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Bayer Leverkusen hat seine letzte Titelchance verspielt. In der Europa League scheitert das Team an den Young Boys Bern. Die Bayer-Krise verschärft sich.

Die rasante Talfahrt von Bayer Leverkusen hält an! 

In der Zwischenrunde der Europa League schied der Bundesligist mit einem 0:2 (0:0) im eigenen Stadion gegen den Schweizer Meister Young Boys Bern aus. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Bayer brauchte nach dem turbulenten 3:4 nach 0:3-Rückstand im Hinspiel einen Erfolg - biss sich aber die Zähne aus und fand keine Mittel. "Über die zwei Spiele waren die besser als wir. Das muss man ehrlich sagen. Das tut weh", erklärte Bayer-Trainer Peter Bosz bei RTL Nitro

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"Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß. Das ist natürlich nicht unser Anspruch. Wir haben uns mehr vorgenommen und wollten weiterkommen", erklärte Verteidiger Jonathan Tah bei RTL Nitro. "Zur Zeit ist es nicht so einfach wie in der Hinrunde. Wir müssen deshalb über Leidenschaft kommen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir nicht alles gegeben haben."

Leverkusens Torwart Niklas Lomb, der bereits im Bundesligaspiel am vergangenen Sonntag beim FC Augsburg mit einer Slapstick-Einlage das 0:1 verschuldet hatte, leitete die Pleite mit einem Mega-Patzer ein. Eine Flanke ließ der Vertreter des verletzten Stammkeepers Lukas Hradecky fallen und ermöglichte so Jordan Siebatcheu das 1:0 aus einem Meter (47.). Später erhöhte Christian Fassnacht nach einem Konter (86.). (Spielplan und Ergebnisse der Europa League)

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"Das ist für uns, aber auch für ihn sehr schwer", kommentierte Bosz den groben Aussetzer seines Torwarts. 

Damit hat Bayer im Jahr 2021 in 13 Pflichtspielen nur drei Siege geholt und nun alle Titelchancen verspielt. Im DFB-Pokal ist das Team raus und in der Bundesliga ist Tabellenführer FC Bayern längst enteilt. Ist es also eine verlorene Saison? "Nein", fand Tah nach der Blamage. 

Nach der Blamage von Hoffenheim gegen Molde ist nun kein deutscher Vertreter mehr im Wettbewerb.

Bayer-Stars fehlen die Ideen

Trainer Bosz setzte im Rückspiel gegen Bern auf seine beste Offensivreihe. Im Sturm begannen Patrik Schick, Moussa Diaby und Leon Bailey. Auch Supertalent Florian Wirtz startete im Mittelfeld. 

Ein Angriffs-Feuerwerk wie im Hinspiel wurde es aber ganz und gar nicht. Die Verunsicherung der vergangenen Wochen war Leverkusen anzusehen. 

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Vor der Pause entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Szenen in den Strafräumen. 

Bern verteidigte diszipliniert und aggressiv. Bayer fehlte dagegen das Mittel und agierte ungewöhnlich häufig mit langen Bällen. 

Die Offensive kam somit kaum zur Geltung. 

Lomb lässt Flanke fallen, Bern bedankt sich

Zwei Chancen erspielte sich der Bundesligist bis zum Seitenwechsel. 

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In der 15. Minute scheiterte Leon Bailey per Distanzschuss an Keeper David van Ballmoos. In der 39. Minute klärte Silvan Hefti vor dem wartenden Patrik Schick. 

Die Schweizer setzten jedoch auch nur einen Nadelstich und kamen durch Jordan Siebatcheu per Kopf zur größten Gelegenheit. Der Versuch verfehlte das Ziel jedoch um rund zwei Meter (28.). 

"Wir sind über die Außen gut durchgekommen, haben aber den finalen Pass in den Strafraum nicht gebracht", analysierte Sportdirektor Simon Rolfes in der Halbzeit bei RTL Nitro

Nach der Pause gab es dann aber den Schock für Bayer. Torwart Niklas Lomb ließ den Ball nach einer Flanke fallen und Siebatcheu musste aus einem Meter nur noch in das leere Tor einköpfen (47.). 

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Der Rückstand trieb Bayer an. Leon Bailey hatte per Hacke die beste Chance. Er überwand Keeper van Ballmoos aber nicht (57.). 

Bosz riskiert alles

Bosz musste das Risiko erhöhen, da sich Leverkusen weitere Gelegenheiten nicht erspielte. Mit Lucas Alario und Demarai Gray verstärkte der Trainer die Offensive. 

Mehr als ein Kopfball von Schick sprang aber nicht mehr heraus (80.).

Stattdessen schloss Christian Fassnacht einen Bern-Konter zum 2:0 ab (86.).

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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