 

Marseille: Pele - Sakai, Kamara, Sertic, Amavi - Luiz Gustavo, Zambo Anguissa - Ocampos, Sanson, Payet - Mitroglu

Leipzig: Gulacsi - Bernardo, Upamecano, Orban, Klostermann - Keita, Demme - Sabitzer, Forsberg - Augustin (Poulsen), Werner

Schiedsrichter: Björn Kuipers (Niederlande)

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