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Die Erdogan-Affäre um Ilkay Gündogan und Mesut Özil schwelt weiter
Die Erdogan-Affäre um Ilkay Gündogan und Mesut Özil schwelt weiter © Getty Images
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Die "Erdogan-Affäre" überschattet den WM-Auftakt des DFB-Teams am Sonntag gegen Mexiko. Viele Fans sind sauer auf Özil und Gündogan. Die Chronologie der Affäre.

Die "Erdogan-Affäre" überschattet den WM-Auftakt des DFB-Teams am Sonntag (ab 17.00 Uhr im LIVETICKER) gegen Mexiko. Viele Fans haben Mesut Özil und Ilkay Gündogan das Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht verziehen. 

SPORT1 skizziert die Chronologie der Erdogan-Affäre:

14. Mai

Einen Tag vor der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders tauchen Fotos auf, die die Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan in London mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigen. Gündogan schreibt auf sein Trikot-Geschenk: "Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll." Es hagelt Kritik.

Der Deutsche Fußball-Bund reagiert pikiert, Präsident Reinhard Grindel sagt, das Duo habe sich für Erdogans "Wahlkampfmanöver missbrauchen" lassen. Gündogan erklärt via Instagram: "Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben". 

15. Mai

Joachim Löw beruft Özil und Gündogan in sein vorläufiges WM-Aufgebot, obwohl auch er verstimmt ist. "Das war keine glückliche Aktion", sagt der Bundestrainer über die Fotos und kündigt ein Gespräch an. Sanktionen oder ein Verzicht auf beide sei aber "zu keiner Sekunde" Thema gewesen. 

19. Mai

Özil und Gündogan unterbrechen ihren Urlaub, treffen in Berlin Löw, Grindel und DFB-Direktor Oliver Bierhoff zur Aussprache. Im Schloss Bellevue besuchen sie Frank-Walter Steinmeier. Der Bundespräsident sagt: "Beiden war es wichtig, entstandene Missverständnisse aus dem Weg zu räumen."

(SERVICE: Der WM-Spielplan im Überblick)

2. Juni

Beim Länderspiel in Klagenfurt gegen Österreich (1:2), wo Özil für die Führung sorgt, werden beide Spieler ausgepfiffen. Thomas Müller verteidigt das Duo, beide seien "wichtiger Teil unseres Teams. Für uns ist das Thema abgehakt".
   
5. Juni

Beim Medientag im Trainingslager in Eppan/Südtirol stellt sich Gündogan den Fragen ausgewählter Pressevertreter. "Einige Reaktionen haben mich getroffen, vor allem auch die persönlichen Beleidigungen", sagt er, und: "Ich verstehe, dass man die Aktion nicht gut finden muss." Özil schweigt weiter.

6. Juni

Steinmeier äußert sich in der "Zeit" befremdet über die Foto-Aktion, sie habe ihn "ein bisschen ratlos gemacht". Ob die Spieler sich entschuldigt hätten, sei "eine Interpretationsfrage", ergänzt er.

7. Juni

Bierhoff versucht das Thema auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Saudi-Arabien zu beenden. "Was hätten wir noch mehr machen sollen? Jetzt reicht es dann auch", sagt der Teammanager in Südtirol.

Pfiffe gegen Gündogan: Das sagen die Kollegen

8. Juni

Bei der WM-Generalprobe in Leverkusen gegen Saudi-Arabien (2:1) wird Gündogan vom Zeitpunkt seiner Einwechslung an (57.) ausgepfiffen. Löw reagiert getroffen, die massive Ablehnung habe ihn "geschmerzt", sagt er.   

9. Juni

Gündogan twittert, er sei "immer noch dankbar, für dieses Land zu spielen". Özil? Schweigt weiter.

10. Juni

 Im CHECK24 WM Doppelpass äußern Christian Ziege und Mario Basler Sorgen um die WM-Ziele der deutschen Mannschaft. Für Ziege ist es nicht nur das Problem der beiden Nationalspieler, sondern der ganzen Mannschaft. Basler sagt klar: "Wenn in Russland gepfiffen wird, muss Löw Özil rausnehmen."

Am Abend nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel die beiden Spieler in der ARD-Talkshow von Anne Will in Schutz: "Ich glaube, die beiden Spieler haben nicht bedacht, was das Foto auslöst mit dem Präsidenten Erdogan." Beide Spieler seien Teil der Nationalmannschaft, betont Merkel, die schon des Öfteren beim DFB-Team zu Besuch war, "und deshalb würde ich mich freuen, wenn mancher Fan auch klatschen könnte."

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