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Besonders in Erinnerung geblieben ist Laudehrs entscheidendes Tor zum 2:0 im WM-Finale 2007 gegen Brasilien - und der dazugehörige Jubel
Besonders in Erinnerung geblieben ist Laudehrs entscheidendes Tor zum 2:0 im WM-Finale 2007 gegen Brasilien - und der dazugehörige Jubel © Imago
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München - Simone Laudehr beendet nach fast 18 Jahren ihre Karriere. Im letzten Spiel könnte sie etwas realisieren, was ihr noch nicht gelungen ist.

Simone Laudehr ist Weltmeisterin, Europameisterin, Olympiasiegerin, Champions-League-Siegerin und DFB-Pokalsiegerin.

Der Triumph einer deutschen Meisterschaft blieb ihr allerdings bisher in der fast 18 Jahre langen Karriere verwehrt. Doch ausgerechnet in ihrer letzten Saison, in ihrem letzten Spiel, könnte es doch noch klappen.

Fast schon ein wenig zu kitschig.  

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"Darauf arbeite ich hin, seit ich 17 Jahre alt bin. Ich bin immer Zweite geworden", sagte sie: "Dieser Titel würde sich bei mir knapp nach der Weltmeisterschaft einreihen".

Die Allrounderin und Kämpferin

Begonnen hat die Laufbahn von Laudehr beim FC Bayern. Zuvor hatte die gebürtige Regensburgerin ihre ersten Schritte beim örtlichen SC Regensburg und dem FC Tegernheim gemacht. Von Beginn an entwickelte sie sich zur flexiblen Allrounderin.

Doch egal wo die heute 34-Jährige eingesetzt wurde, sie ging zu jeder Zeit mit einer vorbildlichen Einstellung und viel Kampf voran und ließ ihr Herz auf dem Platz. 

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"Man hat es in der eigenen Hand. Um die Beste zu werden, brauchst du die richtige Einstellung", sagte Laudehr einmal. Bei ihr selbst reichte es zu 103 Länderspielen für Deutschland, in denen sie alles gewann, was es im internationalen Fußball zu gewinnen gibt. 

Legendär war ihr Jubel nach dem 2:0-Treffer im WM-Finale 2007 gegen Brasilien. "Das Foto darf ich immer noch unterschreiben, aber das habe ich mir selber eingebrockt", meinte sie in der tz.

Ein Buddha als Ruhepol 

Um die Emotionen auf dem Rasen auszugleichen, hat Laudehr einen ganz eigenen Ruhepol: Eine Buddha-Statue mit einem Dreizack. Diesen bekam sie von einem Berater geschenkt. 

"Der ist fest in meiner Tasche verankert", wird sie auf der Website des FC Bayern zitiert: "Damals, als ich die Figur bekam, habe ich erstmals eine Entwicklung als Spielerin durchgemacht. Ich musste versuchen, nicht immer an mir zu zweifeln, wenn mal was nicht geklappt hat." 

Der Buddha hilft Laudehr noch heute. "Ich gucke ihn mir vor dem Spiel immer nochmals kurz an und in der Regel war ich danach entspannter", verriet sie. Außerdem soll ihr der kleine Talisman Glück bringen, was er bei einem Blick auf ihre Karriere auch gemacht hat. Auch am Sonntag?

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Schlechte Erinnerungen an Bundesliga-Showdown

Dann wird Laudehr, die auch für den FCR Duisburg und den 1. FFC Frankfurt spielte, im Heimspiel des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt die letzte Partie ihrer Karriere absolvieren. Bayern hat zwei Punkte Vorsprung auf den VfL Wolfsburg und das deutlich bessere Torverhältnis, mit einem Sieg oder Remis wäre Laudehr zum ersten Mal Deutsche Meisterin.

"Das wäre die perfekte Story! Aber Fußball bleibt Fußball – und der Fußball kann richtig mies sein", sagte Laudehr in der tz. Mit Blick auf ihren WM-Jubel ergänzt sie: "Vielleicht jubele ich gegen Frankfurt zum Abschluss ja noch mal so, wenn ich ein Tor schieße..."

Wieder spielt der Main-Klub eine Rolle.

Denn in Frankfurt hatte im Juni 2014 alles nach der Meisterschaft ausgesehen, ehe Laudehr und der 1. FFC, der vor der Saison 20/21 mit der Eintracht fusionierte, sie noch auf dramatische Weise verspielten. 

Am letzten Spieltag hätte damals sogar ein Unentschieden gegen Wolfsburg gereicht, doch eine Minute vor Schluss traf Alexandra Popp mitten ins Herz, nachdem sie den entscheidenden Zweikampf ausgerechnet gegen Laudehr gewonnen hatte. Womöglich der bitterste Moment ihrer Karriere. Auf jeden Fall "das schlimmste Spiel", wie sie selbst sagt. 

Die Erinnerungen an einen finalen Showdown sind für Laudehr also nicht die besten - andere Rückblicke dagegen schon. "Je näher es zum letzten Spiel kommt, desto mehr Wehmut entsteht", gestand Laudehr, die in diesen Tagen viele Bilder im Kopf hat - aus Duisburg, aus Frankfurt, aus München und aus Situationen mit der Nationalmannschaft.

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Laudehr bleibt den Bayern erhalten

"Es ist ein krasses Gefühl, weil ich Fußball spiele, seit ich drei Jahre alt bin. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und habe es geschafft, zu einer der besten Spielerinnen zu werden. Dass es jetzt schon vorbei ist, ist schon traurig", sagte sie. 

Wie es nach der Karriere weitergeht, das ist noch nicht ganz klar. Laudehr hat sich mit einem Sportmarketingstudium, einem Hochschulzertifikat in Spielanalyse und einer Trainerlizenz viele Möglichkeiten geschaffen. Ihre ersten Schritte werden aber in keinem dieser Bereiche erfolgen. 

Laudehr wird zunächst hauptberuflich im Vereinsmuseum des FC Bayern in der Allianz Arena arbeiten und sich dabei vor allem um die Bereiche Marketing, Events und Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Es wird sich zeigen, ob sich dort auch eine Erinnerung an die deutsche Meisterschaft 2021 finden wird. 

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