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Rumäniens Trainer Matei Mirel Radoi steht mit seinem Team im Halbfinale der U21-EM - Italien dagegen nicht
Rumäniens Trainer Matei Mirel Radoi steht mit seinem Team im Halbfinale der U21-EM - Italien dagegen nicht © Getty Images
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Rom - Italien hat an einem "Keks" zu knabbern: Weil Rumänien und Frankreich bei der U21-EM 0:0 spielen, ist der Gastgeber raus und der Ärger groß.

Der "Keks" war in Italien in aller Munde. Wieder einmal.

"Dieser Biscotto ist nur schwer zu verdauen. Genau wie erwartet", schrieb die Zeitung Gazzetta dello Sport nach dem Aus des Gastgebers bei der U21-EM, das zumindest ein Geschmäckle hatte.

Zwei Tage lange hatte Italien ein Remis zwischen Rumänien und Frankreich im letzten Gruppenspiel befürchtet. Prompt spielten beide Teams 0:0, zogen gemeinsam ins Halbfinale (U21-EM: Spanien - Frankreich am Do. ab 20.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) ein und warfen die Azzurrini aus dem Rennen.

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Kein Torschuss bei Frankreich gegen Rumänien

Im Internet machten schon während der Begegnung Bilder von Keks-Packungen mit den Fahnen Rumäniens und Frankreichs die Runde. "In 30 Minuten ist das Plätzchen fertig", hieß es unter anderem, als kein Tor fallen wollte.

Die Anspielung war eindeutig: Der Begriff "Biscotto" bedeutet wörtlich Keks, steht in Italien aber auch für Verschwörung oder Absprache.

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Der berühmteste Biscotto ist inzwischen 15 Jahre alt. Bei der EM 2004 hatten sich Schweden und Dänemark im letzten Gruppenspiel 2:2 getrennt. Beide Teams erreichten die K.o.-Runde, Italien schied aus, die Aufregung war groß. Kein Wunder also, dass sich auch jetzt viele Fans verschaukelt fühlten.

Von einem Ballgeschiebe konnte beim ersten 0:0 der EM zwar keine Rede sein - von einem Offensivfeuerwerk aber eben auch nicht. Die offizielle UEFA-Statistik weist im Punkt "Schüsse" nur 13 Versuche auf, bei "Schüssen aufs Tor" sogar ein 0:0. Zum Vergleich: In Rumäniens Gruppenspiel gegen England (4:2) drei Tage zuvor hatte es 38 Schüsse gegeben, davon 16 aufs Tor.

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Die größte Verantwortung, so das einhellige Urteil, trägt aber Italien selbst.

"Dem Biscotto die Schuld zu geben, wäre sinnlos. Dass wir auf ein Wunder hoffen mussten, ist eine große Schuld der U21-Mannschaft. Sie hat viele Fehler begangen", schrieb der Corriere dello Sport. Vor allem das 0:1 gegen Polen im zweiten Gruppenspiel kostete Italien am Ende das Halbfinale.

Und so überwog letztlich die Enttäuschung über eine verpasste Chance bei der Heim-EM, auch der Traum von Tokio 2020 platzte. "Die Olympischen Spiele sind für Italiens U21 verflucht. Das letzte Spiel bei Olympia liegt jetzt fast elf Jahre zurück. Diese Niederlage wirft einen Schatten auf die Renaissance des italienischen Fußballs", schrieb der Corriere della Sera.

Di Biagio tritt nach EM-Aus zurück

Am Tag nach dem Aus zog Trainer Luigi Di Biagio die Konsequenzen und trat zurück. "Wir haben eine tolle Arbeit geleistet. Viele Spieler haben sich verbessern können und waren gegen starke Teams wettbewerbsfähig. Das Resultat ist für Italien nicht positiv, ich betrachte es persönlich aber nicht als eine Pleite", sagte Di Biagio.

Nach Informationen der Gazzetta dello Sport könnte er durch Alberico Evani ersetzt werden. Auch Fabio Grosso, Weltmeister von 2006, käme infrage.

Die gute Nachricht für Di Biagios Nachfolger: Das unübliche Turnier-System mit zwölf Teilnehmern, bei dem nur die drei Gruppensieger und der beste Gruppenzweite weiterkommen und das schon vor zwei Jahren für Ärger sorgte, hat bald ein Ende. Bei der U21-EM 2021 in Ungarn und Slowenien wird es erstmals 16 Teilnehmer und vier Vierergruppen geben.

"Biscottos" werden dann deutlich unwahrscheinlicher.

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