vergrößernverkleinern
Jean-Kevin Augustin (r.) ebnete RB Leipzig bei Rosenborg Trondheim den Weg zum Sieg
Jean-Kevin Augustin (r.) ebnete RB Leipzig bei Rosenborg Trondheim den Weg zum Sieg © Getty Images
teilenE-MailKommentare

RB Leipzig feiert bei Rosenborg Trondheim einen überzeugenden Sieg. Ralf Rangnick sieht seinen harten Kurs nach der Salzburg-Pleite bestätigt.

Die Spieler klatschten sich kurz ab, sie ließen sich pflichtbewusst von ihren mitgereisten Fans feiern.

RB Leipzig hat Wiedergutmachung für die Pleite im "Dosen-Duell" gegen Salzburg betrieben und ist in der Europa League wieder voll im Soll. Der Bundesligist gewann sein Auswärtsspiel beim harmlosen norwegischen Rekordmeister Rosenborg Trondheim völlig verdient 3:1 (1:0). Die Erleichterung war danach spürbar. (SERVICE: Europa League Tabelle)

"Wir sind seit der Niederlage im ersten Gruppenspiel wieder richtig zusammengerückt. Seitdem spielen wir anders und wir verteidigen auch besser. Von mir aus kann es sehr gerne so weitergehen", erklärte RB-Trainer Ralf Rangnick nach der Partie. (SERVICE: Europa League Spielplan)

Rangnick-"Opfer" Augustin leitet Sieg ein

Mit diesem Lob lobte Rangnick indirekt auch sich selbst: Der Coach hatte seine eigenen Spieler nach dem Salzburg-Spiel heftig und auch öffentlich abgekanzelt und damit auch Kritik auf sich gezogen. Zudem griff er durch, suspendierte Jean-Kevin Augustin und Nordi Mukiele für ein Spiel, nachdem sie vor der Partie zu lange mit ihrem Handy beschäftigt waren.

Seinen harten Kurs kann Rangnick nun durchaus bestätigt sehen: In Trondheim waren Augustin und Mukiele wieder mit von der Partie und trugen ihren Anteil zum Sieg bei: Stürmer Augustin erzielte mit einer sehenswerten Aktion das 1:0 (12.). Danach trafen Ibrahima Konate (54.) und Matheus Cunha (61.). Trondheims Ehrentreffer durch Issam Jebali (79.) gefährdete den Erfolg der Sachsen nicht.

"Das war ein sehr verdienter Sieg für uns. Wir haben die ganze Zeit das Spiel unter Kontrolle gehabt und uns viele Chancen herausgespielt", sagte Konrad Laimer: "Mich ärgert eigentlich nur das Gegentor. Aber insgesamt war das ein super Auftritt von uns." (Die Stimmen zum Spiel)

Leipzig lässt weitere Chancen liegen

Vor rund 10.000 Zuschauern im Lerkendal-Stadion spielte bei Regen und Temperaturen um fünf Grad fast nur Leipzig. Nur die nicht optimale Chancenauswertung verhinderte einen noch höheren Sieg. So traf Cunha zum Beispiel noch den Pfosten (59.).  (LIVETICKER zum Nachlesen)

ANZEIGE: Jetzt das neue Trikot von RB Leipzig bestellen - hier geht's zum Shop

Rangnick warf wie gewohnt im Europacup die Rotationsmaschine an und tauschte seine Startelf im Vergleich zum vorangegangenen 2:1-Ligasieg bei der TSG Hoffenheim gleich auf sieben Positionen. Unter anderem saß Stürmerstar Timo Werner nur auf der Bank, Spielmacher Emil Forsberg war wegen leichten Adduktorenproblemen erst gar nicht nach Norwegen gereist.

Die Wechsel sorgten aber für keinen großen Bruch im Gäste-Spiel, die Sachsen dominierten die Partie deutlich. Der Lohn war die frühe Führung durch Augustin. Der Franzose tanzte Gegenspieler Alex Gersbach aus und vollendete mit einem überlegten Linksschuss.

Bendtner bei Trondheim auf der Tribüne

Bei den Gastgebern saß der angeschlagene Ex-Bundesligastürmer Nicklas Bendtner nur auf der Tribüne. Auf den Rängen sah der "Lord" ein einseitiges Spiel mit klaren Vorteilen für RB. Cunha (29.), Augustin (38.) und Konrad Laimer (43.) scheiterten aber bei ihren guten Chancen. Die Platzherren, die auch in der laufenden Saison wieder an der Tabellenspitze der heimischen Liga stehen, fanden offensiv so gut wie gar nicht statt.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Gesamtbild: RB blieb am Drücker und hatte nun sogar noch mehr Räume für seine Spielzüge, weil Trondheim seine Defensive mehr und mehr öffnete. Diese Räume nutzten die Gäste eiskalt zu den Treffern Nummer zwei und drei. Die Norweger liefen fast nur hinterher und konnten in der Schlussphase lediglich Ergebniskosmetik betreiben.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image