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Deutschland hat das Finale der UEFA U21 EM 2019 gegen Spanien verloren
Deutschland hat das Finale der UEFA U21 EM 2019 gegen Spanien verloren © Getty Images
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Udine - Die deutsche U21 verpasst gegen Spanien bei der EM die erfolgreiche Titelverteidigung. Ein Fernschuss und ein Patzer von Nübel bringen die Spanier auf die Siegerstraße.

Mit hängenden Köpfen schlichen die deutschen U21-Fußballer nach dem geplatzten Titeltraum zur Siegerehrung, die neuen Europameister aus Spanien standen Spalier und klatschten Beifall.

Nach einem verschlafenen Start leisteten die deutschen Junioren dem eiskalten Topfavoriten einen großen Kampf, mussten sich aber trotz guter Leistung in einem unterhaltsamen Finale in Udine unnötig mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Kuntz spendet Trost

Abgekämpft und enttäuscht sanken die deutschen Spieler nach Schlusspfiff zu Boden, sogleich versammelte Trainer Stefan Kuntz seine Spieler aber noch auf dem Rasen zum Kreis und spendete Trost. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan)

"Wir konnten trotzdem viel mitnehmen, obwohl wir nicht gewonnen haben. Aber die Enttäuschung ist natürlich sehr groß", sagte Kapitän Jonathan Tah in der ARD: "Vielleicht haben wir uns in den ersten Minuten ein bisschen verunsichern lassen. Aber wir haben trotzdem bis zum Ende alles gegeben." (die Reaktionen)

Spanien bestraft Nübel-Patzer

Fabian Ruiz (7.) gleich zu Beginn und Dani Olmo (69.) nach einem groben Fehler von Torhüter Alexander Nübel sorgten für den K.o. des DFB-Teams, das sich lange gegen die spielstarken Spanier wehrte.

Nadiem Amiri (88.) sorgte mit einem abgefälschten Distanzschuss zwar noch einmal für Spannung, am Ende reichte es genau zwei Jahre nach dem Triumph von Krakau aber nicht für einen erneuten Coup gegen die Iberer, die erfolgreich Revanche nahmen und zum fünften Mal Europameister wurden.

Als großer Gewinner geht dennoch Kuntz aus dem Turnier, der mit einer nahezu komplett neuen Mannschaft erneut bis ins Finale stürmte.

Für das Endspiel stellte er sein Team wieder gut ein, vor allem das Mittelfeld bot den ballsicheren Spaniern auch spielerisch die Stirn. Zum dritten Titel nach 2009 und 2017 reichte es aber nicht.

Löw und Bierhoff zum Finale vor Ort

Vor 23.232 Zuschauern im ausverkauften Stadio Friuli, darunter eine DFB-Delegation mit Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff an der Spitze, begann das deutsche Team viel zu verhalten.

Die ballsicheren Spanier störten früh und hatten im Mittelfeld ein klares Übergewicht, die DFB-Mannschaft kam fast immer einen Schritt zu spät.

Die beinahe logische Folge war der frühe Rückstand. Timo Baumgartl stand schlecht, Tah reagierte zu zögerlich, und so konnte Ruiz aus halbrechter Position Richtung Tor ziehen und aus 18 Metern abschließen. Der Schlenzer des Napoli-Profis landete unhaltbar für Nübel im langen Eck.

Amiri wirbelt, Vallejo im Glück

Erst nach 15 Minuten fand die deutsche Mannschaft endlich ins Spiel. Löw hatte der U21 schon vor Anstoß bescheinigt, eine "sehr, sehr gute Visitenkarte für den deutschen Fußball abgegeben" zu haben. Davon war nun endlich auch etwas auf dem Rasen zu sehen.

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Vor allem Amiri, der erneut den Vorzug vor Marco Richter erhalten hatte, sorgte für viel Wirbel.

Beide Teams agierten nun auf Augenhöhe, mehr Torgefahr strahlten aber die Spanier aus. Taktgeber Dani Ceballos von Real Madrid, schon 2017 im Finale dabei, war kaum zu stoppen. Auf der Gegenseite hatte Torjäger Luca Waldschmidt gegen den Ex-Frankfurter Jesus Vallejo einen schweren Stand.

Vallejo hatte Glück, nach einem harten Foul nur Gelb zu sehen. Bis zur Pause hatte Deutschland dann mehr vom Spiel.

Nübel-Schnitzer vor 0:2, Waldschmidt vergibt Großchance

In der zweiten Halbzeit gehörte der Auftakt klar der Kuntz-Mannschaft. Deutschland rannte an, Spanien hoffte auf Konter.

Mit Erfolg: Einen Schuss von Ruiz ließ der im EM-Verlauf so starke Schalker Nübel unnötig nach vorne abprallen, Dani Olmo reagierte am schnellsten und hob den Ball über Nübel hinweg zum 2:0 ins Tor.

Waldschmidt (83.) vergab zunächst die große Chance auf den Anschlusstreffer, Amiris Tor aus der Distanz war dann zu wenig.

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