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Beim Europa-League-Rückspiel der Eintracht gegen Straßburg kommt es zu Tumulten. Anlass ist eine umstrittene Rote Karte für Ante Rebic.

Nach der Trainerschelte von Adi Hütter nach dem Hinspiel hatte sich Ante Rebic für das Europa-League-Rückspiel von Eintracht Frankfurt gegen Racing Straßburg einiges vorgenommen - doch der Stürmer musste bereits nach 44 Minuten den Platz verlassen.

Dieses Mal lag es jedoch nicht an einer schwachen Leistung, sondern an einer umstrittenen Roten Karte, die sich der Kroate nach einem Zusammenstoß mit Gäste-Keeper Matz Sels einhandelte.

Im Anschluss an den Platzverweis kam es in der Halbzeitpause im Kabinengang zu Tumulten zwischen Spielern und Offiziellen. Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner musste auf die Tribüne, Trainer Adi Hütter handelte sich eine Gelbe Karte ein. 

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Hübner: Straßburg-Trainer hat "zugeschlagen"

Hübner erhob harte Anschuldigungen gegen die Franzosen. "Die Offiziellen von Straßburg müssen sich schon überlegen, was sie da machen. Der Trainer der gegnerischen Mannschaft (Thierry Laurey, Anm. d. R.) hat auch zugeschlagen", sagte er bei Nitro.

Zuvor war Filip Kostic beim Gang in die Kabine auf Keeper Sels losgegangen, dem er bei der Roten Karte von Rebic Simulation vorwarf.

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"Ich weiß nicht, wer sie glauben, wer sie sind. So wie sie sich aufgespielt haben, hatte man das Gefühl, dass sie die Champions League gewonnen haben", schimpfte Eintracht Torhüter Kevin Trapp nach der Partie bei Nitro. "Wir müssen trotzdem fair bleiben, es war ein ordentlicher Gegner, der es sicherlich auch verdient gehabt hätte. Aber was in der Halbzeit los war, geht eben einfach nicht."

Eintracht rühmt sich für Provokation

In der 55. Minute flog dann auch Racing-Profi Dimitri Lienard nach einer Tätlichkeit gegen Dominik Kohr vom Platz.

"Dominik hat das natürlich auch ein bisschen provoziert. Er ist ein bisschen härter eingestiegen, da bekommt er ja auch die gelbe Karte für. Was dem Straßburger Spieler passiert ist, ist eigentlich das, was dann nicht mehr passieren darf, dass du dich da provozieren lässt", erklärte Sportdirektor Fredi Bobic nach dem Spiel und räumte ein, dass das auch zur Taktik gehört habe.

"Genau darauf haben wir nämlich gewartet. Man kann ja sowas nicht planen, aber es war klar, dass wir weiter hart rangehen. Es gibt in der Europa League ja keinen Videobeweis. Das tut mir manchmal ja fast schon leid, aber das ist der Fußball, den wir lieben. Auch mit Fehlern. Aber das haben wir natürlich sehr gut ausgenutzt."

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Ähnlich äußerte sich Trainer Hütter. "Wir haben uns in der Halbzeit gesammelt und versucht, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dass wir im 3-4-1-1 weiterspielen und trotz allem natürlich auch versuchen müssen, zu provozieren. Der Gegner hat das von der ersten Minute an gemacht. Gott sei Dank, ist es alles zu unseren Gunsten ausgegangen", sagte der Österreicher.

Am Ende feierte die Eintracht einen 3:0-Sieg und zog in die Gruppenphase ein.

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