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Martin Kaymer muss auf einen Wildcard-Startplatz für den Ryder Cup Ende September hoffen
Martin Kaymer muss auf einen Wildcard-Startplatz für den Ryder Cup Ende September hoffen © SPORT1-Grafik: Getty Images/Imago
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Martin Kaymer will noch zum Ryder Cup. Doch die letzten Resultate machen wenig Hoffnung. Deutschlands bester Golfer muss bei den British Open zwingend liefern.

Martin Kaymer hat plötzlich wieder einen Traum, nachdem lange Zeit auch nur ein Gedanke daran verwegen schien. Deutschlands Topgolfer will zum fünften Mal in Folge beim Ryder Cup für Europa auf Punktejagd gehen.

Der prestigeträchtige Kontinentalvergleich zwischen den Golfern aus Europa und den USA wird vom 28. bis 30. September in Paris ausgetragen.

Von seinen Qualitäten ist Kaymer jedenfalls weiterhin überzeugt. "Ich muss niemandem beweisen, dass ich Turniere gewinnen und erfolgreich Golf spielen kann. Die Frage ist lediglich, wann sich die Arbeit der letzten Jahre auszahlen wird. Dass es früher oder später passiert, daran habe ich null Zweifel", sagte Kaymer der Sport Bild.

Der zweite Platz in der Heimat bei der BMW International Open in Pulheim vor wenigen Wochen hatte den Wunsch wieder verstärkt. Zwar gab er durch einen "Blackout" am vorletzten Loch den möglichen Sieg aus der Hand - doch die vier Turniertage mit der Unterstützung der Fans machten Kaymer vermeintlich Mut.

Kaymer scheitert zweimal am Cut

Wenige Tage später enttäuschte Kaymer bei den French Open aber prompt und scheiterte wie auch beim Vorbereitungsturnier auf die British Open im schottischen Gullane umgehend am Cut. Zwei Nackenschläge für den 33-Jährigen.

"Es gibt in jeder Sportart solche Phasen, in denen die Ergebnisse nicht zum Spiel und zum Empfinden passen", erklärte Kaymer, der trotz der schwachen Resultate "noch sehr, sehr viel Spaß am Golfspielen" hat.

Bei den US Open 2014 hatte der ehemalige Weltranglistenerste seinen bis heute letzten Triumph gefeiert. Aktuell wird der 33-Jährige im Ranking auch deshalb nur noch an Position 119 geführt.

Kaymer muss bei British Open liefern

Denn so muss er nun bei den am Donnerstag beginnenden British Open zwingend liefern, um noch eine Chance auf seinen großen Traum zu haben. 

Es würde schon beinahe einem Wunder gleichkommen, sollte sich der zweimalige Major-Gewinner noch aus eigener Kraft für den Ryder-Cup qualifizieren.

Kaymer und Kieffer zuversichtlich

Doch der dreimalige Ryder-Cup-Gewinner, dem 2012 sogar der der sensationelle Siegputt geglückt war, darf zumindest darauf hoffen, wie 2016 von Teamkapitän Thomas Björn eine der vier Wildcards zu erhalten. 

So wird das Team Europe gebildet

Das Team Europe für den Ryder Cup 2018 steht nämlich noch nicht fest. Insgesamt zwölf Plätze sind in Europas Elite frei. 

Vier Spieler werden über die europäische Rangliste nominiert. Aktuell wären dies die drei Briten Tyrrell Hatton, Justin Rose und Tommy Fleetwood sowie der Italiener Francesco Molinari.

Weitere vier Plätze werden über die Weltranglistenpunkte vergeben. Demnach hätte momentan Jon Rahm (Spanien), Rory McIlroy (Nordirland), Alex Noren (Schweden) und Paul Casey (England) ihr Ticket sicher. 

Die übrigen vier Plätze vergibt Kapitän Thomas Björn per Wildcard. Diese gehen in der Regel an die Spieler, die genügend Erfahrung besitzen - oder "heiß" sind. Kaymer würde beide Kriterien erfüllen.

"Mischung aus Rookies und alten Hasen"

"Am Ende wird es eine gute Mischung aus Rookies und den alten Hasen sein", kündigte Björn bereits vor einiger Zeit an. Ob Kaymer am Ende zu den "alten Hasen" zählt, bleibt noch abzuwarten. 

Die Möglichkeit sich abermals zu zeigen, hat Kaymer nun bei den British Open auf dem schweren Platz im schottischen Carnoustie. Der Rheinländer wird am Donnerstag in der ersten Startgruppe ab 7.35 Uhr/MESZ das älteste noch ausgespielte Turnier der Welt eröffnen.

Kaymer weiß genau, was die Stunde geschlagen hat und kündigte vor kurzem an: "Ich werde in den nächsten Monaten alles geben, was ich habe. Ich werde viel spielen, um Punkte zu sammeln. Und ich würde es wirklich hassen, es am Ende nicht zu schaffen."

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