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Straßburg - Eintracht Frankfurt muss um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League bangen. Bei Racing Straßburg unterliegt die SGE knapp.

Unmittelbar nach der Enttäuschung im Elsass redeten die Spieler von Eintracht Frankfurt verärgert auf Schiedsrichter Ivan Kruzliak ein, während Sportvorstand Fredi Bobic seinen Frust über das drohende Aus in der Europa League am vierten Offiziellen ausließ.

"Ich habe ihm gesagt: 'Da habt ihr schöne Scheiße gebaut, das müsst ihr sehen', aber er hat mich nur versteinert angeschaut", sagte Bobic nach der 0:1 (0:1)-Niederlage im Playoff-Hinspiel bei Racing Straßburg bei Nitro. Anlass der massiven Schiedsrichterschelte war ein vom slowakischen Unparteiischen verwehrter Handelfmeter.

Daichi Kamada hatte in der 51. Minute den Ausgleichstreffer auf dem Fuß, doch Racings Alexander Djiku klärte den Ball noch vor der Linie mit der linken Hand. "Der Ball geht ins Tor und der Schiedsrichter steht drei Meter nebendran. Er hat eh keinen guten Tag gehabt, er hat viele komische Entscheidungen getroffen", echauffierte sich Bobic: "Wir haben hier keinen Videobeweis, denn in der Europa League wird ja gespart." (Die Stimmen zum Spiel)

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Bobic hadert mit "Kuddelmuddeltor"

Den Treffer des Tages erzielte Racings Kévin Zohi (33.), nachdem die Frankfurter Abwehr um Danny da Costa und Co. bei einer Ecke keine gute Figur abgab. "Wir haben die Niederlage eigentlich nicht verdient. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt und dann so ein Kuddelmuddeltor bekommen. In der zweiten Halbzeit haben es die Jungs eigentlich richtig gut gemacht." (Spielplan und Ergebnisse)

Mittelfeldspieler Gelson Fernandes legt die Hoffnungen auf das Erreichen der Gruppenphase daher auf das Rückspiel am kommenden Donnerstag  (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER). "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht so gut gespielt. In der zweiten Halbzeit war es besser. Darauf müssen wir aufbauen. Es gibt ein Rückspiel", sagte der Schweizer.

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Aufgrund dieses einwandfreien Starts hätte die Eintracht eigentlich mit breiter Brust auftreten können - sie wirkte aber nervös und eingeschüchtert. Nicht zuletzt wegen der lautstarken Unterstützung seiner Fans dominierte Racing von Beginn an, immer wieder taten sich dabei im Frankfurter Abwehrverbund Lücken auf. So beispielsweise in der 12. Minute, als Dimitri Lienard ohne Gegenspieler auf SGE-Torhüter Kevin Trapp zustürmte, den Ball aber knapp neben das Tor setzte. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Auch in der Folge zeigten die Gastgeber, warum sie als einziges Team der Ligue 1 in der Vorsaison ohne Niederlage gegen die Millionentruppe von Paris Saint-Germain geblieben waren. Frankfurt versuchte zwar, dem schnellen und passsicheren Spiel der Straßburger mit teilweise harten Tacklings entgegenzutreten - der Rückstand nach einer halben Stunde war allerdings völlig verdient.

Kamada lässt Ausgleichschancen liegen

Als Ludovic Ajorque (38.) kurz danach zum Abschluss kam, platzte Trapp der Kragen. Der Keeper stauchte seine Vorderleute ob ihrer lethargischen Herangehensweise gestenreich zusammen. "Wir sind nicht so griffig, wie wir sein sollten", sagte auch Sportdirektor Bruno Hübner in der Pause bei Nitro.

30 Sekunden nach Wiederanpfiff besaß Daichi Kamada aus kurzer Distanz prompt die Chance zum Ausgleich, der Japaner hatte kurz danach (51.) erneut den erlösenden Treffer für die Gäste auf dem Fuß. Die Gäste belagerten nach einer Stunde immer mehr den gegnerischen Strafraum, es fehlte aber an Ideen. Auch eine aussichtsreiche Standardsituation, ausgeführt von Filip Kostic (72.), verpuffte ohne Gefahr.

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Noch vor dem Anpfiff hatten einige Eintracht-Anhänger für Kopfschütteln gesorgt, als sie im Gästeblock Pyrotechnik abbrannten. Den Verein könnte das in Erklärungsnot bringen, da Frankfurt nach zahlreichen Verfehlungen bereits auf Bewährung spielt und nun schlimmstenfalls mit einem Zuschauerausschluss von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) bestraft werden könnte.

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