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Erling Haaland läuft für Norwegen auf
Erling Haaland läuft für Norwegen auf © Imago
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Norwegen denkt über einen Boykott der Fußball-WM 2022 nach. Der Fußball-Verband NFF vertagt die Entscheidung darüber vorerst.

Norwegens Fußball-Verband NFF hat die Entscheidung über einen Boykott der WM 2022 in Katar vorerst vertagt.

Bei der Jahreshauptversammlung "Footballting" stimmten am Sonntag nur 61 Vertreter dafür, die Debatte über einen Verzicht auf die Tagesordnung zu setzen, 146 waren dagegen. Nötig wäre eine Zweidrittelmehrheit gewesen.

Ein Boykott wird somit frühestens bei einem außerordentlichen Bundestreffen am 20. Juni besprochen. Das Team um Jungstar Erling Haaland soll allerdings bereits am 24. März in Gibraltar in die WM-Quali starten.

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Erstligaklubs fordert Boykott

Mehrere Erstligavereine und viele Fanvereinigungen hatten zuletzt den widerstrebenden Verband zu einer Diskussion über einen möglichen Boykott aufgefordert. Der Klub Tromsö IL hatte die Bewegung als Reaktion auf Berichte über 6500 Tote auf den Baustellen in Katar ins Leben gerufen, sechs weitere der 16 Erstligisten um Rekordmeister Rosenborg Trondheim haben sich angeschlossen, mehrere prominente Spieler äußerten sich positiv.

14 von 16 Fanklub-Vereinigungen wollen den WM-Verzicht (zwei sind unentschieden), ebenso der Dachverband Norsk Supporterallianse, der erklärte: "Wir akzeptieren nicht, dass im Namen des Fußballs Menschen sterben, versklavt, oder ihre Rechte gebrochen werden."

Der Verband NFF lehnt einen Boykott bislang ab und möchte Veränderungen über einen fortgesetzten Dialog herbeiführen.

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