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Straßburg - Eintracht Frankfurt hadert nach der Pleite in Straßburg mit dem Schiedsrichter - und der eigenen Leistung: Trainer Hütter kritisiert Rebic. Die Stimmen zum Spiel.

Eintracht Frankfurt muss um die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League bangen.

Im Playoff-Hinspiel bei Racing Straßburg verlieren die Adler mit 0:1 (0:1), obendrein zeigt das Team von Trainer Adi Hütter eine magere Leistung, vor allem in der ersten Halbzeit.

Nach der Partie findet der Coach deutliche Worte, vor allem in Richtung seines Offensivspielers Ante Rebic. Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hadert mit einem ausbleibenden Pfiff.

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SPORT1 fasst die Stimmen aus der Mixed Zone und von NITRO zusammen.

Eintracht-Coach Hütter hat keine Erklärung für Leistung von Rebic

Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): "Wir haben in der ersten Halbzeit sicherlich nicht sehr gut gespielt. In der zweiten Halbzeit haben es die Jungs eigentlich richtig gut gemacht."

...über die Leistung des Schiedsrichters und den verwehrten Handelfmeter: "Der Ball geht ins Tor und der Schiedsrichter steht drei Meter daneben. Er hat eh keinen guten Tag gehabt, er hat viele komische Entscheidungen getroffen. Ich habe es auch zu seinem vierten Offiziellen gesagt, der hat mich nur versteinert angeschaut. Ich habe gesagt: 'Da habt ihr schöne Scheiße gebaut, das müsst ihr sehen.' Wir haben hier keinen Videobeweis, denn in der Europa League wird ja gespart."

Gelson Fernandes (Eintracht Frankfurt): "Wir hatten zu wenig Bewegung, wir waren zu passiv. Das war zu wenig. Aber es gibt ein Rückspiel."

Bruno Hübner (Sportdirektor Eintracht Frankfurt): "Wir sind nicht so griffig, wie wir sein sollten. Aber es gehört auch immer ein Gegner dazu. Wir haben schon im Vorfeld gesagt, dass Racing Straßburg eine richtig gute Mannschaft hat. Was das Gute ist und worauf wir aufbauen müssen, ist die zweite Hälfte. Da haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, kaum Chancen zugelassen. Wenn Kamada den Schuss reinmacht, dann gewinnen wir das Spiel. Ich bin fest davon überzeugt, wenn wir zu Hause so spielen wie in der zweiten Hälfte, dann kommen wir weiter."

...über eine mögliche Verpflichtung von Bas Dost: "Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass vorne noch jemand fehlt. Deshalb sind wir bemüht, noch jemanden dazuzuholen. Wir waren bereits mit allen Beteiligten klar und dass es nicht zu Stande gekommen ist, liegt nicht an uns. Aber es ist zu Komplex, nur dem Spieler den schwarzen Peter zuzuschieben. Er will unbedingt zu uns. Wir hätten das gerne gemacht und der Stürmer, den wir im Kopf haben, hätte uns sicher auch geholfen. Nach wir vor stehen aber alle Zeichen darauf, dass das klappen kann. Aber wir können dem jetzt nicht nachtrauern. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen."

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Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Wir waren einfach nicht bereit, was das Umschaltspiel betroffen hat. Wir haben uns vorne überhaupt nicht gut bewegt, sind jedes Mal in einen Konter gelaufen, der dann gefährlich war. Wir kriegen dann unnötig durch eine Standardsituation das 0:1. In der zweiten Halbzeit habe ich eine komplett andere Mannschaft gesehen, die speziell gleich nach der Pause direkt zwei Topchancen auf den Ausgleich hatte. Wenn wir in der ersten Halbzeit so gespielt hätten wie in der zweiten, dann hätten wir sicher ein besseres Ergebnis erzielt. Aber trotz allem wissen wir: Wir haben noch das Heimspiel. Aber natürlich wird die Aufgabe um einiges schwieriger."

