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Luka Jovi traf bereits nach 58. Sekunden zur Führung für Eintracht Frankfurt
Luka Jovi traf bereits nach 58. Sekunden zur Führung für Eintracht Frankfurt © Getty Images
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Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt sichert sich den Gruppensieg in der Europa League. Bei der Offensivgala gegen Olympique Marseille profitiert die SGE von zwei Eigentoren.

Eintracht Frankfurt siegt und siegt und siegt: Durch ein 4:0 (2:0) gegen Olympique Marseille haben die Hessen unter freundlicher Mithilfe der Franzosen auch ihr fünftes Spiel in der Europa League gewonnen und sich vorzeitig den Sieg in der Gruppe H gesichert.

Wettbewerbsübergreifend haben die furiosen Frankfurter zehn der letzten elf Spiele erfolgreich bestritten.

Hütter: "Von Anfang an Spektakel"

"Es ist für uns alle eine Überraschung, dass wir nach fünf Spieltagen mit 15 Punkten die Gruppe gewinnen. Auch heute war es wieder von Anfang an ein Spektakel", freute sich Eintracht-Coach Adi Hütter. "Wenn man die Kulisse sieht, elektrisiert das einfach. Deshalb sind wir heute gestartet, wie aus der Pistole geschossen. Marseille mit 4:0 aus dem Stadion zu schießen, ist schon etwas Besonderes."

In der Tat: Dank des Kantersieges kommen die Hessen als erstes deutsches Team in der Europa-League-Geschichte auf 15 Tore in fünf Spielen.

Gerade einmal 58 Sekunden hatte es gedauert, bis Luka Jovic die Eintracht in Führung schoss. Der ehemalige Bundesliga-Profi Luiz Gustavo (17.) und Bouna Sarr (62.) erzielten anschließend jeweils ein Eigentor, ehe Jovic (67.) erneut traf. (Spielplan und Ergebnisse)

 "Das war eine riesige Energieleistung von uns. Es ist der Wahnsinn, dass wir jedes Spiel so angehen, als wäre es ein Endspiel", sagte Danny da Costa. "Wir haben richtig Spaß zusammen, wir wollten unbedingt den Gruppensieg. Wir haben keine Zeit, das jetzt zu genießen, am Sonntag geht es bereits weiter", so Abwehrspieler Simon Falette.

Frankfurt dank Lazio-Patzer Erster

Das Auswärtsspiel bei Lazio Rom beim Gruppen-Finale im Dezember wird für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter nun zur "Lustreise". Da Lazio im Parallelspiel mit 0:2 (0:1) bei Apollon Limassol verlor, ist der Eintracht Platz eins vor dem abschließenden Spiel bei den Italienern nicht mehr zu nehmen. (Tabelle der Gruppe H)

Einen Vorgeschmack auf den mit Spannung erwarteten Trip in die italienische Hauptstadt, bei dem bis zu 15.000 Fans ihr Team begleiten wollen, gab es bereits gegen Marseille. 47.000 Zuschauer in der bis auf den Gästebereich ausverkauften Frankfurter Arena begrüßten ihre Mannschaft zum wiederholten Male mit einer beeindruckenden Choreografie und sorgten den gesamten Abend über für eine mitreißende Europapokal-Atmosphäre. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Gustavo unterläuft Slapstick-Eigentor

Frankfurts Spieler ließen sich davon offenbar inspirieren. Nicht einmal eine Minute war gespielt, da vernaschte Mijat Gacinovic zwei Gäste-Verteidiger und Jovic staubte nach der Parade von Marseille-Keeper Yohann Pele aus kurzer Distanz ab. Danach verflachte die Partie vorübergehend, doch Gustavos vollkommen verunglückter Rückpass ins eigene Tor riss die Eintracht aus ihrer kurzzeitigen Lethargie.

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Bis zur Pause erspielten sich die Gastgeber, die angesichts der komfortablen Ausgangssituation mehrere Stammspieler schonten, zahlreiche Tormöglichkeiten. Weil der erneut groß aufspielende Jovic allerdings zweimal freistehend vergab (19./29.), und auch Kapitän Marco Russ (20.) sowie Taleb Tawatha (33.) jeweils über das Tor köpften, blieb es zur Pause bei der Zwei-Tore-Führung.

Zweites Eigentor sorgt für Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie dann zunächst nur mühsam Fahrt auf. Ein sehenswertes Solo von Russ (46.) sorgte für ein anerkennendes Raunen, der bis dahin kaum geprüfte Kevin Trapp vereitelte zudem die erste Großchance der Gäste (53.). Dazu zielte Sebastien Haller (57.) aus rund 20 Metern knapp am linken Pfosten vorbei.

Das zweite Eigentor des Tages von Mittelfeldmann Sarr sorgte dann für klare Verhältnisse. Jovic erhöhte wenig später mit einem schönen Lupfer. Danach ließ die Eintracht den Abend ganz entspannt ausklingen und suchte nur noch gelegentlich die Offensive.

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