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Arsene Wenger verlässt den FC Arsenal im Sommer nach 22 Jahren als Trainer
Arsene Wenger verlässt den FC Arsenal im Sommer nach 22 Jahren als Trainer © Getty Images
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Arsenal-Coach Wenger blendet vor dem Halbfinal-Rückspiel bei Atletico jeden Gedanken an ein Scheitern aus, schließlich soll die "Liebesgeschichte" positiv enden.

Das Rückspiel im Halbfinale der UEFA Europa League im Wanda Metropolitano könnte für Arsene Wenger bereits der finale Vorhang auf internationaler Bühne als Coach des FC Arsenal sein.

Doch trotz des 1:1 im Hinspiel gegen Atletico Madrid verschwendet Wenger keinen Gedanken an ein Scheitern oder seine persönliche Zukunft.

"Ich weiß nicht, was ich nächste Saison mache. Im Moment möchte ich meinen Job gut zu Ende bringen, ein Mann muss sein Bestes geben, solange er irgendwo ist", sagte Wenger auf der Pressekonferenz vor der Partie am Donnerstag (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER).

Wenger will gutes Ende der "Liebesgeschichte"

"Ich möchte da rausgehen und mich nur auf Arsenal fokussieren", ergänzte der 68-Jährige, der im Sommer nach 22 Jahren die Gunners verlassen wird - möglichst mit einem Titelgewinn zum Abschied. "Ich möchte diese Liebesgeschichte gut beenden."

Sein erster Europapokal-Sieg überhaupt wäre ein Traum, den ihm seine Spieler verwirklichen wollen. "Ihn die Trophäe in die Höhe stemmen zu sehen, wäre natürlich die Sahne auf der Torte", gab Arsenal-Stürmer Danny Welbeck zu.

Ein Triumph im Finale am 16. Mai in Lyon (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wäre gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Champions League. "Das will ich erreichen", sagte Wenger, schließlich habe er in den letzten 20 Jahren nichts anderes getan, als Arsenal in die Königsklasse zu führen.

Doch der Weg dorthin ist noch lang. Zwar würde bei Atletico neben einem Sieg auch jedes Unentschieden ab 2:2 für das Endspiel reichen, aber auf viele Treffer darf gegen die nahezu unmenschlich aggressiv verteidigenden Madrilenen nicht gehofft werden. Ein Heim-Gegentor hat Atletico zum letzten Mal am 20. Januar (1:1 gegen den FC Girona) kassiert.

Mit Özil und Co. ins Finale

"Wir gehen positiv in das Spiel, wollen Chancen kreieren und treffen", sagte Welbeck. Um das irgendwie hinzubekommen, vernachlässigte Wenger die Premier League, wo die Gunners als Tabellensechster ohnehin nicht viel zu melden haben.

Am vergangenen Wochenende bei Manchester United (1:2) schonte der Elsässer reihenweise Stammkräfte. Spieler wie die Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi, Abwehrchef Laurent Koscielny und Lenker Aaron Ramsey waren nicht einmal im Kader. Alles für den großen Sturmlauf bei Atletico.

Wengers Plan ist jedenfalls klar: "Es wird ein Spiel, in dem wir genau wissen werden, was zu tun ist. Das ist manchmal ein Vorteil."

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