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...über Ante Rebic: "Eine Erklärung habe ich grundsätzlich überhaupt keine, ich habe aufgrund der Leistung auch das Verständnis nicht. Er hat zwar dann in der Halbzeit hier im Kabinengang angezeigt, dass er ausgewechselt werden möchte, weil er vielleicht irgendwas hat, ich hätte ihn aber grundsätzlich so oder so rausgenommen. Weil diese Leistung passt einfach nicht, passt auch nicht zu ihm, weil er auch schon gezeigt hat, dass es viel besser geht. Aber in so einem wichtigen Playoff-Spiel sich so zu bewegen, sich so zu verhalten, das hat mir nicht so gut gefallen, deswegen hätte ich ihn auch erlöst. Es geht um die Europa League und er spielt bei Eintracht Frankfurt. Da möchte ich einfach sehen, dass man sich zerreißt. Wenn er hier bleiben möchte, dann will ich, dass er das auch dementsprechend zeigt. Wenn nicht, müssen wir eine Lösung finden. Natürlich werden wir uns mit ihm zusammensetzen und Klartext sprechen. Die Mannschaft hat dann in der zweiten Halbzeit ein ganz anderes Gesicht gezeigt, alle haben wieder so gefightet, wie es sich gehört. nur die Torchancen hätten wir nutzen müssen. Ich finde, mit der zweiten Halbzeit kann man leben."

...über Racing Straßburg: "Straßburg hat das gut gemacht, mit schneller Spielverlagerung und Tiefe haben sie uns weh getan. Sie waren optisch schon klar besser, die ganz großen Chancen habe ich jetzt aber auch nicht gesehen. Wenn wir jetzt glauben, wir sind letztes Jahr im Europa-League-Halbfinale gewesen und fahren zu einem Hobbyausflug nach Straßburg, haben wir uns getäuscht. Da muss man sich die Ligue 1 einmal anschauen, den Fußball anschauen. Da haben wir heute gesehen, dass wir es mit einem sehr guten Gegner zu tun haben."

Trapp übt Kritik am Schiedsrichter

Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): "Ich fand, grundsätzlich hat er [der Schiedsrichter, d. Red.] ein ordentliches Spiel gemacht, aber das [Handspiel von Racing-Profi im Strafraum, d. Red.] nicht zu sehen, ist schon fatal. Und dann auch nur zwei Minuten Nachspielzeit, habe ich auch nicht verstanden, weil er ja gesehen, dass jeder ewig lang auf Zeit gespielt hat. Aber gut, so ist es. Wir haben das Spiel nicht wegen des Schiedsrichters verloren. Wir haben eine katastrophale erste Halbzeit gespielt. Aber umso besser war die zweite Halbzeit und auf der müssen wir aufbauen. Wir haben zu Hause schon viele Spiele gedreht. Natürlich ist das Ergebnis alles andere als gut, aber wir müssen und sollen weiter positiv bleiben. Aber wir müssen mindestens das Gesicht zeigen, das wir heute in der zweiten Halbzeit gezeigt haben."

…über die schwache erste Halbzeit: "Wir kennen die Gründe, warum es so eine erste Halbzeit war. Das sind Dinge, die wir intern in der Halbzeit und nach dem Spiel angesprochen haben, das soll auch intern bleiben. Jeder weiß, ob er alles dafür getan hat oder nicht."

"...dann wird es für uns schwer"

… über die Arbeit gegen den Ball: "Wir haben in der ersten Halbzeit extrem viele Räume gelassen, weil nicht alle mitgearbeitet haben. Wir wissen, dass wir als Mannschaft nur bestehen können, wenn wir alle elf auf dem Platz Gas geben, verteidigen und angreifen. Das war in der ersten Halbzeit nicht der Fall, das kann auch mal passieren. Aber wenn wir in die Europa League wollen, so wie wir das alle gesagt haben, müssen wir definitiv anders auftreten, und nicht so wie in der ersten Halbzeit."

...zu Ante Rebic und dem womöglich mangelnden Teamgeist: "Wir dürfen uns jetzt nicht alles schlecht reden lassen, was uns letztes Jahr stark gemacht hat. Wir können jetzt nicht anfangen und sagen 'wir sind keine Mannschaft'. Es haben uns zwei Spieler aus der Mannschaft verlassen, aber ich sage immer noch, dass wir ein Team sind. Wir sind keine Spitzenmannschaft und wenn nicht jeder bei uns mitzieht, dann wird es für uns schwer, egal gegen wen es geht."

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